—see English below—

Der Flug von Aruba auf seine Nachbarinsel dauerte kaum 25 Minuten. Es waren nicht mehr als 10 Passagiere an Bord verteilt. Ich hatte einen ganz besonderen Platz: erste Reihe fußfrei, saß aber zu allen anderen Passagieren in Blickrichtung. Wie in einem herkömmlichen Linienbus. Curaçao, Endstation, bitte alle aussteigen. Warum kein Fährtransfer zwischen diesen beiden Inseln verkehrt, ist für uns ein Rätsel. Sie liegen ja nur knapp 80 Kilometer von einander entfernt und gehören beide zur selben niederländischen Krone. Aber gut, immerhin fast ein „Inlandsflug“. Knapp eine Stunde nachdem wir in Aruba in den Flieger gestiegen sind, kamen wir schon in unserem Hostel in Curaçao an. Viel zu früh und natürlich konnten wir noch nicht einchecken. Wir durften aber unsere Rucksäcke einlagern und gingen erstmals frühstücken.

Willemstad, das kleine Amsterdam
Regel Nr. 1: Vertraue nicht blind der Empfehlung vom Hostelpersonal für ein kostengünstiges Frühstückslokal. Es war ausgesprochen gut, aber günstig bei Weitem nicht! Na gut, hier gleich mal in die erste Falle getappt.
Warum Curaçaos Hauptstadt auch „das kleine Amsterdam“ genannt wird, wurde uns sofort klar. Ein Kanal teilt die Stadt, auf der einen Seite die Stadtteile Scharloo, Pietermaii und Punda und auf der anderen Seite Otrabanda (deutsch: die andere Seite – sehr einfallsreich, muss man schon sagen). Punda und Otrabanda werden durch die berühmte schwimmende Pontonbrücke – nur für Fußgänger und Radfahrer – verbunden, die für den Schiffsverkehr mehrmals am Tag geöffnet wird. Muss eine große Fähre durch, kann es auch schon mal passieren, dass die Brücke 45 Minuten geöffnet bleibt. Aber in dieser Zeit fahren Wassertaxis von der einen zur andere Seite. Wir kamen in den Genuss, beides zu erleben. Steht man direkt am Kanal und blickt von Otrobanda nach Punda, erkennt man auch schon die niederländische Verbundenheit. Die bunten Häuser im niederländischen Kolonialstil lassen einem das offene Meer fast vergessen und versetzt einen sofort nach Amsterdam. Auch das Fahrradfahren war hier wesentlich mehr akzeptiert und öfter gesehen, als noch in Aruba. Wir verliebten uns auf Anhieb in dieses Städtchen und diese Insel.

Hostel mit gewissen Vorzügen
Wir hatten die Zeit gut überbrückt und konnten endlich in unser Hostel einchecken. 16er Schlafsaal, voll ausgebucht. Vorbei war die Zweisamkeit. An dieser Stelle muss ich kurz mal über unser Hostel reden. Wir haben nun schon reichlich Erfahrung sammeln können, bei Nächtigungen in jeglichen Arten von Unterkunft. Besondere wollen wir deswegen auch besonders hervorheben (Bla bla…Achtung: *Werbung). Das Bed&Bike* Hostel lag im Stadtteil Pietermaii, und wie der Name des Hostels es schon verrät, kann man sich hier Fahrräder (kostenlos als Hostelgast) ausleihen. Zusätzlich bot es auch noch Schnorchelequipment für 15$ pro Woche, oder ein Auto für 36$ pro Tag an. Touren konnte man ebenfalls direkt an der Rezeption buchen, falls man das möchte. Alles also unter einem Dach und zu vernünftigen Preisen. Die Zimmer waren, trotz der hohen Personenanzahl sauber und jeder Gast hatte seine eigene Kabine als Bett, mit extra verschließbaren Kästchen darunter. Diese „Kästchen“ waren so groß, dass in eines unsere beiden großen Rucksäcke reinpassten. Eine Ablagefläche direkt neben dem Bett, mit Stromanschluss boten Hostel-Luxus und ein(e) Rollo brachte die notwendige Privatsphäre. Hätten manche Gäste das Zimmer nicht regelmäßig in eine Eiskammer verwandelt oder um 5:00 Uhr morgens das große Licht eingeschalten, wäre es nahezu perfekt gewesen. Rückblickend betrachtet, war es eines der besten Hostels das wir je hatten.

