—see English below—

Alaska mit Umweg
Wenn man schon mal in Kanada ist, ist ja Alaska nur quasi nur einen Katzensprung entfernt. Wir wollten demnach unbedingt zumindest einen Fuß in diesen Staat der USA gesetzt haben. Die Nächte in Kanada wurden jedoch immer länger und viel kälter. Teilweise zeigte unser Thermometer innerhalb des Vans Minusgrade am Morgen an. Es kostete uns regelmäßig große Überwindung aus dem Bett zu kriechen. Vor allem wenn die Sonnenstrahlen unsere Big Berta noch nicht erreicht hatten und sie wärmen konnte. Wir wussten, dass uns das früher oder später aufs Gemüt schlagen wird. Trotzdem war vor allem meine Motivation sehr groß, Alaska zu besuchen. Landschaftlich soll es, wenn man über den Yukon fährt, nochmal was ganz anderes sein als das bisherige Kanada, welches wir bereits erleben durften. Vom Cobb Lake, unserem letzten Aufenthaltsort kurz nach Prince George waren es nach Beaver Creek, der Grenzstadt im Yukon zu Alaska jedoch noch über 2000km und mehr als einen ganzen Tag Reisezeit. Falls ihr euch hier nun denkt „Ach, in zwei Etappen ist das schon gut machbar“. Dürfen wir euch eines besseren belehren?

Trotz der Bezeichnung „Highway“, was ja soviel wie als „Autobahn“ verstanden wird, sind wir weit davon entfernt es mit einer österreichischen A1 oder gar einer deutschen A8 (ohne Geschwindigkeitsbegrenzung) vergleichen zu können. Außerdem hindern noch andere Faktoren ein schnelles Durchrauschen:
– Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist meistens max. 100 km/h (und wir fuhren standardmäßig etwas entspannter)
– Die einspurige Fahrbahn, mit kaum Zäunen die vor Wildwechsel schützen könnten
– Kreuzungen, Ampeln und weitere Geschwindigkeitsbegrenzung in Stadtbereich
Und, zu guter Letzt:
– die beeindruckende Umgebung, weswegen es einfach schade wäre, diese links liegen zu lassen in dem man einfach durchrauscht.

Ein kleiner Spoiler: wir fanden trotzdem einen Weg, wie wir über die Grenze kamen, und das vermutlich auf eine Art „erlebnisreicher“ als herkömmliche Alaskabesucher.

Aber von Anfang an…
Zwei Nächte verbrachten wir am Cobb Lake in der Natur. Dieser Platz war zu dieser Zeit noch etwas beliebter, weswegen wir ab dem zweiten Tag nicht mehr ganz alleine waren. Aber egal wo wir bis jetzt standen, jeder war stets bemüht, respektvollen Abstand zu halten. Wir nutzen die warmen Tage in der Sonne, um unsere letzten Beiträge fertig zu verfassen, damit wir sie beim nächsten Internetzugang hochladen können. Das „Büro“ inmitten der Natur mit Blick auf einen See hat auch was für sich. Statt zwitschernden Vögel waren um uns herum schimpfende Eichhörnchen. Es war so lustig zu beobachten, auf fast jeden Baum der um uns stand, wurde von einem Eichhörnchen beschlagnahmt. Bewegten wir uns, gar in deren Richtung z.B. zum Holz suchen, steckten sie ihre Köpfchen hoch und warnten die anderen mit einem Ton der sich anhörte wie ein Ferkel, das eine Amsel verschluckt hatte. War die drohende Gefahr gebannt, verstummten sie und fuhren ihren Alltag fort.

