—see English below —

In die Wildnis von Kanada
Nachdem unsere erste Woche im Van sehr von Erledigungen geprägt war, freuten wir uns regelrecht auf die Zeit in der unser Van-Leben endlich beginnen konnte. Gut war die erste Woche aber dennoch. Es war wie eine Generalprobe. Wir konnten uns allmählich einspielen, wer welchen Handgriff tätigt, ohne dass man sich ständig gegenseitig im Weg steht.
Nachdem wir Canmore verlassen hatten sind wir weiter durch den Banff Nationalpark gefahren. Genau genommen den Highway 93, dem Icefield Parkway. Dieser Highway hält was einem jeder Reiseführer verspricht, egal ob man ihn Südwärts oder Nordwärts bestreitet. Der Icefield Parkway verbindet Banff Nationalpark mit Jasper Nationalpark und führte uns den Rücken der Rocky Mountains entlang. Wir schafften pro Tag nur wenige Kilometer, weil es einfach zu viele Anhaltemöglichkeiten hab um die Aussicht zu bestaunen. Die Straße schien endlos zu sein, und wir hatten zum ersten Mal das Gefühl als konnten wir den Horizont erreichen. Nach einer der seltenen Kurven strotzte ein neuer Gletscher in die Höhe und versuchte den vorherigen an Größe und Schönheit zu übertreffen. Bei einigen Aussichtspunkten, waren die jeweiligen Namen und Höhen der umliegenden Berggipfel angegeben, kaum einer unter 3000 Meter. Aber irgendwie wirkten sie auf uns nicht so hoch. Das lag jedoch daran, weil wir uns selber auf einer Höhe von ca. 2000 Meter befanden.

Das Paradies vor der Autotür
Ungefähr auf halber Strecke des Icefield Parkways, beim Ort Saskatchewan River Crossing, gab es eine Abzweigung auf den Highway 11, in die wir einbogen. Wie schon im vorigen Artikel erwähnt, ist es strengstens untersagt in Nationalparks wild zu campen und sämtliche Camping Plätze waren saisonhalber geschlossen oder verlangten nahezu unverschämte Preise. Wobei wir sowieso nie angestrebt hätten einen zivilisierten Campingplatz aufzusuchen. Wir wollten allein sein. Wir wollten in der Natur stehen. Wir wollten die Freiheit spüren. Das wird jetzt gerade etwas sehr melodramatisch, aber irgendwie war es so (Jan würde jetzt darüber schmunzeln oder mit den Augen rollen).
Wir bogen also bei der Kreuzung ab und direkt nach Ende des Nationalparkgebietes in einen kleinen, kaum erkennbaren Waldweg ab. Holprig ging es die mit unzähligen Schlaglöcher gespickte Straße entlang, bis wir nach ca. zwei Kilometer an eine Lichtung kamen. Die Sonne ging bereits unter, was als Ankunftszeit für uns allmählich zur Gewohnheit wurde. Vereinzelt zeichneten sich ein paar Tannen und Feuerstellen in der tierstehenden Sonne ab. Die Lichtung endete an einer Böschung die kurz aber steil abfiel. Unterhalb lag der rauschende North Saskatchewan River. Wir wählten unseren Platz am letzen Zipfel mit direktem Blick auf den Fluss. In der Dämmerung drehten wir, ausgestattet mit Stirnlampen und Bärenspray, noch eine kurze Erkundungstour. Es gab einige schöne weit auseinander liegende Stellplätze. Wir fanden sogar ein Plumpsklo gut verdeckt hinter Büschen und Bäumen, aber trotzdem irgendwie unheimlich. Es wurde dunkel und wir befanden uns immer noch im Bärenland, ich wollte daher nur zurück in den Bus. Bei dem Gedanken es könnte plötzlich ein Bär oder sogar ein Puma unseren Weg kreuzten, fühlte ich mich nicht wirklich wohl. Jan war das egal. Sogar so sehr, dass er, ausgestattet mit zwei Lampen bereits im Dunkeln das Plumpsklo aufsuchte. Für mich undenkbar! Ich verfolgte den Schein seiner Stirnlampe aus dem Bus aus und hörte wie er „ich geh mit meiner Laterne“ sang um die Bären zu „verjagen“.

