— see English below—

Steigt man aus dem Flugzeug wird man bereits vom Costa Ricanischen Leitspruch willkommen geheißen: Pura Vida! Es prangt über fast jedem Eingang, es ziert viele Hauswände, oder es wird dir förmlich ins Gesicht geschrien. Pura Vida, das pure Leben. Eine Phrase die man mit dem wienerischen „Oida“ vergleichen könnte. Es wird am Satzanfang, am Satzende, als Antwort, als Aufmunterung, als Zustimmung, zur Begeisterung, als Aufruf, als „Danke“ oder einfach mal so, um einen Ton von sich zu geben, verwendet. Es beschreibt das Lebensgefühl der Costa Ricaner, obwohl dessen Ursprung eigentlich in einem mexikanischen Film liegt. Dieser handelte von einem jungen Tollpatsch, dem ständig nur Pech widerfährt. Dennoch lebt er ein glückliches Leben und sagt sich immer wieder „Pura Vida – so ist halt das Leben“. Die Costa Ricanische Jugend von damals hat diesen Spruch übernommen und über die Jahre ist es in Fleisch und Blut der Bevölkerung übergangen. Kaum einer in Costa Rica weiß heute noch, woher dieser Spruch eigentlich stammte. Aber Hauptsache: Pura Vida!

San Josè – ein hässliches Entlein
Liest man im Reiseführer, findet man kaum ein gutes Wort über die Hauptstadt Costa Ricas. Die meisten Reisenden sehen diese Stadt auch nur als Durchreise-Destination in die Berge des Landes. Wir dachten uns, wir geben ihr dennoch eine Chance. Eine Free Walking Tour sollte uns die schönen Seiten San Josès zeigen. Der Wille war wirklich bei uns beiden vorhanden. Nur ohne der richtigen Basis, wird halt auch aus dem hässlichsten Entlein kein schöner Schwan.
Auch unser Hostel spiegelte die Unattraktivität der Hauptstadt wider. Laut, schmutzig und wenig einladend. Für uns nach Curaçao eine enorme Umstellung. Trotzdem verbrachten wir dort drei Tage, um unsere Wäsche zu waschen und unsere weitere Reise, nun als richtige Backpacker, zu planen. Ausserdem lernten wir beim Frühstück Laura kennen, eine Vorarlbergerin (in Costa Rica trafen wir erstaundlicherweise mehr Österreicher und Schweizer, als Deutsche), die wir später in Panama wieder trafen.

Tarzan und Jane
Ein klappriger Reisebus brachte uns von San Josè nach Monteverde, einem Dörfchen, dass ausschließlich aus Tourenanbieter, Hostels und Restaurants besteht. Warum es dennoch ein beliebten Reiseziel ist? Wegen dem Nebelwald, der gleich anschließt. Richtig gelesen, kein Regenwald, sondern ein Nebelwald. Ein Dschungel in dem fast das ganze Jahr über dichter Nebel liegt.
Ein wesentlicher Vorteil, den Costa Rica zu bieten hat, ist ein gewisser Lebensstandard im Land. Zum Beispiel brauchten wir beim Leitungswasser keine Bedenken haben, ob es trinkbar wäre. Der Nachteil, Preise für Touren liegen auf einem europäischen Niveau, was uns ziemlich eingeschränkt hat.
In Monteverde hatten wir das Gefühl nicht einen Schritt tun zu können, ohne dafür Geld zahlen zu müssen. Zwei Schritte taten wir trotzdem – einmal unternahmen wir eine Dschungel-Nachtwanderung und einmal „flogen“ wir via Zip-Line quer durch den Nebelwald.
Möchte man wilde Tiere sehen, die man zuhause nur aus dem Zoo kennt, ist Costa Rica definitiv das richtige Land. Bei der Nachtwanderung sahen wir neben Grillen und spannenden Insekten, eine Tarantel, ein Mama-Faultier mit Baby, eine supergiftige Schlange und den berühmten (aber seltenen) Red-Eye-Frog. Ob er so selten zu sehen ist wie uns unser Guide weiß machen wollte, bezweifeln wir ein bisschen, denn jeder den wir in Costa Rica trafen, hat diesen Frosch gesehen.