Two Sisters, ein Geheimtip irgendwo im Nirgendwo*
Vom Cobb Lake fuhren wir weiter den Highway 16 Richtung Westen und nach gut 4 Stunden kamen wir in Smithers an (das erste Mal, wo wir wirklich eine größere Distanz an einem Tag zurücklegten). Auf dem ersten Blick ein recht unscheinbares Städtchen. Statt Souvenirläden reihten sich Motels am Highway aneinander. Autowerkstätten oder Fastfoodketten bildeten die Skyline vor den schneebedeckten Bergen. Eine nüchterne, unaufgeregte Kleinstadt nahezu in der Mitte von British Colombia, die trotzdem irgendwie Charme ausstrahlte. Vielleicht auch deswegen, weil wir insgesamt drei Nächte dort verbrachten und ein bisschen mehr kennenlernten. Wenn man vom Highway in eine der wenigen Seitengassen einbog, befanden sich lokale Geschäfte oder Cafes, die meisten sperrten jedoch schon Nachmittags zu. Es war kurz nach Mittag und wir setzten uns mit unseren Laptops in das Cafe „two sisters“. Angepasst an die Kleinstadt, wirkte es von aussen recht unscheinbar, lag jedoch auch an den allseits beliebtem abgedunkelten Fenstern. Von Innen war es ganz anders. Zwei große und mehrere kleine Tische boten den Gästen Platz zum Essen, Trinken, Quatschen oder Arbeiten.

Man merkte, dass sich die beiden Schwester von den Kaffeetassen bis zum WC, allerlei Gedanken gemacht hatten und ihren Stil bis ins Detail durchzogen. Was mir persönlich ja immer sehr gefällt, ist nicht nur ein sauberes WC, sondern wenn gerade für Frauen auch ein paar Hygieneartikel kostenlos zur Verfügung gestellt werden (euch Männern vermutlich herzlich egal – Frauen werden aber verstehen wovon ich rede). An solch unscheinbaren kleinen Details, zeigt sich erst wieviel Herzblut tatsächlich drin steckt. Laut Wandtafel legt das Cafe auch sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit, biologischen Anbau und lokale Lieferanten.
Jan kam bei der Bestellung meines Kamillentees ins Gespräch mit der Besitzer, und musste feststellen, die Deutschen waren überall. Sie war Deutsche und vor 2 Jahren nach Kanada ausgewandert – warum gerade nach Smithers blieb aber für uns ein Rätsel (Nagut, nicht ganz. Der Liebe wegen.)

Nachdem wir zwei halbe Tage das Internet des „two Sisters“ strapazierten (Danke, an dieser Stelle), machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Weg Richtung Alaska, um knapp 36 Stunden später, wieder nach Smithers zurückkehren (aber das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht).

(ich glaube hier an dieser Stelle wird verlangt, dass wir eine Kennzeichnung vornehmen, weil wir über das Cafe gesprochen haben. Also: *Werbung, aber alles selbst bezahlt. Wir mochten es einfach.)

Geburtstag mit Hindernissen
Es war der Tag vor meinem Geburtstag. Weil mein Geburtstag verregnet sein sollte, beschlossen wir, den Abend davor bereits an irgendeiner schönen Stelle zu übernachten, zu grillen und  einfach zu genießen. Beim zweiten Anlauf fanden wir auch ein wirklich idyllisches Plätzchen am Kitwancool Lake. Wir waren nochmal zurück in den Herbst gekehrt. Die abgefallenen senfgelben Birkenblätter lagen wie Christbaumkugel auf den Tannen, die die Forststraße säumten. Unser Standplatz war mit einem gelben Blätterteppich vollständig bedeckt. Die Sonne ging gerade unter und färbte die Wolken in zuckerrosa. Traumhaft. Wir entzündeten sofort das Lagerfeuer. Mit Stockbrot, Grillwürstel und Folienkartoffel verbrachten wir den frühen Abend.
Leider kroch die feuchte, dunkle Kälte uns ziemlich schnell in die Knochen, weswegen wir nicht so lang wie sonst am Feuer saßen und zeitig in den Van zurück kletterten. Zuvor verstauten wir noch die Campingsessel (deutsch: Stühle) und das restliche Feuerholz im Van. Jan erschrak kurz vor einer Maus, die im Laub vor seine Füße lief, aber dann zogen wir uns in die Wärme unseres Bettes zurück. Die frühe Dunkelheit und Kälte machte uns zeitig müde und wir schliefen relativ schnell ein. Gegen 3.30 Uhr wurde ich von einem Rascheln neben meinem Ohr geweckt. Ich hatte mich wegen der Kälte unter der Daunendecke zusätzlich in meinen Schlafsack gewickelt und nahm daher an, das Geräusch kam vom Schlafsack der auf dem Kopfpolster (deutsch: Kissen) rutscht. Ich schob beides zurecht und schlief wieder ein. Drei Stunden später wurde ich erneut geweckt, weil Jan am Fußende des Bettes saß und ins Innere des Vans starrte. Diesmal bildete er sich ein, dort ein Rascheln gehört zu haben. Ich beruhigte ihn damit, dass es sich bestimmt nur um die Laubblätter handelte, die auf den Van fallen. Wir legten uns wieder hin. Keine 20 Minuten später, lagen wir nebeneinander, starrten uns an und lauschten schnellen Tapsern, die eindeutig vom Inneren des Vans kamen. Nein! Die Maus war im Van!

