— see English below —
Für unseren Roadtrip durch die USA stand für uns gleich von Anfang an fest, dass wir Las Vegas auf keinen Fall versäumen wollten. Die glitzernde, künstliche Spielerwelt inmitten der Wüste muss man einmal gesehen haben.
Nach einer Nacht auf einem ehemaligen Camping-Park ganz in der Nähe vom Death Valley Nationalpark, ging es gleich morgens nach Vegas. Aufgrund der miserablen Parkplatzsituation innerhalb der Stadt, hatten wir uns für den Besuch ein Hotel ganz in der Nähe des Strips gebucht. Wir wollten zeitig dort sein, um möglichst viel von Las Vegas und vom Hotel mitzunehmen. Kleiner Tipp: Bucht euch ein Hotel für Las Vegas unter der Woche, dann kostet es nur einen Bruchteil dessen, was es am Wochenende kostet. Kathrin wusste dies und daher hatten wir unsere Route so gelegt, dass wir an einem Dienstag in Vegas ankamen.

Es ging also abermals über ewig lange, gerade gezogene Straßen inmitten der Mojave Wüste. Auf den 160 Kilometer dorthin kamen wir nur durch eine einzige Stadt, Pahrump. Wobei sie für uns weniger wie eine Stadt wirkte, so trostlos und ausgestorben wie sie war. Für uns war sie nichts weiter als ein Tankstellenstop, aber dafür der Günstigste während unseres gesamten Roadtrips. Zweiter kleiner Tipp: Wenn ihr in der Gegend von Kalifornien bzw. Nevada unterwegs seid, dann plant eure Tankstopps für Nevada ein, dort ist das Benzin deutlich günstiger als in Kalifornien.
Las Vegas begrüßte uns dann erstmal mit einem ordentlichen Stau. „Zeitig ankommen“ konnten wir daher streichen. Das Hotel hingegen begrüßte uns wiederum mit einer kostenlosen 1-Gallone-Flasche gefüllt mit Bier aus der hauseigenen Brauerei.

Kulturschock in Las Vegas
Gleich am ersten Abend ging es für uns dann zum Strip. Die bunte, strahlende und laute Welt von Las Vegas knallte uns förmlich ins Gesicht. Der Sprung von trauter Zweisamkeit war auch ein enorm großer. Es gibt die bekannten Casinos wie das Bellagio, The Mirage, Ceasars Palace, Flamingo usw., dazwischen drängen sich Restaurants, Bars, Imbissbuden, Souvenierläden und Ticketschalter. Musik aus allen Richtungen die sich gegenseitig versucht zu übertönen, um die Aufmerksamkeit der vorbei ziehenden Menschenmassen auf sich zu ziehen. Ebenso wie die zu knapp bekleideten Promotiongirls und die viel zu grellen Werbetafeln. Aufgescheucht und völlig überfordert, ließen wir uns von den Menschenmassen treiben und ließen den Trubel auf uns wirken. Ihr könnt euch vorstellen, nach so vielen Wochen einsam in der Natur war es für uns wie ein Kulturschock. Nach gut anderthalb Stunden holten wir uns zwei Burgermenüs beim berühmten In-N-Out Burger und eilten damit zurück ins Hotel, wir waren völlig erledigt. Den Abend ließen wir dann in etwa so ausklingen: in Unterwäsche und mit Burger und Pommes auf dem Bett und irgendeinen Film im Fernsehen. Für uns der Jackpot des Tages!

Künstliches Vegas
Am nächsten Tag probierten wir uns im Zocken an den Spielautomaten im Casino unseres Hotels. Bilanz: Ein Wahnsinnsverlust von 2 Dollar, dafür gab’s anschließend vergünstigtes Abendessen. Dritter Tipp (aber nur für diejenigen, die NICHT der Spielsucht erlegen sind): Die Hotels in Las Vegas bieten meist irgendwelche Angebote, wenn man sich in deren Casino eine Spielerkarte besorgt. So kamen wir an unser sehr günstiges und doch gutes Steak.
Nach dem Abendessen starteten wir einen erneuten Versuch und wagten uns auf den Strip. Allmählich gewöhnten wir uns an dieses schrille Paralleluniversum. Wir beobachteten die Wasserspiele vor dem Bellagio, machten einen Spaziergang über den Markusplatz und entlang der künstlich angelegten Kanäle im „The Venetian“. Der riesige, blau gestrichene Himmel verspricht strahlendes Wetter das ganze Jahr über und in den Kanälen lassen sich frischgetraute Pärchen in venedischen Gondeln schippern. Das alles in einem Hotelkomplex drin – beeindruckend und erschreckend zugleich. Auf dem Rückweg gönnten wir uns noch überteuerte, aber superleckere Cupcakes und ein paar Süßigkeiten.

