— see English below —

Bevor ich euch von unserem unglaublichen Road Trip durch die USA erzähle, würde ich gerne etwas mit euch testen. Ich denke es funktioniert unabhängig davon ob man dieses Land tatsächlich schon mal besucht hat oder nicht. Denkt nun bitte an die USA. Egal an was. Ich sage einfach nur das Schlagwort „USA“ und ihr habt ein Bild im Kopf.
Ich vermute es ist sowas wie die Skyline von New York, die Freiheitsstatue, die Golde Gate Bridge, der Grand Canyon, das Hollywood Zeichen, das strahlende Las Vegas, Route 66, ein Cocktail am Strand von Venice Beach oder Trump?
Ausgetrocknete Salzseen, Hot Springs und sich windende Bergstraßen waren es vermutlich nicht… Bei uns bis vor 2 Monaten definitiv auch nicht. In den nächsten Artikeln zeigen wir euch was wir meinen.

Aber alles der Reihe nach.

Gestrandet in Seattle
Bevor wir unsere Reise mit der Big Bertha antraten, wussten wir, wir wollten unbedingt die Natur von Kanada erleben. Bezüglich USA waren wir eher auf „Städtetrip“ eingestellt. Nachdem wir nun endlich die Grenze zur USA überqueren konnten, war unser erste Ziel Seattle. Das wir dort dann 5 Tage festhängen sollten, hätten wir nicht erwartet. Wir waren gerade auf der Suche nach einem Schlafplatz für unsere zweite Nacht in Seattle, als unsere Bertha ein komisches Geräusch von sich gab. Das Quietschen hörte sich einfach nicht gut an. Eine Werkstatt war nur ein paar Kilometer entfernt, sollte aber in wenigen Minuten schließen. Also wir schnur stracks hin. Der Werkstattmeister wollte mich schon abwimmeln, ich konnte ihn aber noch dazu bringen, sich zumindest das Geräusch mal anzuhören. Gut wars. Die erste Hör-Diagnose ergab, dass eine Rolle beim Keilriemen kaputt ist. Da aber kein Mechaniker mehr anwesend war, mussten wir auf den nächsten Tag warten. Wir konnten auf dem Gelände der Werkstatt nächtigen. Unsere Stimmung war am Boden, denn wir befürchteten, dass die Reparaturkosten für so ein altes Auto einfach zu hoch sind. Die zweite Diagnose am nächsten Tag ergab eine kaputte Lichtmaschine und eine kaputte Rolle. Außerdem war ein Wechsel des Keilriemens notwendig. Er legte aber noch eins nach. Es war Samstag und heute völlig ausgebucht, frühestens Montag kann er die Reparatur vornehmen. Na toll, dachten wir uns. Wir entschieden uns dennoch, das Wagnis einzugehen und Big Bertha für einen stolzen Betrag reparieren zu lassen (und hofften, dass keine weiteren Reparaturen während unseres Roadtrips kommen würden). Wir hatten eigentlich nicht vor solange in Seattle zu verweilen, aber unsere ursprünglichen Überlegungen, wo wir denn am Besten mit unserem Van parken konnten, um die Stadt zu erkunden war somit geklärt.
Netterweise durften wir die Tage auf dem Werkstattgelände stehen. Schön romantisch neben dem Müllcontainer und an einer lauten Hauptstraße. Aber zumindest legal und sicher.