Anmerkung: wir haben uns bereits vorab über das richtige Verhalten in einem Bärenland informiert. Abgesehen von den unterschiedlichen Reaktionen gegenüber einem Schwarzbär und einem Grizzlybär , die es zu berücksichtigen gibt, sollte man IMMER ein Bärenspray (eine Art starkes Pfefferspray) griffbereit mitführen und laut mit seinem Wanderpartner reden oder singen. So werden die Bären rechtzeitig gewarnt, dass Menschen kommen.

Ich war jedenfalls einfach nur froh, als ich Jans Licht irgendwann wieder zurück trotten sah. Am nächsten Morgen wirkte natürlich alles nur noch halb so bedrohlich. Ganz im Gegenteil, für uns tat sich ein Paradies direkt vor unserem Van auf. Die schneebedeckten Berge und Tannen erstreckten sich hinter dem glasklaren, türkisblau schimmernden Wasser des Flusses, der in der Sonne glitzerte. Wir wussten sofort, wir werden hier einige Tage bleiben. Ohne mobiles Netz, ohne Wifi und ohne andere Menschen. Den ersten Tag verbrachten wir mit herkömmlicher „Hausarbeit“. Wir wuschen das Geschirr und unsere Wäsche. Kochten und kehrten den Van aus. Mit Axt und Säge bewaffnet sammelten wir im Wald Feuerholz und gönnten uns anschließend ein Bad (wir heizen am Gasherd Wasser auf uns machten eine schnelle Katzenwäsche). Zwischendurch saßen einfach nur in der Sonne und schauten. Wir saßen die Tage oft einfach nur da und schauten auf das Wasser. Ab und an ließen wir unseren Blick durch den Wald oder die freie Wiese schweifen um zu kontrollieren, dass sich kein Bär nähert. Bis auf eine Unmenge an Eichhörnchen, Adler, kleine Vögel und zwei Reihe sahen wir aber keine Wildtiere.
Die Sonne strahlte die drei Tage durchgehend, weswegen wir untertags teilweise nur im Shirt herumlaufen konnte, bevor wir uns am Abend in die Jacken kuschelten. Der Bus wärmte sich durch die Sonne untertags gut auf, dass er sogar nachts angenehm warm blieb.

Raus aus der eigenen Komfortzone
Während unserer Reise werden wir beide regelmäßig vor persönliche Herausforderungen gestellt, die sowohl Jan, wie auch mich zwingen aus der eigenen Komfortzone herauszutreten. Für Jan war es das Thema Trinkwasser. fFür mich – und das sollte sich recht bald herausstellen – der Gang zum Plumpsklo. Im Dunkeln. Wir hatten uns beide zu einem späten Nachmittagsschläfchen in den Bus gelegt. Die Sonne ging bereits unter und bis zur Dämmerung sollen nur ein paar Minuten vergehen, als ich merkte, dass ich relativ dringend aufs Klo musste. Sicher nicht! Es wird bereits dunkel, und ich geh sicher nicht in den tiefen Wald wo Bären und Pumas auf mich lauern. Mein Darm sah das anders und ich musste klein beigeben. Falls ihr euch bereits schon mal gefragt habt, wie das so ist mit seinem Partner auf Weltreise zu gehen. Hier die Antwort: man lernt sich jeden Tag auf neue intimere Art kennen.