Weil an Schlaf sowieso nicht mehr zu denken war, drehte ich das Licht auf und sah, dass das Taschentusch, was neben meinem Kopfpolster lag, völlig zerfressen war und sie mir auch gleich ein erstes Geburtstagsgeschenk hinterlassen hat. Es war noch stockdunkel draußen und regnete mittlerweile. Die Stimmung an diesem Platz war plötzlich unheimlich und wir wollten weg.
Noch im Pyjama, krochen wir auf die Vordersitze und fuhren los. Irgendwo hin wo wir den Van ausräumen konnten. Zwei Stunden und noch immer im Regen hielten wir an einer Raststation. Während Jan von hinten des Van alle Kisten ausräumte, saß ich drinnen – bewaffnet mit Schaufel und Besen – bereit die Maus einzufangen, falls sie auf mich zukam. Aber keine Maus. Sie hatte nur reichlich Spuren hinterlassen, an Jans brandneuem Pullover und Taschentuchresten, die im Bus verteilt waren. Enttäuscht und sauer räumten wir somit alles wieder ein und fuhren mit einem sehr mulmigen Gefühl im Bauch weiter Richtung Stewart.

Geburtstag, die Zweite
Am späten Vormittag suchten wir uns in Stewart, einem kleinen unscheinbaren Örtchen im Westen von British Colombia, direkt an der Grenze zu Alaska, einen Parkplatz um endlich meinen Geburtstagsmorgen nachzuholen. Jan hatte ihn ja doch irgendwie anders geplant gehabt.
Ich musste nochmal zurück ins Bett und den Vorhang schließen, während Jan einen kleinen Geburtstagstisch für mich herrichten konnte. Er hatte im Cafe Brownies und Zwetschenkuchen besorgt. Es gab eine Kerze, die ich ausblasen konnte und er überreichte mir mein Geschenk. Wir machten uns Kaffee und frühstückten. Endlich legte sich in uns die morgendliche Aufregung. Zumindest so lange bis eine Dame an unser Fenster klopfte und uns darauf hinwies, dass wir hier nicht stehen dürfen – Privateigentum. Somit war die Geburtstagsfeier beendet. Wir fuhren weiter, nach Alaska.

Da wir ja die Grenze zur USA überquerten mussten, hatten wir uns vorab schon die Pässe und unsere Antworten bereitgelegt. Die Straße nach Alaska führte durch Stewart durch, an einer Ozeanzunge vorbei. Dann kam der Grenzübergang. Schwups, plötzlich hatten wir die Grenze überquert. Ohne Passkontrolle. Ohne der Beantwortung von Fragen. Ohne Stehenbleiben. Es gab nichtmal einen Grenzbeamten auf der Seite der USA.
Ein Schild mit der Aufschrift „Willkommen in Hyder, der Geisterstadt Alaskas“ begrüßte uns. Das es tatsächlich eine Geisterstadt war, stellten wir schnell fest. Ein Restaurant, ein Pub, ein Post Office und ein paar fast zerfallene Wohnhäuser – das war Hyder. Eine Stadt mit 85 Einwohnern im Sommer. Im Winter weit weniger. Die einzige Straße mündet nach wenigen Metern in eine Schotterstraße und endet irgendwann bei einem Gletscher. Dieses Dörfchen ist abgeschnitten von Rest-Alaska. Man konnte nur bis zu dem Gletscher fahren und wieder zurück nach Kanada.