Während Jan Schlaf nachholte, ging ich zum nächsten „Supermarkt“. Es war wiedermal ein Laden, der super unscheibar wirkte, total klein und dunkel, aber einfach alles hat was man benötigt. Im Hostel gab es zwar eine Küche, aber aus feuertechnischen Gründen keinen Herd. Das Abendessen bestand daher oft aus selbstgemachten Thunfischaufstrich, Brot und frischem Gemüse vom „schimmenden Markt“. Aber bei den Avocados will man sowieso nichts anderes mehr essen! Ok, vielleicht schon, von diesem super leckeren Grillimbiss, dass sich in der Stadt an einer Ecke versteckt und zu dem fast nur Einheimische gehen. Das haben wir am nächsten Tag entdeckt, als wir die Hauptstadt noch ausführlicher mit den Fahrrädern erkundeten. Eine „kleine“ Portion kostete 4$, und diese reichte bei Weitem, um satt zu werden. Noch heute schmecke ich den rauchig würzigen Geschmack des Grillhuhns auf meiner Zunge.

Liebe geht durch den Magen 😉
Über grüne Bananen – sie wollten zwei unserer gelben haben – kamen wir beim Frühstück mit Leila und Rob ins Gespräch. Ein deutsch-australisches Paar, dass ihre 4 monatige Reise gerade gestartet hat. Irgendwie beruhte die Sympathie auf Gegenseitigkeit (oder weil wir reife Bananen hatten), dass wir am Nachmittag gleich einen gemeinsamen Ausflug starteten. Ich muss der Fairness halber sagen, dass die beiden sich bereits mit Robbie (einem weiteren deutschen Touristen – ihr seid’s auch einfach überall!) angefreundet haben, und dieser sich für einen Tag das Hostel-Auto ausgeliehen hatte, um die Insel zu erkunden. Wir hängten uns einfach dran. Dass darauf die „Curaçao-Gang“ entstehen sollte, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Zu fünft, mit Rucksäcken und Schnorchelzeug zwängten wir uns in den winzigen koreanischen grünen Flitzer und fuhren los.

Curaçao ist einfach cooler
Wenn man auf Instagram nach bestimmten Orten sucht, gibt es einfach immer etwas ganz Typisches, was diesen Ort aus macht und warum jeder dort hin will. Aruba hat seine Flamingos, Bahamas seine Schweine, die Malediven seine Schaukeln. Und was hat Curaçao? Das alles zusammen, plus Schildkröten und das ganze in einem so entspannten Umfeld.
Curaçao hat, anders als Aruba, nicht einen Sandstrand der durchgängig an der Küste entlang läuft. Es gibt hier viele kleine Buchten, die zum Schwimmen einladen, die aber oftmals auch kostenpflichtig (2,5$ – 5$) sind, um die Besucherzahlen in Grenzen halten. Wir waren am Weg zu einer Bucht, die beim ersten Anblick nach nicht viel aussah. Wenig Platz, viele Autos und Besucher auf zu kleinem Raum, der Sand grob und steinig. ABER! Wir waren aus einem ganz anderen Grund hier. Schnorchelzeug angelegt, und los ging es ins Wasser. Keine drei Minuten hat es gedauert, deutete Rob schon in eine Richtung. Langsam schob sich eine Meeresschildkröte an uns vorbei. Gleich daneben noch eine. Und unter uns war eine Weitere.
Fischer zerlegten hier um die Mittagszeit ihren Fang und schmissen die Reste ins Meer, das lockt Meeresschildkröten an. Wir waren gerade zur besten Zeit gekommen. Leider natürlich mit uns auch ein paar andere. Aber wenn man auf die andere Seite des Bootes und Steges schwimmt, halten sich die Schnorcheltrupps in Grenzen. Die Schildkröten schwammen ganz entspannt an uns vorbei und schnappten sich die Fischreste. Sie waren teilweise so nah, dass man aufpassen musste, sie nicht unabsichtlich mit den Flossen zu berühren. Denn auch wenn ein paar Personen das nicht verstanden haben, aber BERÜHREN VERBOTEN! Ich war noch nie in meinem Leben mit Schildkröten geschwommen und dann waren da gleich 10-15 gleichzeitig. Es war atemberaubend.