Wir setzten unsere Stirnlampen auf, Jan nahm das Bärenspray und unsere Solarlampe und wir gingen den Weg nach hinten zum Plumpsklo. Jan blieb mit ein paar Meter Abstand stehen und sang für mich zur Beruhigung wieder irgendwelche Lieder. Mein Herz raste, als ich ein dumpfes Geräusch hörte. Verdammt, da war was. Vor Schreck zwickte ich meine Blase zusammen und lauschte. Aber Jan hörte nichts. Da schon wieder. Das Geräusch stoppte jedes Mal, wenn ich wie eingefroren meinen Atem anhielt. Erst da merkte ich, dass ich selbst dieses Geräusch verursachte… Ich kann euch sagen, ich war noch nie in meinem Leben so schnell fertig. Ich rannte nahezu zum Bus zurück. Jan schmunzelte darüber nur, während ich mit stolzgeschwellter Brust und rasendem Puls ins Bett kroch.

Jasper ist mehr Hipster
Nach zwei vollen Tagen und 3 Nächten entschieden wir uns diesen traumhaften Platz hinter uns zu lassen und weiter zur reisen. Da wir in den Nationalparks weder Wifi noch Netz hatten, hielten wir beim Glacier Information Center und meldeten uns mal bei Familie und Freunde, dass wir nicht von Bären gefressen wurden. Bevor wir die Stadt Jasper erreichten, durften wir am Icefield Parkway, neuerlich beeindruckte Bergpanoramen bestaunen. Wir hatten keine Eile, und fuhren trotz der erlaubten 90km/h, mit gemütlichen 75km/h dahin. Selbst LKWs überholten uns. Dafür entdeckten wir einen Fuchs der ganz gemütlich am Waldrand ein Schläfchen hielt.


In Jasper angekommen gönnten wir uns nach langer Abstinenz mal wieder einen Burger und ein Cola in einem Restaurant. Ok, es war eher für alte Leute ausgelegt, da es gute Seniorenrabatte anbot und bereits um 19:30 zusperrte, aber für uns dennoch gut genug. In einem Reiseführer hatte ich von einem Sternenfestival (oder so ähnlich) gelesen. Ende Oktober feiern die Einwohner von Jasper das Universum, den Mond und die Sterne. Da es aber noch nicht Ende Oktober war, ging ich nicht weiter darauf ein. Aber tatsächlich, vor der Feuerwache waren bereits Teleskope auf den Mond gerichtet und zwei Ranger erzählten den neugierigen (zehn) Besuchern irgendetwas vom Mond. Ja wir geben es zu, wir waren zwei der zehn neugierigen Besucher und staunten natürlich nicht schlecht, zum ersten Mal in unserem Leben den Mond durch ein Teleskop fast zum Greifen nah zu sehen.
Die Nacht in Jasper verbrachten wir auf einem Parkplatz auf dem es öffentliche Toiletten gab. In Städten orientierten wir uns immer gerne an anderen Wohnmobilen oder Vans die nach mobilen Heim aussahen, um nicht Gefahr zu laufen irgendwo abgeschleppt zu werden. Leider sollte sich das als gravierender Fehler herausstellen. Gefühlt im Minutentakt (vermutlich im Stundentakt) ratterte laut schnaufend und quietschend der schier endlos lange Güterzug an uns vorbei. Die Nacht war eine Katastrophe, bis Jan um fünf Uhr früh auf den Fahrersitz stieg und den Bus umparkte. Bis 9.30 Uhr konnten wir unseren Schlaf nachholen, aber wir waren beide ziemlich gerädert.

Waschmaschinen, Duschen und Kaffee
Immer wenn wir in einer Stadt sind, versuchen wir Notwendiges zu erledigen. Trotz der geringen Größe von Jasper gab es eine Münzwäscherei, die gleichzeitig ein Cafe beinhaltet und gegen 5 CAD (ca. 3€) konnte man auch duschen gehen. Nach einer Woche nicht duschen, herrlich. Während zwei Waschmaschinen mit unserem Zeug liefen, genossen Jan und ich die 8-Minuten lange heiße Dusche. Bei einem Kaffee und Wifi warteten wir anschließend bis der Trockner unsere Sachen wieder freigab. Wie zwei neue Menschen gingen wir noch in den Lebensmittelladen um unseren Vorrat wieder aufzufüllen. Viele der Supermärkte boten frische ganze Grillhühner (oder auch andere Teile vom Huhn) zu vernünftigen Preisen an. Dieses Mittagessen war für uns mittlerweile in regelmäßigen Abständen zur Gewohnheit geworden.