Aber immerhin war die Stadt bekannt für Wildtierbeobachtungen, besonders Bären. Wir stellten uns an den Straßenrand, starrten über den Fluss auf die vor uns liegende Wildnis am Fuße des Gletschers und warteten. Aber natürlich kam kein Bär. Und weil wir hier, wegen dem starken Regen auch sonst nicht viel machen konnten fuhren wir weiter Richtung Gletscher. Vorbei an einem riesigen tonnenschweren Felsen der am Straßenrand lag , vermutlich irgendwann herabgestürzt.
Da blieb mir fast das Herz stehen. Der Felsen lag auf einem Fahrrad! Und da waren Schuhe drunter!! Ich schrie Jan an sofort stehen zu bleiben, da ist ein Mensch unter dem Felsen. Er sprang in die Bremse und starrte mich an. Ich war ausser mir. Ich hatte das Handy bereits gezückt um 911 zu wählen. Jan stieg aus und schaute sich von beiden Seiten den Felsen an. Ich immer noch total hysterisch obwohl er mir deutete, das alles in Ordnung sein. In meiner Hysterie konnte ich das nicht so wahrnehmen. Bis er mir erklärte, das sei Fake. Die Schuhe und das Fahrrad waren drapiert. Das ist kein Mensch drunter. Es hat sich jemand einen abartigen Scherz erlaubt. Was soll ich dazu sagen? NICHT LUSTIG, Hyder!!

Alaska und seine Steine
Nach den ersten beiden Aufregungen des Tages, sollte die Dritte nicht lange auf sich warten. Nicht mal einen Kilometer waren wir auf der Schotterstraße unterwegs, als ein Rad zu quietschen anfing. Je weiter wir fuhren, umso lauter und schriller wurde es. Somit war auch dieser Ausflug nach Alaska beendet. Selbstverständlich gab es in Hyder KEINE Werkstatt.
Wir kehrten um und fuhren zum Grenzübergang zurück. Bevor wir aber nach Kanada zurückehrten, hielten wir noch beim USA Post Office (die kleinste Poststelle die wir wohl je betreten haben). Wir kauften die einzigen beiden Ansichtskarten die verfügbar waren und hatten ein nettes Gespräch mit der, für diesen kleinen und fast verlassenen Ort, überraschend jungen Postangestellten. Sie war übrigens die einzige Person, die wir in Alaska zu Gesicht bekamen.
Die Grenzüberquerung nach Kanada war wieder weitaus spannender. Obwohl wir nicht mal zwei Stunden vorher, von Kanada gekommen sind, mussten wir bei der Rückreise selbstverständlich unsere Pässe herzeigen UND uns wieder einigen Fragen stellen lassen. Außerdem wurden wir aufgeklärt, dass sowohl in Kanada wie auch in Alaska Marihuana legal ist, jedoch nicht an der Grenze. Nun wissen wir das auch… Da wir sowieso keines mit uns führten, tangierte uns das nicht wirklich und wir durften schlussendlich doch wieder einreisen.
Mit kreischenden Rädern erreichten wir die einzige Tankstelle in Stewart. Zu unserem Glück, hatte diese eine Werkstatt angeschlossen. Zu unserem Pech, war es bereits nach 17:00 Uhr und die Mechaniker waren schon im Wochenende. Also mussten wir selbst ran. Auf Hinweis einer Kanadierin, die im Zigarettendunst in der Tankstelle ihren wässrigen Nachmittagskaffee genoss, sollten wir überprüfen ob nicht ein Stein in die Bremsscheibe geraten war.
Also Wagenheber raus und Reifen runter. Immer noch im Regen. Aber ein Erfolg! Jan klopfte den Stein aus der Bremsscheibe, und setzte das Rad wieder drauf. Wir konnten weiter fahren.
Wir wollten zurück nach Smithers.