Flamingos und ein Schwein
Die Schildkröten sollten an diesem Tag aber noch nicht das einzige Highlight bleiben. Wir hatten von einem Sumpf gelesen, an dem sich angeblich manchmal ein paar Flamingos verirren sollten. Robbie wusste wo es ist, weil er am Tag zuvor schon dort gewesen war. Wir erwarteten nur ein paar Flamingos, aber es waren Hunderte. Der ganze Sumpf war voll von den pinken Vögeln – wie gezeichnet! Und man musste keine blöden 110$ dafür ausgeben um irgendwelche angezüchteten Tiere zu sehen. Diese waren wild und stapften genüsslich durch das seichte Wasser auf der Suche nach Plankton. Wir fühlten uns wie kleine Kinder vor dem Weihnachtsbaum.
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in einer weiteren Bucht, diesmal mit schönem weißen Sandstrand. Jan hatte den kleinen Wasserball mit, den wir auf Aruba gekauft hatten, was dazu führte, das ein reger Wettstreit unter uns fünf ausbrach, wer besser mit seiner „falschen“ Hand werfen konnte. Ich glaub Jan und Rob haben gewonnen. Mit Pommes und Sprite ließen wir den Nachmittag ausklingen. Und siehe da, am Weg zurück zum Auto flitzte ein kleines Strandschwein an uns vorbei.

Wir haben Kokomo gefunden
Ich glaube das wird mein ganz besonderes persönliches Highlight der ganzen Reise sein: wir haben Kokomo gefunden. Wer jetzt nicht weiß, wovon ich rede, kann entweder nochmal auf Jans Artikel über Aruba schwenken, oder sich hier kurz das entsprechende Lied der Beach Boys anhören.
Eine Erklärung: ich bin ein ziemlich großer Fan der Beach Boys, und in ihrem Lied besingen sie ihr persönliches Paradies „Kokomo“, das irgendwo hinter den Florida Keys in der Karibik liegen soll. Seit ich dieses Lied zum ersten Mal gehört habe, war ich fest dazu entschlossen, irgendwann mal diesen Ort zu bereisen. Heute weiß ich natürlich, dass es sich um einen fiktiven Ort handelt und jeder sein eigenes Paradies finden soll. Aber trotzdem hatte ich es mir in den Kopf gesetzt. Und Google sei Dank, kann man ja heutzutage nun fast alles herausfinden. Zu Kokomo spuckte es ein paar Orte aus, die eventuell in diesem Lied besungen werden könnten. Einer davon war ein Strand auf Curaçao – ich war so aufgeregt, ihr könnt es gar nicht glauben. (Ja, ich weiß – aber ihr habt ganz sicher euer eigenes „Kokomo“ für das euch andere verrückt halten.)
Diesmal haben Jan und ich uns das Auto ausgeliehen, wir wieder zu fünft rein gequetscht und los ging’s. Eine holprige Straße und dann sah man schon das Schild – KOKOMO. Hier musste man keinen Eintritt zahlen, dafür fanden wir auch nur am letzen Ende einen Platz für unsere Handtücher. Egal. Wir waren hier. Ich gebe zu, ich hatte es mir etwas perfekter vorgestellt. Das Wasser war zum Schnorcheln wenig spannend. Eine Liege reihte sich an die nächste. Der Sand darunter dafür aber strahlend weiss. Das Meer davor türkis blau. Ein Steg führte ins Meer hinaus. Und ganz Instagram gerecht, gab es im Wasser eine Schaukel. Dort hoch zu kommen war aber eine Kunst. Das Holz und die Seile so glitschig, das es fast unmöglich war. Jeder der das schaffte, durfte allein aus diesem Grund schon ein Foto schießen. Weil wir es trotz Abkühlung im Meer in der Sonne nicht ewig aushielten (Schatten war leider nicht wirklich vorhanden), verzogen wir uns irgendwann in die Strandbar. Sie spielten kein einziges Lied der Beach Boys – Schade. Dafür hatten sie sehr gute und erfrischende selbstgemachte Limonaden und wir summten sowieso schon den ganzen Tag das Lied.