Seattle bietet Free-Walking-Tours mit Einheimischen an. Wir hatten uns ursprünglich für eine Tour angemeldet, mussten sie aber wegen des unfreiwilligen Werkstatt-Besuchs absagen. Solltet ihr aber mal in Seattle sein, probiert diese Tour aus. Einheimische zeigen kleinen Gruppe die schönsten Hot Spots der Stadt und das sogar kostenlos (Spenden erwünscht). Leider waren alle weiteren Tage ausgebucht, also erkundeten wir Seattle auf eigene Faust.
Wir drängten uns durch die Massen am Pike Place Fish Market und gönnten uns dort eine deutsche Bratwurst. Wir standen vor dem allerersten Starbucksladen, bestaunten die riesige Warteschlange davor und kreuzten einen Tatort bei der Seattle Space Needle. Im Olympic Sculpture Park fragten wir uns, was davon Kunstskulpturen sind und was zur normalen Parkeinrichtung gehört („Sind das Sitzbänke oder eine Skulptur?“). Am Pier des Waterfront Parks beobachteten wir Seehunde und aßen Fish & Chips. Die mit Abstand ekelhafteste, aber irgendwie auch sehenswerteste Attraktion war die Gum Wall. Jap – der Name sagt es schon. Eine Wand vollgeklebt mit bunten, gekauten Kaugummis. Es ist eine unscheinbare Unterführung unterhalb des Fischmarktes und man muss aufpassen nicht daran vorbei zulaufen. Wenn man sie aber gefunden hat, hat man das Bedürfnis einen großen Sicherheitsabstand zur Wand zu halten, um ja nicht mit ihr in Berührung kommen. Einige motivierte Touristen waren auch fleißig am kauen und kleben. Pfui Teifl!!!
Wer etwas Ruhe sucht und dem Stadtrummel entkommen möchte, empfiehlt sich West Seattle einen Besuch abzustatten. Vom Hamilton Viewpoint Park hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Skyline der Stadt und entlang der Promenade gibt es einige einladende Cafés und Zugänge zum Meer (ob man dort schwimmen kann, haben wir nicht getestet).

Am Montag sollte Big Bertha nun endlich repariert werden und wir konnten sie am Abend wieder abholen. Den letzten Tag verbrachten wir daher mit Wäsche waschen und Duschen. Was für uns bedeutete, einmal quer durch die ganze Stadt zu laufen. Okay, wir hätten auch den Bus nehmen können, aber aufgrund der Werkstattrechnung, die uns nachmittags erwarten würde, hatten wir das Gefühl, sparen zu müssen. Also einmal quer durch die Stadt zur nächstgelegenen Wäscherei und anschließend noch weiter vorbei an der Universität zum nächsten Schwimmbad. Wusstest ihr, dass Seattle ähnlich wie San Francisco sehr hügelig ist? Wir haben in diesen Tagen nicht nur einige Kilometer, sondern auch einige Höhenmeter zurück gelegt.
Montagnachmittag war es dann endlich soweit und wir konnten unseren Van wieder abholen. So gern wir die Stadt mochten, wir waren froh, als wir nach fünf Tagen endlich weiterziehen konnten.

Ferndale – eine Stadt wie aus dem Bilderbuch
Wir wollten die fehlende Zeit wieder einholen und legten in 1-2 Tagen ein großes Stück auf der Interstate zurück, bevor wir bei den Redwood National Parks Richtung Westküste fuhren. Eine Fahrt durch den Redwood Nationalforest sollte jeder gemacht haben, der die US-Westküste erkundet. Eine einspurige Straße windet sich durch einen Gebirgszug vorbei an einzeln verstreuten Städtchen. Der Geruch von frischem Marihuana steigt einem durch die Auto-Lüftung regelmäßig in die Nase (in Kalifornien ist dieses Zeug legal). Redwoods sind Riesenmammutbäume, und ja, riesig waren sie auf jeden Fall. Jan fuhr ganz langsam und wir kamen aus dem Staunen kaum heraus. Einige Bäume standen so nah am Straßenrand, dass sie sogar mit Reflektoren oder Schildern gekennzeichnet waren. Es war beeindruckend.

Während wir den Pacific Coast Highway südlich weiterfuhren, kamen wir an dem Örtchen „Elk“ vorbei. Der Name war hier Thema, denn alles war irgendwie darauf ausgelegt, dass man Elche sehen könnte. Am Straßenrand und an Parkplätzen fanden wir regelmäßig Hinweisschilder, wie man sich bei einer Elchsichtung verhalten sollte. Ein weiteres Straßenschild zeigte sogar einen speziellen Radiosender an, der ausschließlich Informationen über Elche bringt. Natürlich konnten wir uns den nicht entgehen lassen. Irgendwann sahen wir dann tatsächlich drei ausgewachsene Elchbullen gemütlich in einem Vorgarten grasend. Aber erst der nachfolgende Campingplatz machte dem Namen alle Ehre. Zwischen den paar geparkten Wohnmobilen tummelten sich mindestens 30 oder 40 (ohne Übertreibung) Elche.
Wir waren überzeugt davon, dass der Campingplatz die Elche irgendwie anfüttert. Er warb schließlich auf seinem Schild auch mit den Elchen. Bei unserer Rückfahrt nach Kanada sollten wir aber nochmal durch Elk Country durchfahren. Als sich dann viele Elche genau vor der Grundschule aufhielten statt auf dem Campingplatz, glaubten wir das nicht mehr.