Das Zip-Lining war dafür umso spektakulärer. Zuerst gab es ein paar Aufwärmrunden in sitzender Position, bei denen wir im Klettergurt von Baum zu Baum segelten. Dann wurde der Gurt anders umgeschnallt und wir flogen am Bauch – wie Superman – über 1,5 Kilometer über die Baumkronen des Nebelwaldes. Von oben sahen die Bäume aus wie Brokkoli und durch den Nebel konnte man kaum das Ende der Strecke erkennen. Es war ein unglaubliches Gefühl, auch wenn ich ein bisschen Sorge hatte, dass mich gleich ein Vogel von der Seite abschießen würde. Das eigentliche Highlight dieser Tour war aber der Tarzan-Swing (natürlich nur auf freiwilliger Basis). Ganz ehrlich, hätte ich zu lange nachgedacht, hätte ich es vermutlich nicht gemacht. Aber die Tour-Guides ließen einem kaum Zeit für Überlegungen. Über eine Hängebrücke ging es zur Absprungfläche. Der Klettergurt wurde nochmal anders angelegt, man musste eine sitzende Haltung einnehmen und mit einem kleinen Schupser (nicht springen!) wurde man losgelassen. Drei Sekunden freier Fall, ein gellender Schrei, dann griff das Seil und man schwang in 30 Meter Höhe über die Bäume. Jan war nach mir dran. Mit weichen Knie, aber voller Adrenalin im Blut gingen wir zurück zum Basislager.
Die Zip-Lining Tour haben wir über 100% Aventura gebucht, 45$ pro Person, alles inkludiert (bei anderen Tourenanbieter muss man den Tarzan-Swing) extra bezahlen. Wir haben uns dort gut aufgehoben gefühlt. Es gab Anfangs eine Einführung auf Englisch, und unsere Ausrüstung wurde regelmäßig und nach jedem Umschnallen von mehreren Guides kontrolliert.

Bis in die Baumkrone
Das einzige was man kostenlos in Monteverde machen konnte, war einen alten Fikusbaum hochzuklettern. Klingt wenig aufregend? Was ist aber wenn man ihn von Innen hochklettern kann, weil er komplett hohl ist? Klingt schon spannender. Der Baum war einen kurzen Fußweg entfernt, und es warteten bereits ein paar andere Personen, um den Baum zu erklimmen. Weil er, je höher er wurde, immer enger wurde, konnte immer nur eine Person klettern. Schmarotzerbäume hatten sich mit der Zeit um den Baumstamm gelegt, und diesen absterben lassen. Übrig blieb eine hohle Hülle, die wie eine Leiter zu besteigen ist. Von oben hatte man einen wunderbaren Ausblick über den Nebelwald.