Happy New Year
Auf Curaçao wird etwas anders Silvester gefeiert als bei uns. Während bei uns das Schießen von Raketen und Krachern immer mehr verboten wird, hält man an der Tradition in Curaçao fest, durch Knaller böse Geister vom alten Jahr zu vertreiben. Das bekommt man schon Tage vor Silvester zu hören. Nach den Weihnachtsfeiertagen wird mit dem Geistervertreiben angefangen. Jeden Tag ein anderer Stadtteil. Am 30. Dezember war der unseres Hostels dran. Unser Hostel veranstaltete zu diesem Anlass ein kleines Straßenfest mit DJ, BBQ und Bar. Aber das eigentliche Highlight war die 500 Meter lange Kracher-Schlange, die auf die Mitte der Straßen gelegt und gezündet wurde. Das Ganze war so extrem laut, dass wir unsere Ohren zu halten mussten – was schwierig war, weil wir ja auch gleichzeitig fotografieren wollten. Aber es ging nicht anders. Die Funken und Knallreste schossen uns um die Ohren, und wir suchten hintereinander Schutz. Sowas hatten wir noch nie erlebt. Knaller die mitten in einer Menschenmenge, ohne entsprechende Vorsichtsmaßnahmen oder Brandschutzvorkehrungen gezündet werden – und alle jubeln, freuen sich und fallen sich anschließend um den Hals, den Tinnitus in den Ohren ignorierend.

Den letzten Tag des Jahres verbrachten wir mit Leila und Rob wieder an einem Strand, dem Mambo Beach. Dieser war sehr beliebt bei den Kreuzfahrtgästen, wie sich schnell herausstellte. Aber auf dem Weg dorthin, hielten wir mit unseren Rädern noch bei einem alten Flugzeug Wrack, das neben der Straße lag. Gespenstisch und von hunderten Wespen beschlagnahmt. Mit Mojito und frischer Kokosnuss, die Jan mit einem einzigen Sprung von der Palme zupfte, stießen wir am Mambo Beach auf den letzten Tag des Jahres an.
Den Jahreswechsel wollten wir, die Curaçao-Gang (die mittlerweile um Rike erweitert wurde) in der Stadt verbringen. Uns wurde gesagt, wir sollten vor 22 Uhr auf der anderen Seite der Brücke sein, danach ist es zu voll um hinzukommen. Davor wollten wir Essen gehen. Weil wir keinen Tisch reserviert hatten, waren wir darauf eingestellt, mehrere abklappern zu müssen. Am Weg in die Stadt kamen wir schon bei einigen Straßenständen, Bühnen und Feierwütigen vorbei. Dann kam die große Enttäuschung. Alle Restaurants hatten geschlossen! Wir fanden genau Zwei, die geöffnet hatten. Das eine komplett überfüllt, das andere komplett überteuert (ungefähr 20$ – 30$ für eine nicht gut aussehende Pizza). Also machten wir es wie die Einheimischen. Wir suchten uns einen Platz auf der anderen Seite der Brücke und holten uns bei einem der Snackstände unser Abendessen. Was aber dazu führte, dass jeder irgendwann aß. Getränke und Bier holten wir noch im geöffneten Laden um die Ecke. So verteidigten wir unseren perfekten Platz mit Blick auf die Brücke, das Meer und das anschließende Feuerwerk. Innerhalb kürzester Zeit war der Platz bumvoll und eine Live-Band spielte unglaublich schrille und furchtbare Musik.
5-4-3-2-1-BUM! Happy 2019! Um Mitternacht schossen die Raketen in die Luft und über der Brücke entzündete sich ein Feuerwerk. Wir fielen uns in die Arme und wünschten uns gegenseitig ein schönes neues Jahr. Es war nun genau ein Jahr her, dass Jan und ich uns kannten. Wer hätte damals gedacht, dass wir Silvester 2018/2019 gemeinsam auf Curaçao verbringen werden…