Die Nacht verbrachten wir dann in Ferndale. Das war das erste Mal, dass wir uns auf einem bezahlten Campingplatz einquartierten. Warum wir das gemacht haben? Die Nacht kostete uns insgesamt nur 12$ und es war eine heiße Dusche dabei und eine heiße Dusche ist bei vielen U.S. Campingplätzen Fehlanzeige. Bein einem Besuch im Schwimmbad hätten wir auch einen ähnlichen Preis bezahlt. Zwischen Ferndale und der letzten Dusche in Seattle waren natürlich ein paar Reisetage vergangen, also passte der Stellplatz ganz gut. Ursprünglich hatten wir Ferndale nur als notwendigen Übernachtungsplatz ausgewählt, weil permanent auf Walmart Parkplätzen zu schlafen, ist auch nicht das Wahre. Der Campingplatz selbst war wenig aufregend. Eine große eingezäunte Wiese, gegenüber eine Weide mit Kühen. Das Bad mit zwei WCs war ein Betonklotz und bedurfte eine dringenden Renovierung. Wenigstens waren die Duschkabinen so groß, dass man keine Sorge haben musste, an der Duschwand anzukommen. Aber wir konnten duschen, ohne die Minuten zählen zu müssen.
Als wir am nächsten Tag den Campingplatz verließen, bogen wir auf die Hauptstraße ein (mehr Straßen hat Ferndale nicht) und stellten Big Bertha ab. Wo sind nun die ehemaligen Gilmore Girls Fans? Ganz ehrlich, man hatte das Gefühl, dass jeden Moment Lorelei und Rory an einem vorbeilaufen, um im Luke’s einen Kaffee zu trinken. Genauso sah dieses zweieinhalb Quadratkilometer große, viktorianische Städtchen aus. Die bunten Gebäude im Zuckerbäckerstil. In den Gebäuden fanden sich Cafes, Galerien, die Post, Pensionen, Schokoladenhersteller oder Krimi-Krams-Läden. Entzückend – ein anderes Wort wäre unpassend.
Falls jemand von euch eine Tour entlang der Westküste plant, plant bitte Ferndale ein. Ein Tag zur Besichtigung ist völlig ausreichend, ausser man kommt vor Feiertagen. Dann würde ich mir das Programm das dieses Städtchen nicht entgehen lassen (wir waren leider viel zu früh dran und konnten die Events nur auf der Stadt-Homepage nachlesen). Aber das viktorianische Weihnachtsfest hätte ich schon gern gesehen 😉

Die teuersten 5 Dollar, die wir zahlten
Vom Pacific Coast Highway kann man eine kleine Abzweigung nehmen, die sich „Avenue of the Giants“ ( Allee der Giganten) nennt. Wir nahmen diese Abzweigung, weil sie uns weiter durch den Redwood Forest führte und noch mehr riesige Mammutbäume zeigte. Außerdem hatten wir in der Infobroschüre gelesen, sollte es auf dieser Strecke drei Bäume geben durch die man durchfahren konnten. Also ist die „Avenue of the Giants“ genauso ein Must-Do wie ein Besuch in Ferndale. Um es vorweg zu nehmen: Durch einen Baum durchfahren kann definitiv von der Liste gestrichen werden.
Ein enormes Schild wies schon auf den ersten Drive-through-Tree hin. Ok, wir sind zwar beim ersten Mal an der Ausfahrt vorbeigefahren. Wir hatten aber auch nicht erwartet, dass diese von einem Kassahäuschen blockiert ist. Genau, wir mussten 5$ zahlen, nur damit wir überhaupt zu diesem Baum fahren dürfen. Und dann stand dieser nichtmal auf der Straße, sondern am Ende einer Straße. Man musste quasi umkehren um dann durch den Baum (der übrigens wieder mit einigen Werbeschilder gespickt war) durchfahren zu können. Man konnte also nicht einfach auf der Straße fahren und dann plötzlich durch diesen Baumstamm durch. Das unsere Bertha sowieso zu groß für dieses Loch war, war uns auch schon egal. Es war einfach so lächerlich… Das waren mit Abstand die teuersten 5$ die wir auf der ganzen Reise zahlen sollten. Und natürlich haben wir die anderen somit ausgelassen.