Wir merkten, dass die Tage kürzer wurden und die Nächte immer kälter (in einigen Nächte fiel das Thermometer schon mal in den Minusbereich, INNERHALB des Vans). Also beschlossen wir nicht mehr viel weiter in den Norden zu fahren. Ein Hirsch am Straßenrand verabschiedete uns auf der Weiterfahrt von Jasper auf den Highway 16 Richtung Westen. Bereits nach wenigen Kilometer überquerten wir die Grenze der beiden Provinzen Alberta und British Colombia. Warum das erwähnenswert ist? Seid ihr schon mal mit dem Auto durch die Zeit gereist? Wir jetzt schon. Die Grenze der beiden Provinzen ist gleichzeitig die Grenze zweier Zeitzonen. Schilder am Straßenrand weisen darauf hin die Uhr zu verstellen, in unserem Fall wieder eine Stunde zurück.
Bei Einbruch der Dämmerung bogen wir erneut vom Highway in einen Waldweg ab. Diesmal etwas auffälliger gekennzeichnet, dennoch fuhren wir im ersten Moment daran vorbei. Leicht bergab führte uns der Weg zu einem See, wo bereits ein anderer Camper stand. Wir stellten uns mit etwas Abstand hin. Wieder empfand ich den dunklen Wald um uns als bedrohlich und unheimlich. Aber auch hier sollte sich am nächsten Tag genau das Gegenteil herausstellen. Ein spiegelglatter See reflektierte die aufgehende Sonne und den gegenüberliegenden Wald. Der andere Camper war bereits früh morgens weiter gezogen, weswegen wir nun alleine waren. Auch hier verbrachten wir ein paar entspannte Tage. Wir beobachteten das Treiben der Vögel, den Eichhörnchen und den Enten. Ich gönnte mir ein sehr erfrischendes und schnelles Bad im See und Jan entdeckte den Holzfäller in sich und kümmerte sich um Feuerholz.
Beide Abende die wir dort verbrachten machten wir ein Lagefeuer. Wir hatten uns extra Würstl und Marshmallows besorgt, die wir aufgespießt auf einem geschnitzten Stock grillten. Eine erneute Zeitreise, diesmal aber zurück in die Kindheit.

Prince George oder das kleine Toronto
Jeder der Jans Beitrag über unseren Aufenthalt in Toronto gelesen hat, wird diese Anspielung verstehen. Nachdem wir doch recht viele Tage in der Wildnis oder nur in kleinen Städtchen verbracht hatten, kamen wir nach Prince George. Es tut immer ganz gut, nach 2 bis 3 Tagen die Möglichkeit zu bekommen, den Wasservorrat aufzufüllen oder zu Duschen. Da wir nie auf direktem Weg zu unserem nächsten Ziel reisen, bauten wir auch auf der Strecke nach Prince George einen Stop ein. Noch in der morgendlichen Kälte spazierten wir durch den Ancient Forest. Ein Wald der fast ausschließlich aus Zedern besteht, die teilweise zwischen 1000 und 2000 Jahre alt waren. Einerseits war es sehr unheimlich, stand auch gleich zu Beginn ein Schild, dass Schwarzbären gesichtet wurden. Andererseits übte dieser Wald eine große Faszination auf uns aus. Die Baumkronen so hoch oben, dass man das Ende nur erahnen konnte und die Stämme von so einem Durchmesser, dass es bis zu 10 Personen benötigte um sie vollständig zu umarmen.
Prince George war auf unserem Weg die nächstgrößere Stadt. Bereits beim Reinfahren stieg uns aber ein komischer Geruch vom Kraftwerk in die Nase. Wir steuerten das erstbeste Cafe einer berühmten Kaffeehauskette (dessen Namen wir hier nicht nennen wollen) . Während wir am Fenster saßen und unsere viel zu überteuerten Cappuccino tranken, huschte eine komische Gestalt nach der anderen am Fenster vorbei. Nicht von der Art „interessant zu beobachten“ sondern irgendwie „möchte man nicht im Dunkeln begegnen“. Wir wussten, wir bleiben hier nicht länger als notwendig. Also ging es weiter und als erneut die Dämmerung einbrach (das geht mittlerweile relativ schnell in Kanada), bogen wir wieder in eine Seitenstraße ab. Die sieben Kilometer lange Schotterstraße führte uns wieder zu einem kaum besuchten See. Und als wir morgens aufwachten, krochen wir mit unseren Schlafsäcken aus dem Bett, öffneten die seitlichen Vantüren und konnten einen bilderbuchhaften Sonnenaufgang über dem spiegelglatten See beobachten.