Elsa hat gewonnen
Es war bereits dunkel und die Sicht war wegen dem Regen und Nebel nicht wirklich berauschend, aber uns war das egal. Wir sangen laut zu irgendwelchen Liedern mit und sahen das ein oder andere Tier am Straßenrand. Wir hatten unseren Spaß.
Könnt ihr euch noch an die Maus von der Nacht erinnern? Wir hatten sie schon fast vergessen und waren uns sicher, dass sie am Morgen das Weite gesucht hat, als wir den Van ausgeräumt hatten. Aber nur fast. Im Dunkeln spürte ich, wie sie an meinem Bein hochkroch und schrie vor Schreck auf. Jan erschrak durch meinen Aufschrei und verriss beinahe das Lenkrad beim Fahren.
Ja, die Maus war noch im Bus. Sie kroch durch ein Schlupfloch auf meiner Seite in die Armatur und auf Jans Seite durch ein anderes Schlupfloch wieder raus. Das ging die restliche Fahrt, bis wir in Smithers gegen 23.00 Uhr endlich ankamen. Sie drehte permanent ihre Runden. Eigentlich ein süßes kleines Ding. Aber bei dem Gedanken, sie läuft uns in der Nacht übers Gesicht, nicht mehr ganz so süß. Zwei Stunden lang versuchten wir am Parkplatz sie zu fangen (dass wir aus Wut bereits mit Schuhen bewaffnet waren, lassen wir mal außen vor). Aber keine Chance, das kleine Miststück war einfach zu schnell.

Irgendwann gaben wir auf. Übermüdet und erfroren checkten wir gegen 1.30 Uhr nachts schlussendlich in ein Motel ein und überließen den Van Elsa (ja wir hatten der Maus bereits einen Namen gegeben).

Zwei Nächte verbrachten wir im Endeffekt im Motel und genossen die Annehmlichkeiten einer warmen Dusche und die Tatsache auch mal nur in Unterwäschen laufen zu können ohne zu erfrieren.
Trotz aufgestellter Mausefallen im Van, haben wir Elsa nie wieder gesehen oder gehört und der Van gehört wieder ganz uns. Und diesmal sind wir uns wirklich sicher.

Dieser Geburtstag wird mir wohl sehr sehr lange in Erinnerungen bleiben, aber hey, fein Essen gehen kann ja jeder…

—English version—

Alaska by a devious route
If you are in Canada, visiting Alaska is almost one step away. We had the intention to literally set one foot in this state of the USA. But the nights were getting longer and colder. The thermometer showed degrees under the freezing point inside the van during some nights. We had to overcome crawling out of the bed in the morning, especially when the rays of the sun didn’t hit our Berta. We knew, it would burden us. Anyway, my motivation going to Alaska was quite big. We’ve been told the landscape is totally different to the rest of Canada, if we would take the route through Yukon. From Cobb Lake, our last destination to Beaver Creek, the border town, we would have taken another 2000km and more than 24 hours drive. You may think now this shouldn’t be a problem to take in two days, but let us tell you something:
The Canadian highway is really not comparable with the Austria A1 or the German A8 (with no speed limit).
Just a few other facts which prevent rushing through:
– The speed limit of 100km/h most time (and usually we drove a little more relaxed)
– the single lane road without fences to protect wildlife
– Crossroads, traffic lights and speed limit in town areas
And last but no least:
– the stunning view, which definitely held us back from rushing

Spoileralert: But we found a way to cross the border to Alaska. Maybe a bit more „eventful“ than usual.