Bus – Boot – Bus nach La Fortuna
Mit einem kleinen Bus über holprige Straßen, mit einem Boot über den See Laguna de Arenal und mit einem weiteren Bus ging es für uns nach La Fortuna. Ein weiterer Touristenort von dem aus man mehrere Touren buchen kann, der aber sonst wenig zu bieten hat. Weil wir nicht vorhatten, Touren zu unternehmen, sondern die Tage mit kleinen Spaziergängen oder einfach nur in unserer Unterkunft verbringen wollten, quartierten wir uns etwas abgelegen ein. Genau genommen, auf einem Berg mit Blick auf den Vulkan El Arenal. Die Unterkunft, einzelne Holzkabinen mit Doppelbett und Gemeinschaftsbadezimmer draußen, wurde von Jonathan und seiner Mama geführt. Jonathan, der den Spruch „Pura Vida“ für uns fast schon etwas zu oft gebrauchte und seine Mutter die dafür auf alles mit „con gusto“ (eine fast schon zu höfliche From von „Gern geschehen“) antwortete, waren sehr zuvorkommende Gastgeber. Jan erhielt regelmäßig von Jonathan feste Schulterklopfer, wenn er wieder einen Brüllaffen, ein Faultier oder einen Tucan im Baum hinter den Hütten gesichtet hatte. Von der Terrasse, die gleichzeitig Speiseraum, Wohnzimmer und Trockenbereich der Wäsche war, hatte man einen wunderschönen Ausblick auf das Tal vor uns. Und tatsächlich sahen wir während unserer drei Tage bei Jonathan mehr Faultiere, Tucans und Brüllaffen als irgendwo anders. Letztere waren auch dafür verantwortlich, weswegen wir jeden Morgen gegen 5:30 Uhr aufwachten. Frühstück und Abendessen bereiteten wir uns selbst zu, auch wenn die Küche, die gleichzeitig Wäscheküche und Schlafzimmer unserer Gastgeber war, nicht wirklich einladend wirkte. Aber einmal ein überteuertes Bier bei Jonathan bestellt, lehrte uns dort auf weitere kostenpflichtige Verpflegung zu verzichten.

Beim Essen kamen wir mit dem Schweizer-Pärchen Steffi und Arjith ins Gespräch. Sie hatten einen Leihwagen und boten uns an, uns runter ins Dorf zu nehmen, damit wir ein paar Einkäufe erledigen können, während sie weiterfuhren, um eine Wanderung zu einem Vulkankrater zu unternehmen. Obwohl wir eigentlich die Tage ruhiger angehen wollten, entschieden wir uns aber ganz spontan, die Wanderung mitzumachen.

Keine gute Idee. Es hatte die Tage immer wieder geregnet und der Weg war extrem schlammig und aufgrund der vielen Baumwurzeln musste man ständig sehr hohe Schritte steigen. Selbst der Parkranger beim Eingang hatte uns davon angeraten, diese Wanderung zu unternehmen. Wir gingen trotzdem. Wir wussten nicht, was uns mehr nass machte, der Regen von oben, die hohe Luftfeuchtigkeit oder der Schweiß von innen. Lange Kleidung war im Regenwald notwendig aufgrund der Mosquitos. Irgendwann, nach erschöpfenden 3 Stunden kamen wir beim Vulkankratersee an. Durch den Nebel und die düstere Stimmung, ein mystischer Platz. Ich war völlig durchnässt, weil ich aber ein Wechselshirt vergessen hatte, wickelte ich mir mein Badetuch um den Oberkörper um mit halbwegs trockener Kleidung zurück zugehen. Uns wurde schnell eisig kalt, also traten wir bald den Rückweg an.
Gatschig (Schlammig) von Kopf bis Fuß und völlig erschöpft kamen wir wieder bei der Unterkunft an. Wir befanden uns schon lange nicht mehr in sommerlichen Temperaturen, und auch die halbwarme Außendusche konnte uns nicht wirklich wärmen. Jan und ich fielen völlig erschöpft ins Bett und wachten am nächsten Tag mit Schnupfen auf. Auch Arjith hatte am selben Abend noch mit Schmerzen in den Beinen zu kämpfen.
Wir hatten eindeutig schon mal bessere Wanderungen unternommen.