Hells Angels von Curaçao
Den ersten Tag des neuen Jahres nutzten wir mal wieder für Recherche. Die Tage auf Curaçao neigten sich dem Ende zu und wir mussten eine Entscheidung treffen, wohin wir als nächstes reisen wollen. Am Abend starteten wir fünf dann einen neuen Versuch, in einem schmucken Restaurant Essen zu gehen. Es hatten immer noch die meisten Restaurants geschlossen. In der Waterfrontstraat wurden wir aber fündig, und nahmen Platz bei einem etwas überteuerten Italiener. Die Bedienung war mittelmäßig, das Essen gut. Aber der Sonnenuntergang traumhaft. Ein romantischer Abend zu fünft, um das neue Jahr zu beginnen.
Den letzten gemeinsamen Tag machten die Hells Angels of Curaçao nochmal einen Fahrradausflug in eine weitere Bucht – der Piratenbucht. Hört sich nun spektakulärer an, als sie war. Es war wieder ein weiterer Strand mit vielen Liegen und wenig Fläche. Das dazugehörige Restaurant zierte ein Pirat am Eingang. Von Blackbeard oder Hook aber weit und breit nichts zu sehen. Dafür war es zum Schnorcheln wieder sehr spannend. Eine Tonne oder alter Motor im Wasser wurde mit der Zeit von der Natur zurück erobert, und es hatte sich darauf ein wunderschönes kleines Riff gebildet. Wenn man ein Stückchen weiter schnorchelte, kam man zu einem tiefen Abgrund. Ich tauchte runter zur Kante, aber es war ziemlich unheimlich. Könnte daraus ja gleich eine Riesenkracke auftauchen. Anscheinend trauten sich nicht mal die Taucher runter, denn die schwammen direkt über mir an der Wasseroberfläche.

Nun war es Zeit Abschied zu nehmen. Wir reisten fast alle am selben Tag ab. Der Flieger von Jan und mir ging jedoch als erstes, ganz zeitig in der Früh. Wir verabschiedeten uns von Leila, Rob, Robin und Rike am Abend zuvor bei ein paar Flaschen Bier im Hostel. Rike hatte noch einige Tage auf Curaçao, Robin reiste zurück nach Deutschland, für Rob und Leila ging es weiter nach Kolumbien und wir, wir stiegen in den Flieger nach San Josè, Costa Rica

Mehr Bilder wie immer in unserer Gallerie 🙂

—English version—

Curaçao and Happy New Year

The flight from Aruba to its neighbor island didn’t take more than 25 minutes. Not more than ten passangers were on board. But I had a special seat: first row with foot space, but backwards. I sat with view to the other passengers, like in a common public bus. Curaçao, last stop. Why they don’t offer a boat transfer between these two island is a mystery. They are just 80 kilometers apart from each other and both belong to the Dutch kingdom. Anyway almost a „domestic“ flight. About an hour later, since we entered the plane in Aruba, we arrived at our hostel in Curaçao. Quite too early, of course it wasn’t possible to check in yet. But we stored our luggage there and tried to grab some breakfast.

Willemstad, the little Amsterdam
Rule no. 1: Don’t trust blindly the hostel receptionists when they recommend breakfast bar with reasonable price. It was super delicious, but really expensive. Trapped in the first tourist trap!
Why they call Curaçaos capitol city „little Amsterdam“ we found out immediately. A canal separates the city in four districts: on one side Scharloo, Pietermaii and Punda and on the other side Otrabanda (which means: the other side – super inventive). Punda and Otrabanda are connected by the famous floating Ponton bridge – only for pedestrians and cyclist. They open the bridge several times a day, that the ships can pass. In the case a big cruise ship has to pass they keep the bridge open for about 30 minutes. But then you can go by water taxi from one side to the other. We had the pleasure to explore both ways of crossing the canal. We looked from Otrabanda to Punda and we recognized the connection to the Netherlands. All of the colorful houses were built in the dutch colonial-style, and we almost forgot the open sea next to us and felt like being in Amsterdam right now. Even riding a bicycle is much more common and accepted, than in Aruba. We felt in love right away with this city and the island.

Hostel, with special amenities
We killed enough time and went back to the hostel to finally check in. 16 bed dorm, fully booked. The togetherness was over. At this point I would like to talk about the hostel. We already made quite some experiences on our world trip with any kind of accommodations. But special ones need special attention (I know: Advert…) The Bed&Bike hostel is located in Pietermaii, and as the name of the hostel reveals, it is possible to rent a bike (for hostel guests for free). In addition you can rent snorkel equipment for 15$ per week or a car for 36$ per day. And it’s possible to book several tours right at the reception in case of interest. The rooms were, despite the large amount of guests, quite clean und every guest has his own little cabin with an extra little cupboard underneath. The little cupboard wasn’t that „little“. Both of our big backpacks fitted in one of them together. A shelf with electrical connection made the extra hostel luxury and a curtain gives the essential privacy. Almost perfection, if some guest would not have turned the dorm into an ice chamber or would not have turned on the big light at 5am in the morning. Anyway it was one of the best hostel we’ve stayed so far.