Manchmal muss man seine Route ändern
Der Pacific Coast Highway, insbesondere Highway 1, ist deswegen etwas besonderes, weil er genau an der Westküste entlang führt. Fährt man ihn auch noch südwärts, hat man das Meer auf seiner Seite. Die Straßen winden sich entlang der Klippen, und das war auch genau dort, wo wir unsere nächste Nacht verbringen wollten. Wir bogen also vom etwas mehr landeinwärts gelegenen Highway 101 in Richtung Highway 1 ab und querten ein Waldstück, wo sich eine schmale Straße entlang schlängelt. Nach ungefähr 45 äußerst kurvenreichen Minuten erreichten wir einen Parkplatz oben auf den Klippen direkt am Meer. Dieser bot einen geeigneten Platz für die Nacht. Es war bereits dunkel und andere Vans standen schon dort. Wir stellten uns dazwischen. Im Schein der Scheinwerfer sahen wir das Meer vor uns in der Tiefe glitzern. Wir freuten uns schon darauf, mit Ozeanblick aufzustehen. Wir kochten uns unser Abendessen und gingen ins Bett. Als wir am nächsten Tag aufwachten, hörten wir schon unsere „Nachbarn“ draußen quatschen. Also beschlossen wir auch aufzustehen und den Meerblick zu genießen. Als wir aber die Tür von unserem Van öffneten, sahen wir gar nichts außer grauen Nebel. Wir standen ca. drei Meter vor dem Klippenrand und konnten das Wasser kaum sehen. Die Sonne war hinter einem dicken Schleicher grauen Rauch.
Wir kamen mit zwei anderen ins Gespräch. Sie hatten bereits mit der Info-Hotline der Feuerwehr telefoniert und erzählten uns, es handelte sich dabei um Rauch, weil über Nacht ein Waldbrand im Norden Kaliforniens ausgebrochen ist. Das es der schlimmste Waldbrand in der kalifornischen Geschichte sein sollte, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht.

Wir packten unsere Sachen zusammen und fuhren weiter. Unser Ziel war San Francisco. Wir hatten kein Netz, wir konnten uns daher keine Infos zu der Brandentwicklung holen. Wir fuhren zum nächsten McDonalds um dessen WLan anzuzapfen und informierten uns über den Brand. Er war genau auf unsere Höhe, 180km entfernt in der Stadt Paradise ausgebrochen. Der Wind trieb den Rauch an die Westküste. Jan sah sich auf einer Karte die aktuelle Luftverschmutzung an und diese zeigte bis runter nach San Francisco nur rot. Wir fuhren weiter Richtung Süden, durch dicke Rauchschwaden durch. Zum Teil war es so heftig, dass wir uns im Auto einen Mundschutz vorhielten, weil der Rauch unsere Lungen reizte. Obwohl vermutlich ein wolkenfreier Tag, war die Sonne tiefrot hinter dem dicken Rauch zu sehen. Manchmal hatten wir sogar Probleme das Auto vor uns zu erkennen. Das Feuer selbst stellte für uns in keinster Weise eine Bedrohung da, dazu waren wir zu weit entfernt. Wir beschlossen dennoch – solange die Luft nicht besser ist – San Francisco zu meiden. Wir änderten daher unsere Route Richtung Osten.
Im Endeffekt sind wir an 1,5 Tagen weitere 400 Kilometer gefahren, bis wir aus dem Rauch draußen waren. In Eldorado, ein Ort nach Sacramento, hatten wir wieder blauen Himmel über uns. Unser nächstes Ziel waren nun die Sierra Nevada und die U.S. National Parks.

Wie immer findet ihr mehr Bilder in unserer Galerie 🙂

— English version —

Before we start telling you about our amazing road trip through the USA, I want to ask you something. If you think of the USA, no matter if you ever have been there or not. What kind of picture to you have inside your head? I guess something like the skyline of New York, the Statue of Liberty, the Golden Gate Bridge, the Hollywood sign, the shiny Las Vegas, Route 66, a cocktail at Venice Beach or Trump?
Basin Water, Hot Springs and winding mountain roads probably not… same like us. But in the upcoming articles we will show you what we mean.