Am dritten Tag hieß es dann Auschecken aus dem Hotel. Im Gepäck hatten wir Original Spielkarten vom Flamingo Casino als Souvenir und viel zu viele Eindrücke. Bevor wir Las Vegas verließen, mussten wir natürlich noch den obligatorischen Fotostop am „Welcome to Fabulous Las Vegas“ Schild einlegen. Es war ganz leicht zu finden – ein Stau vor dem dazugehörigen Parkplatz und die Schlange vor dem perfekten Fotospot wiesen uns den Weg. Darauf hatten wir definitv keine Lust, also machten wir das ganze auf unsere Art: Kathrin sprang schnell raus, machte ein Foto über die Köpfe der Marilyn Monroes und Elvis Presleys hinweg, während ich langsam am Parkplatz eine Runde drehte und sie wieder reinspringen konnte. Viva Las Vegas!

— English Version —
For our roadtrip in the U.S. it was clear right from the beginning that we want to go to Las Vegas. This shiny, artifical gamers-world in the middle of the desert – you have to see this once.
After spending the night in a former RV-park nearby of the Death Valley Nationalpark, we went to Las Vegas right in the morning. Cause of the bad parking situation in the city, we have booked a Hotel in close distance to the strip. We wanted to arrive early, in order to enjoy Las Vegas and the hotel as much as possible. Little hint: Book a hotel for Las Vegas during the week. That is much cheaper than at the weekend. Kathrin was aware of this fact and that’s why we planned our route this way, that we arrived on a Tuesday.

So we drove again on endless straight highways in the middle of the Mojave desert. On our 160 km drive we passed only one city, Pahrump. Though it looked for us breary – so it was only a gas station stop, but the cheapest one during our whole roadtrip. Second little hint: If you are traveling along California and Nevada, plan to fuel up in Nevada. There, gas is much cheaper than in California.
Las Vegas welcomed us with a nice traffic jam. So, we could forget about „arriving early“ as planned before. But on the other side, our hotel was welcoming us with a 1-Gallon-bottle filled with beer from the in-house brewery.

Culture Shock in Las Vegas
Right on the first evening we went to the strip. The coloful, shiny and loud world of Las Vegas was hitting us litterally in our face. The difference from lonesome togetherness was somehow very big. There are the well-known casinos like the Bellagio, The Mirage, Ceasars Palace, Flamingo and so on. In between restaurants, bars, sack stands, souvenier shops and ticket kiosks are lined up. Music from each and every corner tried to drown the other one, to attract the attention of the strolling crowds. Same with the too lightly dressed promotion girls and the oversized, dazzling billboards. Roused and overwhelmed, we were strolling in the hurly-burly and inhaling all the impressions. You can imagine, after spending so many weeks lonesome in the nature, this was a kind of culture shock for us. After about one and a half hour, we picked up two burger menus from the famous In-N-Out Burger and went back to the hotel – we were exhausted. We let the evening end like this: in underwear, eating burger and fries on the bed and watching any movie on the TV. This was our jackpot of the day.

Artificial Vegas
On the next day we tried ourselfs in gambling at the slot machines in the casino of our hotel. Result: A enormous loss of 2 Dollar, but for that we had a discounted dinner. Third little hint (but only for those who do NOT have gambling addiction): The hotels in Las Vegas have usual several special offers, once you get a players card in their casinos. Thats how we got our very cheap, but still good steak.
After the dinner we started another try and went again to the strip. Step by step we got used to this garish parallel universum. We watched the fountain show in front of the Bellagio, took a walk on the St. Mark’s square and along the artificially created canals in „The Venetian“. The huge blue painted sky promises bright weather all the year round and on the canals newly weds couples get a ride on venetian gondolas. All this is whithin a huge hotel building. Impressive and disturbing at the same time. On our way back we took some overpriced, but super delicious cupcakes and some candy.

On the third day we had to check out. We have taken with us a deck of original players card of the Flamingo Casino as a souvenier as well as way too many impressions. Before we left Las Vegas, for sure we had to make the obligatory photo stop at the „Welcome to Fabulous Las Vegas“ sign. It was easy to find – the traffic jam right before the parking and the waiting line to the perfect foto spot were leading us the way. We didn’t felt like that, so we did it our way: Kathrin jumped out of the car, took a picture over the heads of all Marilyn Monroes and Elvis Presleys while I was criusing slowly on the parking lot until she jumped back in the van. Viva Las Vegas!

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