While Jan catched up some sleep, I went grocery shopping at the next „supermarket“. Once again an inconspicuous, tiny and dark store, but it offered everything what you need. We did have a kitchen in the hostel, but because of fire regulations no stove. Therefore our dinner consisted mostly of self-made tuna spread, bread and raw fresh vegetables from the floating market. But if you ever had one of those avocados, you would never eat something else. But, maybe this super delicious grilled chicken from the BBQ stand in the city, hidden at a small corner. Many locals and less tourists, always our favorites spots. A small portion of grill chicken with three side dishes for only 4$ and is was definitely enough to get full. I can still taste the smokey spicey BBQ chicken on my tongue.

The way through your heart goes through your stomach 😉
Via green bananas – they want two of our yellow ones – we got in contact with Leila and Rob at the breakfast. A German-Australian couple, which started their 4-month trip right in Curaçao. Somehow the sympathy was based on reciprocity (or maybe we had ripe bananas), that we decided to go on a day trip together. To be fair, I have to say, that they already had fixed plans with Robbie (another German tourist), who rented a car to explore the island. We just jumped on. This was the beginning of the „Curaçao gang“, which we didn’t noticed yet. Five people, backpacks and snorkel equipment squeezed into a tiny Korean car and the adventure began.

Curaçao is much cooler
If you search on Instagram for specific places, there will be always one thing which is typical for this place and everyone wants to go there to see this. Aruba has it’s flamingos, Bahamas has it’s pigs, the Maldives it’s swings. And what about Curaçao? It has all these things together, plus turtles in a super relaxed environment. Curaçao has, a bit different to Aruba, not one continuous beach along the coast. It has several small bays, but sometimes with entrance fee (2,5$ – 5$) to control the amount of guests. The bay, we came to, wasn’t impressive at all. Rarely space, many cars and visitors, the sand rough and stony. BUT! There was another reason we went there. We put on our snorkel gear and jumped into the water. Not even three minutes later, Rob pointed in one direction. A turtle moved slowly past us. And another one. There was a third one right beneath us. Fishermen parted their catch of the day and throw the fish waste back into the sea. A feast for the turtles. We were there at the best time of the day. Of course several other tourists as well. But when we swam to the other side of the boat we were almost alone. The turtles swam super relaxed next to us grabbing the fish piece. Sometime there came so close, that we had to be careful not to touch them with our fins. Some people still don’t understand it, but DON’T TOUCH IT! I never swam with sea turtles before in my life, and then there were 10-15 at the same time. It was breathtaking.

Flamingos and a pig
The sea turtles weren’t the only highlight that day. We heard about a swamp with flamingos. Robbie knew thi place already, because he has been there the day before. We expected a few flamingos, but there were hundreds. The swamp was full with these pink birds – like a painting. We hadn’t pay stupid 110$ for it to see this beautiful creatures. This one were wild and trudged through the flat water looking for plankton. We felt like kids infront of the Christmas tree. We spent the rest of the afternoon in another bay, this time with beautiful white sand. Jan got a small green water ball, which we bought in Aruba and challenged us to throw with the „wrong“ hand. I guess Jan and Rob won. We ended the day with fries and sprite. And on our way back to the car a small beach pig crossed our way.

We found Kokomo
I think this will be my personal highlight of the whole trip: we found Kokomo! Everybody who is now wondering what I’m talking about, can switch back to Jan’s article about Aruba or listen to the song of the Beach Boys.
A short explanation: I’m a huge fan of the Beach Boys. In their song, they sing about their personal paradise „Kokomo“, somewhere off the Florida Keys in the Caribbean. Since I heard this song the very first time, I was intent on finding this place. Today I know they are singing about an imaginary place and everybody has to find his/hers own kind of „Kokomo“. But I put it in my head. Thanks to Google, you can find today everything. It offered a few places and one of them was a beach in Curaçao. I was super excited. (Yes, I know. But I’m sure you do have your own „Kokomo“ why everybody is thinking you are crazy.)
That day Jan and I rented the car. Five people were ready to find „Kokomo“. On the end of a gravel road, there was the sign KOKOMO. We hadn’t to pay entrance fee, but maybe that’s why we found only a space for our towels at the very end of the beach. Who care’s? We were finally here. I admit, it could have been be more perfect. The underwater landscape wasn’t really impressive. A beach bed stood next to the other. But the sand underneath bright white. The ocean in front of us turquoise. Instagram-like, there was a swing in the water. To get up there was another challenge, because of the slippery wood and rope. Everyone who made it to got up the swing, had the permission to take a photo just because of that. Because of the hot sun and no shadow, we went to the beach bar later. They didn’t play one single song of the Beach Boys. At least they had delicious and refreshing home made lemonades and we warbled the song the whole day anyway.