Let’s start at the beginning
We spent two nights in the nature at Cobb Lake. This spot is a bit more popular, that’s why we had some neighbors after the first night. We used the sunny days to heat up in the sun and writing our last articles for the blog. We never had a nature „office“ with a stunning lake view. Surrounded by chatting squirrels. At least every single tree was the home of one squirrel. In case we moved ourself or walked in the direction of the trees, they lifted their heads and warned their buddies. The noise sounded like a bird swallowed by a piglet.

Two Sisters, an insider in the middle of nowhere*
From Cobb Lake, our last destination, we took the west Highway 16 and arrived in Smithers four hours later (the biggest distance we made on one day so far). Motels, fast food chains and fuel station formed the skyline in front of the snow covered mountains. A quite unimpressive little town almost in the center of British Colombia. But it has a charming touch. Maybe because we spent three nights in total in Smithers, and got to know this village a little bit better.
If you turn in one of the less crossroads from the highway you will find some cafes and small shops open till the afternoon. We had a few hours left, so we enjoyed a coffee while working on our laptops in the cafe „two sisters“. Matching to the village of Smithers, the café is also not special from the outside. But from the inside it was the total opposite. Two big and a some small tables offered enough space for the guests to eat, drink, chat and work. Daily fresh baked cakes and sweets were presented at the counter. The two sisters followed their style through every detail, from the tea cups to the rest rooms. (A detail only women will recognize: not only a clean toilet is a great thing, but the offer of free feminine hygiene products is a great extra, too). Such little unremarkable details show the real passion they put into it.
Sustainability, organic products and local farming plays an important role at the café. We could taste it. My real camomile tea was the reason Jan recognized that he wasn’t the only German in this house. The owner of the „two sisters“ was a German too, emigrated to Canada two years ago.

After overusing the free wifi (thank you, by the way), in the early afternoon we decided to move on to Alaska, just to return to Smithers only 36 hours later – but we didn’t know that at this time.

(I think it is maybe requiered to make a marking here, cause we mentioned the café. So: *advertising, but we paid all the food by ourselfs. We simply liked the café.)

Birthday not as planned
It was the day before my birthday. My actual birthday should be rainy and cold, that’s why we decided to spent the night before at a beautiful place with BBQ and sunset. We found a nice little place at the Kitwancool Lake, traveling back into fall. The fallen yellow birch leaves laid like baubles on the fir trees fencing the gravel road. The place we stood was covered all over with a yellow carpet. The sunset colored the clouds in candy pink. Simply beautiful. We spent the evening at the bonfire with stick bread, sausages and potatoes. Unfortunately the wet cold crawled fast underneath our skin so we moved inside the van quite soon. We placed the camping chairs and the rest of the firewood inside the van. Jan got a little terrified by a tiny mouse scampering in the leaves, but then we went into the warm bed. The early darkness made us tired, so we felt asleep really soon.

I woke up at 3.30am because of a rustling noise. I wrapped myself into my sleeping bag under the duvet and thought the noise came from my sleeping bag skippering on the pillow. I moved both a little bit, the noise stopped and I felt back asleep again. Three hours later I woke up again because Jan was sitting at the end of the bed looking inside the van. He thought he heard a rustling noise. I told him this would be the leaves falling at our van and we got back to sleep. A few minutes later we heard little plodding, definitely from the inside of the van. No! The mouse was inside the van! I turned on the light and saw that the tissue next to my pillow was totally shredded and the mouse has left a little birthday present. It was still dark and rainy, and the mood outside was suddenly a bit creepy. We couldn’t sleep anyway.
Still in our pajamas we crawled on the front seats and headed on. Somewhere we could clean out the van. After two hours driving through heavy rain we stopped at a rest area. While Jan put everything out from the back side of the van, I was sitting in the front prepared to catch the mouse. But we didn’t find it. The mouse had left enough marks on Jan’s brandnew Sweater and pieces of tissues all over the van floor. We put everything back into the van and moved on to Stewart, a village at the border to Alaska.