Unser Tipp: Wir nutzen auf unserer Reise die App iOverlander und die Homepage freecampsites.net, beide funktionieren jedoch nur mit Wifi. In beiden werden sämtliche Campingmöglichkeiten angezeigt, von bezahlten Campingplätzen bis zu Wildcamping Empfehlungen. Mit Datum und Anmerkung der letzen Besucher. iOverlander ist ein wenig detaillierter und überträgt den Standort direkt in die Google Maps App bzw. Maps.me App. Zusätzlich kann man unterschiedliche Filter setzen um weitere Suchen zu starten (z.B: Aussichtspunkte, Wäschereien, Restaurants,…) Bevor wir losfuhren, suchten wir uns ein paar wilde Plätze in der App raus und übertrugen sie in Google Maps. Anschließend ließen wir uns von der offline Karte hinführen.

—English version—

Into the wilderness of Canada
The first week of our van life was driven by a lot of to-do’s, and we really looked forward to spent some outdoor van life from now on. But the first week good, too. It was some kind of a rehearsal. We had the time to become attuned to each other.
We left Canmore behind us and we drove through the Banff Nationalpark. To be precise we took the highway 93, the Icefield Parkway. This highway is recommend in every tour guide, but it keep it’s promise in every way. It is the connection between Banff Nationalpark and Jasper Nationalpark and leads you along the mountain ridge of the Canadian Rockies. We didn’t made much kilometers these days, because we often stopped for the stunning views. The road seemed to be endless and we had this feeling to reach the horizon. Behind one of the less road curves another mountain peak bursting into the height trying to outperform the last one in size and beauty. At some viewpoints the name and the height was specified, barely no peak had a height less than 3000 meters. But somehow they seemed not that much high for us. Thats because of we drove in high altitude, too.

Backyard Paradise
Right in the middle of the Icefield Parkway, there is the village Saskatchewan River Crossing, where we turned-off to the highway 11. As already mentioned, it is strictly forbidden to do wild camping in the national parks. Almost every other campground was closed for the season or was just too expensive. Anyway we never planned to stay on an ordinary campground. We wanted to be alone. We wanted to be in nature. We wanted to feel the freedom. A little too melodramatic, but somehow it was like that (Jan would start now to smile or to roll his eyes).
So we took the highway 11 and right after national park exit, we turned into a hardly noticeable small forest track. The two kilometers bumpy road lead us to a glade opening between the trees. The sun set was already ongoing, but arriving during dusk was already standard for us. Lonely trees and fire pits loomed in the low sun rays. The meadow ended at a river bank, next to the whooshing North Saskatchewan River. This was the place to stay. Equipped with head torch and bear spray, we explored the surrounding area during the nightfall. We found some other places to stay far from each other, but no other campers. A pit toilet was hidden by some trees and bushes, some kind of creepy. It was getting darker and we were staying in bear country that moment, I just wanted to go back to the bus. I didn’t feel very comfortable thinking of a bear or a cougar could cross our path right now. Jan didn’t care about it at all. He did the total opposite. He crapped his head torch, our solar lamp and the bear spray and checked out the pit toilet in the darkness. Incredible! I followed the glow of his light and heard him singing in order to „chase off“ the bears.