Happy New Year
The people from Curaçao celebrate New Year’s Eve in a bit different way, than we do. While in Europe the fireworks are more and more prohibited, they keep on the tradition of exile old bad ghosts in Curaçao. We got to hear it days before New Year’s Eve. After the Christmas holidays they start with the expulsion. Everyday another district. On December 30th it was the district of our hostel and they celebrated it with a Live DJ, BBQ and open air bar. The highlight of the party was the 500 meter row of firecrackers winding through the streets. It was so terrible loud that we covered our ears – which was difficult while taking pictures. The sparks and pieces of the firecrackers flew around our heads, and we tried to hide behind each other. We never experienced something like this before. Exploding firecrackers in the middle of a crowd, without appropriate fire protection – and everybody is yelling, happy and hugging each other, while ignoring the tinnitus in the ears.

The last day of 2018 we spent with Leila and Rob at Mambo Beach, quite popular for cruise ship tourists. On the way to the beach we stopped at an old plane wreck. Spooky and full of wasps’ nests. With mojito and fresh coconut, which Jan picked from a palm tree with a single jump, we cheered at Mambo Beach to the last day of the year.
We wanted to celebrate the turn of the year with the Curaçao gang (which was now extended by Rike, another German tourist) in the city. We have been told to be on the other side of the bridge until 10pm, after that it will be too crowded to get there. Before that, we wanted to have dinner in a fancy restaurant. We expected to check out several restaurants, because we didn’t have a reservation. We passed a few party people, stages and some snack kiosks while walking into the city. And then came the big disappointment. All restaurants were closed! Only two were open, but one was was full and the other one too expensive (approx. 20$ – 30$ for a not good looking pizza). So we did it like the locals. We found a good place at the waterfront next to the bridge, grabbed some food at the snack stands and bought drinks and beer in the grocery store next corner. Now we waited. In a short time the place was overcrowded and a live band played shrill and dreadful music.
5-4-3-2-1-BUM! Happy 2019! The fireworks exploded over the bridge and over our heads at midnight. We fell into each other’s arms and wished each other a happy New Year. Now it’s been exactly one year ago, when Jan and I met for the very first time. Who would have thought at this time, that we celebrate New Year 2019 together in Curaçao.

Hells Angels of Curaçao
Jan and I spent the first day of the year figuring out where we want to go next. The days in Curaçao would be over soon, and we had to make a decision about our next destination. At the evening, we did a second try to find a fancy restaurant. Still most of the restaurants were closed. But in the Waterfrontstraat we found a bit too expensive Italian restaurant, which had a table for five people. The service was bad, the food was good, but the sunset was gorgeous. A romantic dinner for five to start the new year.
On our last day together, the hells angels of Curaçao made a bike trip to another bay – the Pirate Bay. Sounds more spectacular than it was. Another beach with a lot of beach beds and less space. A pirate doll welcomed us at the entrance of the restaurant. No Blackbeard or Hook, in return a nice spot for snorkeling. A barrel or an old engine underneath the water was taken back by Mother Nature, a beautiful little reef was built up there and was the home of colorful fishes. A little further away, there was a deep dark abyss. I dived down to the edge, but it was too scary. It could suddenly spit a giant octopus. Apparently not even the divers dared to go down there, because they were swimming right above me.

Now it was time to say goodbye. We left all at the same day, but Jan and mine flight was the earliest one. We had a few goodbye beers the evening before in our hostel. Rike had a few days left on Curaçao, Robin went back to Germany, Leila and Rob headed on to Colombia and we… we took our flight to San José, Costa Rica.

more pics in our gallery 🙂



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