Birthday, the Second
We arrived this little town in the late morning, looking for a parking lot to catch up the birthday morning. Jan asked me to go back to bed and close the curtain, while he could prepare the birthday breakfast (like he originally planned). He bought brownies and a plum cake at the „two sisters“ and placed a birthday candle inside the brownie. I blew the candle off, received my present from him and we drank coffee and had breakfast. We finally calmed down a little, at least until a woman knocked at the window and ask us to leave because we are on private property. Thus, the birthday party was over and we moved on. To Alaska.

Because we were going to cross the US border, we prepared our passports and answers. We drive along the ocean until we reached the border control. But there was no control. We just drove through and entered Alaska. Without showing our passports, without answering thousands of questions. Even without any border control officers. Just a sign said „welcome to Hyder, the ghost town of Alaska“. Yep, it was a ghost town, which we found out immediately. One restaurant, one pub, one tiny post office and a few almost moldered houses. 85 inhabitants in summer, less in winter. The only road leads into a gravel road und end up at a glacier back in Canada. There was no way to get into „rest Alaska“.  But at least this town was famous for wildlife viewings, especially bears. We placed the van next to the gravel road and starred at the river and the wilderness in front of us. But no bears. And why we couldn’t do anything else because of the heavy rain we moved on.
We passed a huge fallen rock next to street and my heart stopped pumping. The rock dropped on a bicycle. And there were sneakers next to it. I yelled to Jan to stopp right now and he hit the break. I would call 911, but Jan tried to calm me down to have a look first. He went to the rock to check out what happened until he said it was everything fine. It was fake. I didn’t recognized it right now until he told me it was draped. Somebody made a joke. NOT FUNNY, Hyder!!

Alaska and it’s stones
After the first two thrilling experiences, the third one shouldn’t take too long. After not even one kilometer driving on the gravel road, the wheel made a strange squeaky noise. While we moved on, the noise became louder and louder. Thus the trip to Alaska was over, too. We turned back to Canada, because there is no garage in Hyder. Before we arrived the border we stopped at the tiny post office. The tiniest one we’ve probably ever entered. We chatted a bit with the – for this small and almost forsaken town – surprisingly young lady at the counter and bought the only two post cards which were available. She was the only person we met in Alaska.
The border crossing to Canada was a bit more exciting than the other way around. We had to show our passports and answer some questions. We had to explain what kind of food we have with us. After a short explanation that Marihujana is legal in both Alaska and Canada, but not permitted to corss with at the border, we could pass. Friendly reminder: we crossed the border just two hours ago…

With squeaky wheels we arrived the only fuel station in Stewart. Happy for us that it has a garage included. Bad for us that it was already closed for weekend. A friendly old lady inside the fuel station gave us a hint to check if a stone is inside the brake disk. We put the lifting jack out and the tire down. Still in rain. But we succeeded this time! Jan put the stone out and the tire back. We could move on.
We just wanted to go back to Smithers.

We raised the white flag
It was already dark and we had barely sight because of the rain and dust. But we didn’t care. We sang songs and saw some wildlife along the road. We had fun with ourself.
But do you still remember the mouse from the morning? We almost forgot it, and we were sure that it escaped while cleaning up the van. Nope, we were wrong.
The mouse climbed up my leg and I screamed. Jan was scared because I screamed. The mouse was still in the van. It ran through a loophole on my side in the dashboard and ran out at Jans site during the whole drive until we reached Smithers. Actually, a cute little thing. But not that cute imagining she will run over our faces during the night. We parked on a parking lot and tried two hours to catch it, but no chance. The sneaky little bitch was too fast.

Tired and cold we checked into a motel at 1.30 am. We hit the white flag and Elsa (the mouse had already a name) had the van for itself.

We stayed two nights in the Model, and actually we enjoyed the hot shower and the fact being only in our underwear without freezing. Despite enough mouse traps in the van during these 2 days, we couldn’t catch the mouse, but we never saw it again. The van was finally our home again, definitely.

I’m sure I will remember this birthday long time. Going out for birthday dinner is so old school…

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