But first things first.

Breakdown in Seattle
We knew we would definitely explore the wild nature of Canada. But regarding the USA, we expected more city trips than nature trips. Our first destination, after finally crossing the border to the United States, was Seattle. But stucking five days in this city wasn’t our plan. When we searched for a place we could spend our second night, Bertha started making a squeaky noise. It didn’t sound good and it was already evening. We rushed to the next garage, but it was closing already. I asked the technician if he may could just hear what kind of noise it is, and if we should be aware of it. The first listening diagnosed a broken pully and we should definitely drive any more meter with it. Because all mechanics already went home, he offered us to stay at the garage and he will check the car in detail the next day. We were devastated, because we expected that the repair costs overrun the price of this old car.
The next day diagnose displayed a broken pully, a broken alternator and a change of the V-belt. That wasn’t all. He was fully booked this day. Monday was the earliest day he could change this things.
We decided to do all this repairs for a good amount and hoped that nothing else would happen during our ongoing trip. Actually we didn’t plan to stay in Seattle this long, but the discussion about where to park downtown was finally done. We could stay all days on the garage ground. A romantic place next to the dumpster and the highway. But at least legal and safe.

Locals of Seattle offer free walking tours. We had a booking for one tour but had to cancel it because of the involuntary garage visit. If you are going to Seattle one day, try this tour. Locals show small groups of tourists their own beautiful hot spots of the city and that’s for free (donation appreciate). All other days were fully booked so we explored the city by ourself.
We pushed ourself through the crowd at the Pike Place Fish Market und enjoyed a German Bratwurst. Wir stood infant of the very first Starbucks Cafe, and gazed at the endless queue of people waiting to get in. We crossed a crime scene at the Space Needle and asked ourself at the Olympic Sculpture Park what is an art sculpture and what is bench of the park. At the Pier of Waterfront Park we observed sea lions and ate Fish&Chips. The by far most discussing but worth seeing it, attraction was the gum wall. Yep – it is what it is. A wall fully stuck with chewed, colorful gums.
An unimpressive under bridge at the end of the fish market leads the way. I had the feeling to walk exactly in the middle of the path to not get in touch with the wall. Some tourists were highly motivated chewing another gum to place it on the wall. Baaaaaahh!!
In case you want to escape the city life and you are looking for some quieter places, we highly recommend West Seattle. Hamilton Viewpoint Park offers a beautiful overlook view to the skyline of Seattle. Along the promenade you will find some cute little cafes (not Starbucks) and access to the sea (if it’s possible to go swimming, we didn’t test it).

Big Bertha was finally finished on Monday afternoon and ready to went on. That’s why we spent our last day in Seattle with laundry and having a shower. This means we walked across the whole city. Ok, yes we could went by bus, but because of the huge garage bill we had the feeling to save money. We walked to the other side of the city and then to another district, passing the university to the next indoor swimming pool. Did you know that Seattle is hilly as San Francisco, that’s why we didn’t only made a lot of kilometers as a quite good altitude difference these days.
As much as we liked this city, we were happy when we were finally able to leave it after 5 days there.

Ferndale – a real time fairy tale
We missed a lot of days, to recover the lost time, we drove 1-2 days along the Interstate, before we headed to the Redwood National Forest and to the West coast. Driving threw this National Forest ist a must do for every US-visitor. The road winds threw a mountain range, passing tiny little forest villages. The smell of fresh and burned marihuana percolated with the ventilation inside the car (this stuff is legal in California). The Redwood trees were huge. Jan drove super slow and it was stunning. Some trees were placed right next to the road, you can even touch them from your car., and they were protected by cat’s eyes and warning signs.

While driving along the Pacific Coast Highway we passed the village „Elk“. The name is topic, then everything seems that you can watch elks. At every parking lot and sidewalk we saw some warning sign for elks. The even have a own radio station to get all the information about the elks. We were excited, maybe we will see some elks. And yes, just a few kilometers along, three elk bulls were chilling in a front yard. Only when we passed the campground we realized what they mean with „Elk Country“. Almost 30-40 elks were resting between the RVs and tents. But we were sure that the campground offers some feeding ground for these animals and use it as a tourist attraction. No, because when we made all our way back to Canada, we passed again this little village and we found all these elks right infront of the elementary school.

