—see English below—

Schon während der Planung zur Weltreise stand für uns fest, wenn es irgendwie möglich ist, kaufen wir uns einen Van in dem wir zwei bis drei Monate schlafen, essen, leben und Nordamerika bereisen. Jan recherchierte in Deutschland wochenlang, was wir alles beachten müssen. Las einen Blog und Erfahrungsbericht nach dem anderen. Je mehr er darüber las, umso komplizierter schien es zu sein. Wir brauchen eine Adresse in Kanada, damit wir ein Auto kaufen dürfen. Und in was für einem Zustand wird das Auto tatsächlich sein? Die Liste an Herausforderungen wurde lang – in seinen Augen. Auf sämtliche neuen Probleme, die Jan zu Tage brachte antwortete ich meistens mit einem unbeeindruckten „es wird schon irgendwie gehen.“

Alle guten Dinge sind 3
Drei Vans haben wir uns angesehen, alle wurden von Reisenden wie wir es waren, angeboten. Alle drei Fahrzeuge waren unterschiedlich. Von einem klassischen Mini Van, in dem der komplette hintere Bereich das Bett ausmachte, von einem kleinen Bus bis zu unserer jetzigen „Big Berta“. Weil wir außerhalb der klassischen Camping-Saison unterwegs sind, und wie wir bereits erfahren konnten, reichten von Herbst auf Winter schon ein paar wenige Kilometer aus, entschieden wir uns für den größten der drei. Der Chevy Van, bot ein Doppelbett in dem man sich halbwegs aufrichten konnte, einen Koch-, Ess-, und theoretisch auch Badbereich, und viel Stauraum. Es war einfach das Richtige um auch mal einen Regentag darin zu verbringen.
Übernommen haben wir ihn von zwei deutschen Backpackerinnen, die super lieb waren und (und das war das Ausschlaggebende) die, die selben Standards eines Autos gewohnt waren wie wir. In Kanada gibt es keinen herkömmlichen TÜV (österr.: Pickerlüberprüfung) wie in Deutschland oder Österreich. Die Autos dürfen fahren, egal ob kaputte Windschutzscheibe, abgerissene Stoßstange oder ein, vor schwarzem Ruß qualmender Auspuff. Solange die Versicherung gültig ist, darf damit gefahren werden. Das bereitete uns natürlich schon erstmals Sorgen, weil im Winter irgendwo im nirgendwo mit einem Auto liegen bleiben, dass uns als „gut“ verkauft wurde, wollten wir nicht. Bei Marie und Noelle hatten wir aber ein gutes Gefühl, sie zeigten uns bei der Besichtigung sämtliche Werkstattberichte die keine paar Tage alt waren. Big Berta hat neues Schuhwerk für den Winter und einen Ölwechsel erhalten, außerdem waren andere Mängel zusätzlich aufgezeigt worden. Außer dem Tausch der Kühlflüssigkeit, war jedoch nichts Nennenswertes an dem Auto zu machen.
Einen ausführlichen Bericht über unsere Erfahrung beim Autokauf in Kanada findet ihr hier.
Spoileralarm: wie ihr euch denken könnt, ist es schon irgendwie gegangen 😉

Walmart und Thanksgiving
Nachdem wir mit den beiden die Ummeldung bei der Versicherung abgeschlossen hatten, fuhren wir gleich mal Richtung Süden nach Tsawassen, knapp vor die Grenze zur USA. Zwei Nächte und drei Tage verbrachten wir dort und deckten uns bei Walmart und Ikea mit Lebensmittel, Teppiche, Bettwäsche, Stoffe und ein bisschen Schnick Schnack ein. Den ersten Nachmittag parkten wir vor einer Münz-Wäscherei. Während die Waschmaschinen mit unserem Zeug auf Hochtouren liefen, machten wir mal eine Bestandsaufnahme des Inventars und putzen den ganzen Bus. Es war gerade Thanksgiving, was uns als Europäer aber nicht wirklich tangierte, ausser dass sämtliche Geschäfte früher schlossen. Als es jedoch abends wurde und wir noch immer an unserem Bus arbeiteten, kam Kelly eine Bewohnerin des Nachbarhauses zu uns. Wir hatten sie kurz vorher im Waschsalon getroffen. Sie war neugierig und wollte wissen ob wir im Van wohnen und wie lang wir noch hier bleiben. Denn, und das war das Beste an diesem ganzen Tag, es war ihr Geburtstag und es war Thanksgiving und sie würde uns gerne zwei Teller mit Thanksgiving-Essen runter bringen. Erst da merkten wir, wie hungrig wir eigentlich waren und nahmen das Angebot dankend an.
Keine 10 Minuten später, kam sie mit zwei Teller, vollbeladen mit Truthahnbrust, Füllung, Erdäpfel- (deutsch.: Kartoffel-)Püree, Maiskörner und jede Menge Bratensaft. Als Dankeschön, hatten wir schnell eine Kerze zusammengestutzt in einen Walmart-Muffin gesteckt und „Happy Birthday“ gesungen. Für uns war es ein Festessen und ein toller Abschluss des Tages. Nach einer Stunde kam sie wieder um die dreckigen Teller und das Besteck zu holen. Als Nachspeise überreichte sie uns noch ein Säckchen mit Halloween-Süßigkeiten. Ihre Hilfsbereitschaft endete erst, nachdem sie auch noch unsere prall gefüllten Müllsäcke in ihrem Container entsorgte.
An dieser Stelle: DANKE KELLY, es hat uns wirklich den Abend gerettet!