Polizeieskorte zum Dschungelhostel
Mit leichter Verkühlung gestartet, gab mir dann die Busfahrt nach Uvita den letzten Rest. Uvita lag an der Pazifikküste im Süden Costa Ricas, es ging wieder ins Warme. Der Busfahrer meinte es aber mit der Abkühlung im Bus etwas zu gut. Bei einer Außentemperatur von 31 Grad Celsius kühlte er das Innere des Busses auf eisige 14 Grad Celsius runter. Meine Verkühlung war perfekt.
Nach 10 stündiger Busfahrt, inklusive Zwischenstopp in San José, kamen wir abends in Uvita an. Von dort wollten wir ein Taxi die drei Kilometer bergauf zu unserer Unterkunft nehmen. Leider warteten beim Supermarkt, gegenüber dem Busbahnhof aber keine offiziellen Taxi. Ich war dadurch völlig verunsichert, wird doch davor gewarnt Inoffizielle zu nehmen. Just in dem Augenblick hielten fünf Polizisten mit ihren Motorräder und ich lies es mir nicht nehmen, einen von ihnen nach offiziellen Taxi zu fragen. Der Polizeibeamte war so nett und wollte uns eins rufen, nur leider war keines mehr verfügbar. Im gebrochenen Englisch gab er uns zu verstehen, wir sollten ein inoffizielles nehmen. Das sei schon in Ordnung.
Gut, nur nachdem die gesehen hatten, wie wir mit der Polizei redeteten, haben natürlich alle inoffiziellen Taxifahrer das Weite gesucht. Da standen wir nun spät abends, halb krank und wussten nicht wie wir weiter kommen sollten. Bis uns vier Kanadier ansprachen und uns anboten, uns die drei Kilometer schnell hochzuführen. Dankend nahmen wir das Angebot an und hieften unsere Rucksäcke in deren Kofferraum. Zu sechst quetschen wir uns nun in ihr Leihauto. Dann hielten plötzlich wieder die beiden Polizisten neben uns, mit denen wir vorhin gesprochen hatten. Im ersten Moment dachten wir, sie wollten uns aufhalten, weil wir eindeutig zu viele Personen im Auto waren. Aber sie ekundigten sich nur, ob alles ok sei und ob wir den Weg kennen. Der kanadische Fahrer verneinte.
So kam es dazu, dass wir von zwei Polizisten auf Motorädern zu unserer Unterkunft in den Dschungel eskotiert wurden. Alle waren nun überzeugt davon, dass wir sicher ankamen.

Cascade Verde, das deutsche Regime
Unsere Hostel in Uvita war ein Bambushaus mitten im Dschungel, alles war offen und die einzelnen Zimmer nur mit Bambusstäben abgetrennt. Uneinsichtig, aber kaum Privatsphäre. Von den Gemeinschaftsbereichen (Frühstücksbereich und Terasse im oberen Stock) hatte man einen wunderbaren Blick in den grünen Dschungel. Aber diese Schönheit sollte trügen.
Das Bett in unserm ersten Zimmer war so dermaßen durchgelegen, dass man die Mulde in der Matratze mit bloßem Auge sehen konnte. Außerdem war eine Leiste kaputt, die beim Schlafen schmerzlich in den Rücken drückte. Das bereitgestellte Mosquito-Netz hatte so viele große Löcher, dass es seinen Zweck bei Weitem nicht mehr erfüllte. Als wir am nächsten Tag um ein anderes Zimmer baten, bekamen wir die volle Freundlichkeit unserer deutschen Gastgeber zu spüren. Ihre Antwort: „Es sei unser eigenes Empfinden, das ist in Hostels so.“
Ähm… nein. Für den Preis sicher nicht.
Widerwillig durften wir trotzdem Zimmer tauschen, mit einem wesentlich gemütlicheren Bett und effektiveren Mosquitonetz. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass uns die Gastgeber wie Störenfriede behandelten (Merke: Stell ihr nie abseits der Rezeption eine Frage oder bitte nie um 6:55 Uhr um Frühstück, wenn die Rezeption erst um 7:00 Uhr öffnet. Ihre Antwort, während sie bei der Rezeption saß: „man kommt hier einfach nicht zum Arbeiten, wenn ständig jemand etwas will“). Egal, wir hatten nun endlich Zeit und Ruhe um die Verkühlung loszuwerden.
Das Cascade Verde punktete aber definitiv mit Sauberkeit und einer traumhaften Kulisse. Passierte es doch tatsächlich einmal während des Frühstücks, dass eine ganze Affenbande (in Summe 20-30 Affen) vor uns durch die Bäume sprang und ganz nah zum Hostel kamen.