We spent our night in Ferndale. It was the first time when we stayed on a paid campground. But we actually did it because of the included hot! showers for only 12$ in total. Shower or even toilets are not usual at US-campground, and they often costs much more. At a public swimming pool we almost paid the same amount, so we thought it’s a good deal. The decision for Ferndale was actually made because of the cheap campground, but it offers much more. The campground itself wasn’t very special. A big meadow with a white fence around it, cows on the other side. The bathroom, a neutral concrete block ready for an rebuild. But the shower cabins at least that big, that you didn’t need to be afraid of touching the wall while showering. But we had a hot shower, without counting the minutes.
When we left the campground the next day, we drove along the main road (there are no many other streets in Ferndale) und parked Big Bertha on the side. Where are the fans of Gilmore Girls? We truly had the feeling that every moment we will bump into Lorelei and Rory on their way to Luke’s. This 2,5 square kilometer small Victorian village looked exactly like that. Colorful buildings in a gingerbread style with cafe’s, galleries a post office, hotels, chocolate manufacturer and hodgepodge stores. Just charming – no other word describes it better.
If you plan to travel along the US West coast, be sure to visit Ferndale. One day is for sure enough, except during holiday season. In that case I wouldn’t miss the holiday program which Ferndale offers (unfortunately we were too early). But the victorian Christmas event must be very special 😉

The most expensive 5$ we’ve ever paid
There is a small turnoff from the Pacific Coast Highway to the „Avenue of the Giants“. One positive thing about the Americans is, they name a thing what it is. This 30km road lead still through the Redwood Forrest along more giant and stunning redwood trees. And we read in a flyer there must be drive-through-trees along this road. The „Avenue of the Giants“ is definitely a must-see like Ferndale. But driving through a tree you can cancel from your bucket list. A huge sign showed us the way to the first drive-through tree. What we didn’t expect was the cashier hut at the beginning of this small side road we have to drive through as well. Yes, we had to pay 5$ just to get to this special tree. And then it didn’t even stand on the street. It stands at the end of the street. You have to turn around your car just to get through the tree (which was also overfilled with billboards). We had the imagination about driving along a street and then just drive through a tree like it’s normal. That Big Bertha was at least to big for this tree, we didn’t even care that moment. It was ridiculous and a totally trap. We skipped the other two of course.

Sometimes you have to modify your route
The Pacific Coast Highway, especially the Highway 1 is special, because it leads along the West Coast. If you travel it to the South, the ocean will be always by your side. The street winds along the cliffs, and that was exactly the place where we wanted to spend the upcoming night. At a parking lot above the cliffs with ocean view. It was already dark when we arrived there and a lot of other vans already parked there. We saw the ocean glittering in the glow of the headlights. We were excited about waking up with ocean view. We cooked our meal No. 1 – one-pot-pasta and went to bed. When we woke up the next morning we heard our neighbors chatting. We got up and wanted to enjoy the view while having our morning coffee. We opened the side door and saw nothing but fog. We stood three meter before the cliff end and we couldn’t see the water. We talked to two other van lifers and they already had a phone call with the California fire station. During the night a wood fire started in North California. It was smoke, not fog. That it would become the biggest wood fire in California’s history, we didn’t know at this time.

We packed our stuff and head on. Our next destination was San Francisco. We had no network and weren’t able to get some information about the fire. So we stopped at the next Mc Donald’s and used the free wifi. The fire started at our height, 180km away in the Paradise County. The wind blew all the smoke to the West and covered the whole coast. Jan checked the air pollution and it showed only red along our way until San Francisco. We drove on to the South through wads of smoke. It was sometimes that bad, that we had to cover our mouth and nose with some fabric, because the smoke irritated our lungs. Although it must be a bright blue sunny sky, the sun was only a deep red ball behind the smoke. We sometimes had trouble to see the car infront of us. We weren’t in any danger because of the fire, it was too far away. But in any case, we decided to avoid San Francisco the next days. We modified our rout to the East.
In the end we drove extra 400 kilometer in one and a half day, just to get out of the smoke. In Eldorado, a city after Sacramento, we finally had blue sky above us again.
Our next destination were now Sierra Nevada and the U.S. National Parks.

As usual, there are much more pics in our gallery 🙂

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