Note: we informed us about the right behavior in a bear country, before we headed into the wild. Always keep bear spray with you, no matter how far you are planning to go. Talk to your hiking partner loudly or sing. The bear will be aware in advance, that humans are getting closer.

I was really glad, when I saw Jan’s flash light coming back. Of course everything wasn’t that frightened the next morning. Actually it was the total oppsite, we had a backyard paradise right in front of our van. The snow covered mountains and the green shaded trees were lying on the other side of the river, which had crystal clear turquoise blue gleaming water, shimmering in the sun. We knew, we would stay here for several days. Without mobile network, without wifi and without other people. The first day we spent doing some ordinary „housework“. We washed dishes and our clothes, cleaned up the van. We collected some fire wood and took a shower (we heated up some water with our stove and had a quick wash). In between we sat down, relaxed and watched the river running. From time to time our view roamed over the forest and the meadow to check out no bear was coming. We only saw two deers, an eagle, beautiful birds and a lot of squirrels.
The sun was shining the whole three days, so we spent the day time in shirts before we wrapped ourselves in the down jacket when the sun went down. The sun heated up the van as well.

Get out of your comfort zone
During our journey we often have to challenge ourself and force us to get out of our own comfort zones. Jan’s challenge was the issue with the tap water. My own challenge – and realized it sooner than expected – the walk to the pit toilet. In the darkness. We both had a a late power nap in the afternoon. The sun set already started and the time to the nightfall ticked away, when I realized I needed to go to the toilet. For sure not! It was getting darker and darker, and I definitely wouldn’t went into the deep dark forest, where bears and cougars were waiting to catch me. No, my gut had another opionion. I had to go. If you ask yourself, how it will be on a world trip with your partner, there is the answer: every single day you will get to know each other a little more intimate.


We set on our head torch, Jan took the bear spray and our solar lamp and we made the way up to the pit toilet. Jan stood of a few meters and sang children’s songs to calm me down. My heart heated when I heard a dull noise. Damn, there is something. Frozen in shock I stopped peeing. Silence. Jan didn’t hear anything, too. I released. I heard it again. The noise hushed every time when I hold my breath. Then I realized that I caused the noise by myself… I swear I’ve never finished that fast. I nearly ran back to the bus. Jan chuckled while I crawled into bed very proud of myself.

Jasper is more hipster
After two full days and three nights we headed back to civilization and left this beautiful spot behind us. We had a short break at the glacier information center, because inside the national parks there is absolutely no mobile network. We just made a few updates to our loved ones that we were still alive and not eaten by bears or cougars. Before we arrived Jasper, we gazed again at the beautiful and stunning mountain panorama. We wasn’t in hurry and drove in relaxing mood across the Icefield Parkway. Even trucks passed us. Any way we saw a sleeping fox beside the road.


In Jasper, we treated our self again with burger and coke in a restaurant. Ok, it was more for retired people and closed at 7:30 pm but it was great for us to grab a burger. In a tour guide we read about a star festival (or something like that). End of October the inhabitants of Jasper celebrating the universe, the moon and the stars. Cause it wasn’t end of October, we didn’t pay much attention to it. But when we passed the fire house, two rangers built up some telescopes and told some information about the moon to curious visitors. Ok, I admit, we were two of the curios visitors. But have you ever seen the moon trough a telescope? It was amazing, we could almost touch it.
The night in Jasper we spent in a parking lot with public washrooms. In the towns we orient ourselfes most time on other campers or mobile homes. We didn’t want to take the risk to get towed away. Unfortunately this decision would be a big mistake. Minute by minute (maybe hour by hour) the almost endless goods train passed the parking lot loudly huffing and squeaking. It was a horrible night until Jan drove our van in the side road of the public library in the very early morning. We made up our lost sleep, but felt absolutely whacked.