Habt ihr schon mal live einen Wal gehört?
Nur langsam ging es uns besser, aber uns fiel allmählich die Decke auf den Kopf. Also beschlossen wir, zumindest eine Tour zu machen (irgendwie musste man für alles in Costa Rica zahlen). In der Bucht sollte ein Wal gesichtet worden sein, also wollten wir unser Glück versuchen und buchten eine Whale Watching Tour.
Wir waren nur sechs Teilnehmer, was die Tour unglaublich angenehm machte. Mit dem Speedboot schossen wir über die Wellen. Thunfische sprangen aus dem Wasser, aber von einem Wal war noch nichts zu sehen. Dann hielten wir an und warteten. Der Tourguide meinte nur „gleich“. Und tatsächlich. Neben unserem Boot tauchte der Rücken eines Buckelwals auf. Mit einem tiefen Schnaufer schoss das Wasser aus seinem Atemloch. Keine zehn Sekunden später war er auch schon wieder verschwunden. Vier weitere Boote schlossen sich uns an, und alle fuhren in die vermutete richtige Richtung. Der Wal wurde förmlich von uns gejagt, nur damit wir, die Touristen, das beste Foto machen konnten. Vier weitere Male tauchten der Wal auf, einmal direkt neben unserem Boot.
Während wir auf das Auftauchen warteten, was bis zu 10 Minuten dauerte, konnten wir die Wallaute oben am Boot hören. Es war unglaublich. Ich hielt zusätzlich meine GoPro ins Wasser um diese aufzunehmen. Wahnsinn, sag ich nur!

Lautsprecher aufdrehen, und zuhören.

Puerto Viejo, das Tor zu Panama
Ein letztes Mal sollte es mit dem Bus in den nächsten Ort gehen. 14 Stunden waren wir insgesamt unterwegs, wieder mit Zwischenstopp in San José. Gegen Mitternacht kamen wir in der Partystadt Puerto Viejo an. Obwohl als Mekka für alle partywütigen Backpacker verschrien, gefiel mir dieses kleine Örtchen an der Atlantikküste Costa Ricas am Besten. Nette kleine Cafes und ansprechende Läden reihten sich aneinander. Die Fassaden bunt bemalt.
Das ganze Küstendorf sprühte förmlich vor „pura Vida“. Jeder war gut drauf, freundlich und offen. Am Strand wurde getanzt und gequatscht. Zwischendurch pfeifte der Lifeguard (oder auf Österreichisch: Badewaschl) die Schwimmer zurück aus den Wellen.
Am Abend begann Puerto Viejo dann richtig zu leben. Hängengebliebene Backpacker verkauften handgemachten Schmuck an andere Touristen. Feuerspucker und Akrobaten versuchten ebenfalls sich etwas Geld zu verdienen und zeigten waghalsige Kunststücke. Die Bars warben mit Happy Hour oder anderen Angebote um die Gunst der Passanten.
Das beste Essen bot aber immer noch ein Straßenstand, der gegrillte Fleischspieße und Fladenbrot für wenig Geld anbot.
Von Puerto Viejo nahmen wir den Transfer, wie die meisten anderen auch, nach Panama.

Ein Tipp: Costa Rica ist kein günstiges Land. Erst recht nicht, wenn man in den Touristenorten Essen gehen will. Viele Unterkünfte bieten zwar Frühstück inklusive an, aber selten eine Möglichkeit wie eine Küche um sich selbst Essen zuzubereiten. Dafür gibt es aber in ganz Costa Rica sogenannte Sodas. Das sind kleine Lokale, die Costa Ricanische Hausmannskost für sehr wenig Geld anbieten. Für unter € 10,- bekommt man zwei riesige Portionen (oftmals ein Reisgericht) und zwei große Gläser frischgepresste Fruchtsäfte (unbedingt „ohne Zucker“ dazu sagen, sonst ist mehr Zucker als Frucht drin).

—English version—

PURA VIDA, COSTA RICA

Exit the plane and you are already welcomed by the Costa Rican motto: Pura Vida! It is written above every entrance, on almost every house front or somebody is screaming it directly in your face. They use it on the beginning of a sentence, at the ending, in between or when ever somebody wants to say something. It describes the sense of life of the Costa Ricans, although it is origin from a Mexican movie. The young man in this movie always had bad luck, but lived a happy life anyway because he said to himself „pura vida – that’s life“. The Costa Rican youth in those days used this phrase and over the years it has gone in flesh and blood of the population. Hardly anyone stills know where this phrase came from. But „Pura Vida!“

San José – the ugly duckling
Many travelers use San José as a transit destination. Not many people tourists stay here longer than needed. Not even travel guides attend many pages about San José. But we said, let’s give this city a chance. We joined a free walking tour to see the beautiful sides of Costa Ricas capitol city. Our will was there, but without a right base you can’t convert a ugly duckling into a beautiful swan. Also our hostel showed the bad appeal of the city. Loudly, dirty and not welcoming. A change after Curaçao. Nevertheless we spent three days there, to prepare our life as real backpacker now and to plan our ongoing trip. And we met Laura, a girl from Vorarlberg. In Costa Rica we met more people from Austria or Switzerland, than Germans. Not very usual.

Tarzan and Jane
An old weak bus took us to Monteverde, a village existing basically of tour operators, hostels and restaurants. Nothing else to see. Except the beautiful cloud forest. A jungle covered most time of the year in clouds. A big benefit of Costa Rica is a good living standard in this country, e.g. you can drink the tap water almost all around the country. The disadvantage is the price range, for tours you pay almost as much as in Europe. Especially in Monteverde we had that feeling, it’s not possible to take a single step without paying for it. But anyway we did two steps. We did a jungle night walk and to explore the night live creatures. The second step was a zip-lining tour through the cloud forest. Costa Rica is definitely a country to see wild life, day or night time. During the jungle night walk we saw some interesting insects, a tarantula, a wolf spider, a mommy slot with a baby, and the famous but rare red eye frog. We were not sure if this frog is really that rare to see, because almost everyone we met along our way, saw this frog at least once.

The zip-lining tour was spectacular. We flew in our climbing harness in a sitting position from tree to tree. After a short warm up session, the guides changed our harness so we could lay down. The superman fly was more than 1.5 km long above the cloud forest and the trees. The trees looked like broccoli from above, and because of the fog you could hardly imagine the end of the line. I was afraid that a bird will hit me from the side because it didn’t see me. But nothing happened. The actual Highlight of this tour was the Tarzan swing at the end. It was optional and some people didn’t do it. But for sure, if I had thought to much about it, I probably would not have done that either. The tour guides didn’t give me much time to think about it. A hanging bridge led the way to the drop point. They changed the harness once again, I had to take a sitting position and they let me go. Three seconds of free falling, a shrill scream, then the rope caught and I swung above the trees 30 meters from the ground. Jan did it after me. We walked back to the base camp with weak knees but the blood was full of adrenalin. We booked the zip-lining tour via „100% aventura“, €45,- per person all inclusive (other tour operator charges extra for the Tarzan swing). We had a good feeling with our tour agency, the guides spoke pretty good English and checked our equipment regularly after the rides.

Till the treetop
There is one thing you can do for free in Monteverde. Climbing inside an old Fiskus tree. Sounds boring? Isn’t it. The tree was in walking distance, and when we arrived, several people waited to climb up the tree. The higher you get the tighter the tree became. So only one person could climb up the tree. Over the time, the parasite trees had settled around the tree and allowed the trunk to die inside. The only thing left was a hollow casing, that had to be climbed like a ladder from the inside. From the treetop you have a beautiful view over the cloud forrest.