Washing machines, a shower and a cup of coffee
We always try to do some necessary things when we stay in a town. Despite the small size of Jasper, it offered a coin laundry, including a coffee bar (with quite good coffee and fresh bakery) and coin shower. After a week of no shower, a great feeling. While two washing machines ran with our clothes, we enjoyed the hot 8-minute shower. With a cup pf coffee and a 30-minute wifi connection we waited until the dryer had been finished. Like two new people we bought some groceries. Some grocery markets offer fresh grilled chicken (or some other parts of chicken) for affordable prices. As usual we grabbed one of them and had lunch in our van before we headed on.

We recognized, the days were getting shorter and the nights colder. In some nights the temperature INSIDE the van dropped below 0 degrees Celsius. That’s why we decided to not going to the North anymore. A deer waved us good-bye when we left Jasper on the highway 16 in West direction. After a few kilometer we crossed the border between the two provinces of Alberta and British Colombia. Why is it worth saying it? Have you ever time travelled by car? We did! The border of the two provinces is the border of the time zone, too. A street sign friendly reminds you to set your clock one hour back.
Again during the nightfall we turned into a small gravel road. This time a little better noticeable, but we passed it on the first try. Slighty downwards we followed the forest road to a lake, where another camper already had parked his RV. We chose our place in huge distance. I felt again not very comfortable inside the dark scary forest. But as usual the next day showed the opposite. A mirror glazed lake reflected the raise of the sun as well as the trees from the other side. The second camper already left early in the morning. We were alone again. Like the days before we had some calm relaxing days. We watched the birds and squirrels. I took a bath in the lake and Jan discovered his inner lumberjack. Both evenings we made a campfire and grilled sausages and marshmallows on a wooden stick. We time travelled again, back in our childhood.

Prince George or little Toronto
Everybody who read Jan’s article about Toronto, will understand this hint. After we spent quite some days in the wildniss or in cute tiny villages, we arrived in Prince George. It is always a good feeling being back in civilization after 2 or 3 days, in order to fill up the water tank or to have a shower. But we never drive in a direct way to the next destination. So again we stopped at the Ancient Forest on our way to Prince George. There, we hiked the path through it. The cedar trees in this forest are between 1000 and 2000 years old. On the one side it was kind of creepy walking this path in the morning, cause a sign warned us about a black bear which was seen a there some time ago. On the other side this forest was more than fascinating. The treetops are so high that you just can imagine their end and the tree trunk has a diameter, that you need ten people to hug them complete.
Prince George was the next big city. But when we entered there was an industrial smell. We headed to the next available shop of a famous coffee shop chain (we don’t want to call the name here). While we drank our expensive cappuccinos, strange people were passing the window. Not the way of strangers like „interesting to watch“, more the way like „I don’t want to meet them in the dark“.
We moved on, again during the nightfall to the next wild campsite near the Cobb Lake. And when we woked up the following day, we crawled out the bed but in our sleeping bags, opened the side door of the van and enjoyed a beautiful postcard-like sunrise in the early morning.

Our hint:
On our journey we use the app iOverlander and the homepage freecampsites.net, but of course you need wifi to use it. Both show some possibilities for camping from paid campgrounds to wild camping spots. The recommendations are always marked with a date and short notes from the last visitors. iOverlander is more detailled and it has the possibility to add the coordinates to the Google Maps App or to the Maps.me App. It’s possible to set some additional filters like viewpoints, laundries, restaurants and so on. Before we headed on we searched some nice places we want to stay, transferred them to Google Maps and navigated there offline.

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