Bus – Boat – Bus to La Fortuna
A bus along a bumpy road, a boat crossing the lake Laguna El Arenal and a second bus took us to La Fortuna. The next touristic village offering a mass of several tours. We hadn’t the plan to do more tours, that’s why we chose a remote accommodation up the hill. Our plan was to spent the days with short walks or staying in our home for the next three days enjoying the view of the volcano El Arenal. Our accommodation, managed by Jonathan and his mother, was a small wooden hut with a double bed and shared bathroom outside. Jonathan used the phrase „pura vida“ almost too much, especially when Jan asked him something. But he and his mother were super obliging hosts. He never let us miss one wild animal which he saw behind the house. He gave Jan regularly a hard backslapping when he saw another toucan, slot or howler monkey and we had to chase it immediately. The terrace, which was eating area, living area and drying area at the same time, offered a beautiful wide view to El Arenal and actually we never saw more toucans, slots or howler monkeys than as we did at Jonathan’s place. Besides, the howler monkeys were responsible that we woke up every morning at 5.30am.

We prepared breakfast and dinner by ourself, although the kitchen wasn’t really nice to use, because our hosts used it as laundry and their bedroom too. But once ordered an overpriced beer at Jonathan taughth us to refrain paid meals or drinks there. While having dinner we got in touch with a couple from Switzerland, Steffi and Arjith. They had a rental car and offered us to bring us to the town to grab some food while they do a hike to a volcano crater. We skipped our grocery shopping and decided spontaneous to join them on the hike.

Bad idea. It rained a lot the days before and the trail was extremely muddy, additional we had to take big steps because of many tree roots and rocks. Even the park ranger recommended to move the hike to another day, but we didn’t listen. We weren’t sure what made us more wet. The rain from above, the high humidity or the sweat from inside. We wore long clothes because of the mosquitos. Somewhen, after long three hours, we finally arrived at the volcano crater lake – covered totally in fog. But the fog made the surrounding mystical and beautiful. After a short break, we got cold very fast, so we hiked back. To get rid of my wet shirt I wraped my upper body in my towel to walk back with something dry.
We arrived at the accommodation muddy from head to toe and totally tired. In La Fortuna there were no summer temperatures in the evening, and the semi warm outdoor shower could not heat us up again. Jan and I felt asleep in the second we laid down and woke up the next morning with a head cold. Also Arjith had troubles with his leg the evening before and had to take some pain killers. We already did better hikes.

Police escort to the jungle hostel
Started the day with a slight head cold, the bus ride to Uvita gave me the rest to be sick. Uvita is located on the pacific coast in South of Costa Rica, back to summer. But the bus driver thought we were all sweating in the bus and turned the A/C on 14 degrees Celsius. The outside temperature was 31 degrees Celsius. We sat there with long pants, sweatshirts and I used my towel as a blanket. After this bus ride I had a perfect cold. Ten hours later, including a longer break in San José we arrived in Uvita late at evening. We looked for a taxi ride for the three kilometers uphill to our hostel, but there were only unofficial taxis. Travel guides warn against these, that’s why I denied to take one of these. Just in this moment two policemen stopped with there motorbikes in front of the supermarket where we tried to find another taxi. I asked them for official taxis. The were super helpful and tried to call us one, but not a single one was available. So they said we should take an unofficial one, that’s ok. But of course, the taxi driver saw us talking to the policemen and they quickly faded away. There we were, late at the evening, sick and tired, searching for a transportation option. Then four Canadians asked us to help and offered us a lift to our hostel. Thankfully we accept the offer, put our backpacks in the trunk and squeezed ourself 4 people in the backseats. The policemen saw us and asked us if everything is alright. First we thought they will stop us cause we were too many persons in the car, but they just asked if we know the direction. No one knew the right direction so the policemen gave us a sign to follow them. That was the moment when six people were in a car for five people and got escorted by policemen on motorbikes to the hostel. But everyone was sure that we arrived safely.

Cascade Verde, the German regime
Our hostel in Uvita was a bamboo house in the middle of the jungle, open on every side. The rooms were also built with bamboo poles, not visible put little privacy. From the community areas, the dining area and the terrace on the first floor we had a stunning view straight into the green jungle. But this beauty should be deceiving. The mattress in our room was so saggy that you could even see it. Beside that, there was a broken bar pushing hard into my back while sleeping. The mosquito net had so many big holes that it no longer fulfilled its purpose. When we asked for another room the next morning we got the whole hospitality of our hosts. The answer „this is your own feeling, that’s the way it is in hostels.“
WTF…. No, definitely not for that price.
Reluctantly we were allowed to swipe the room, with a more comfy bed and a more effective mosquito net. But it shouldn’t be the last time, that our host gave us a feeling of not being welcomed there. (Note: never ask her a question when she is in the kitchen and not at the reception, or never ask for breakfast at 6:55, when the reception opens at 7:00 – but she is already sitting at the reception. Her answer: „I can not do my work when everybody is asking me something all the time.“). Anyways, we finally had the time and rest to get rid of the head cold.
But the Cascade Verde scored definitively with cleanliness and a gorgeous sceanery. Even once during breakfast, a troop of monkeys (in total 20-30 monkeys) climbed and jumped in front of us in the trees right next to the hostel.

Have you ever listened the sound of a whale live?
Step by step we felt better and we had the feeling to do something and explore the area with a tour (somehow you have to pay for everything in Costa Rica). We heard that a whale was sighted in the bay, and we decided to try our look with a whale watching tour. We were only six participants on a boat for up to 20. The speedboat rushed through the waves, but no whale in sight. The boat stopped and we waited. The tour guide asked us to wait. But for what? And then, next to our boat the back of an humpback whale appeared. With a deep puff the water shot out of its breath hole. Ten seconds later the whale disappeared under the water. Another four boats joined us and drove in the direction in which the whale was suspected. The whale got nearly chased by the boats just that we, the tourists, could take the perfect picture. Four times the whale showed up, once right next to our boat. But the best part of the whole tour was during the waiting time. When the whale dove down it took about ten minutes before it appeared again. This was the time when we just listened. We were able to hear the sound of the whale from the boat, putting our ears on the floor of the boat it was louder. I put my GoPro camera into the water to capture the sound on camera. Unfortunately I could catch the whale swimming underneath our boat, but I caught the sound. And we never heard the sound of a whale live before.

Puerto Viejo, the gate to Panama
The last and longest bus ride was to Puerto Viejo. 14 hours and a stop over in San Josè later we arrived in the small party village on the Atlantic coast at midnight. Although a Mecca for all party people, was this the place I liked the most. Nice small cafes, attractive shops and hipster restaurants and bars with colorful facades form the place picture. The whole village literally sprayed „Pura Vida“. Everyone seemed to be in a good mood, happy and open minded. On the beach the people were dancing and chatting. Sometimes the lifeguard blowed his whistle to hold back the swimmer from the big waves. In the evening, Puerto Viejo start living. Stucked backpackers sold their handmade jewelry to other tourists, fire eater and acrobats tried to earn some money for the feats. The bars offered happy hours or other specials to the guests. But we got the best food from a street stand, grilled meat skewer with flat bread for little money.
From Puerto Viejo we took the transfer, as many other tourists too, to Panama.


Note: Costa Rica is quite expensive. Even when you want to go out to eat in tourist areas. Many accommodations offer breakfast which is included, but no opportunity like a kitchen for self prepared meals. But „Sodas“ are wide spread in Costa Rica. Sodas are small eateries, not really restaurants, mostly run by one or two people. You get there typical Costa Rican food for very little money. For less than € 10,- we got two big portion of a rice dish and two big glasses of fresh made fruit juice (but ask for without sugar, unless you have more sugar than fruits in it).

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