Wir richten unser neues Zuhause ein
Jan hat das Free Wifi der umliegenden Starbucks, Walmarts oder Canadian Tires ausgenutzt und wieder fleißig Recherche, nach dem für uns richtigen Heiz- und Kochsystem betrieben. Wir sind zur kalten Jahreszeit unterwegs, eine Heizung ist bitter nötig. Alles muss jedoch mit Gas laufen, wir werden nirgends die Möglichkeit für Stromanschlüsse haben. In einem unglaublich imposanten, mehr museumsartigen Outdoor- und Jagdgeschäft in Tsawassen wurden wir fündig. Die Eingangshalle war geschmückt mit einem meterhohem Kamin, in dem Feuer loderte. Von der Decke des Mittelganges starrten uns ausgestopfte Bären, Elche, Füchse und Pumas an. Genau über uns waren tote Enten und andere Vögel fliegend drapiert. Der Gang endete genau vor einem riesigen Becken mit lebenden Lachsen. Von Booten und panzerartigen Gefährten, bis Gewehre und Angelruten, über sämtliches Equipment was man zum Überleben in der Wildnis, oder zum Verschönern des ausfahrbaren Mega-Wohnmobils braucht – hier bekommt man alles. Wir holten uns dort unseren Gasheizer und einen Gasherd mit zwei Kochflächen.
In einigen Gebieten Kanadas hat es bereits geschneit und unsere Kühlflüssigkeit hatte aber einen Gefrierpunkt von knapp unter 0 Grad Celsius, weswegen wir beim Canadian Tire in Tsawassen um einen Termin ansuchten. Der nächste Verfügbare war erst in 4 Tagen. Hmpf… wir wollten nicht so lange an einer Stelle bleiben und entschieden uns weiterzufahren, um mal ein paar Kilometer hinter uns zu bringen. Canadian Tire (ähnlich wie A.T.U.) gibt es in ganz Kanada. In Kamloops haben wir es beim nächsten versucht, nächster freier Termin in 3-4 Tagen. Allmählich schlägt es sich auf unsere Stimmung. Wir entschieden uns dennoch 2 Nächte in Kamloops zu bleiben. Einen Tag verbrachten wir am Parkplatz von „Home Depot“, einem riesengroßen Baumarkt. Jan konnte sich vom Baumarkt direkt Werkzeug ausleihen und unsere „Küche“ zimmern. Ich kleidete Big Berta von Innen komplett mit Stoff aus. Das Alter merkte man ihr von Innen gut an, deswegen gab es mal eine kleine Schönheitskur. Ein Großteil der Innenausstattung hatten wir glücklicherweise von unseren Vorgängern übernommen, wie das Ladenregal auf dem unsere Küche Platz fand, die Boxen unter dem Bett oder die Kühltruhe.

In Kanada geht man nicht nackt in die Sauna aber man bekommt gute Empfehlungen
In Kamloops nutzen wir auch gleich die Gelegenheit in einem Community Center mal wieder duschen zu gehen. Ein Bad ist das Einzige was in unserem mobilen Zuhause fehlt, aber bei den Temperaturen kommen wir sowieso nicht allzu schnell ins Schwitzen. Community Center bieten oft ein Fitness Center, Sauna und Hallenbad an, klein aber kostengünstig. Wir wollten eigentlich nur Eintritt zahlen um die Duschen nutzen zu können, beschlossen aber doch den Dreck erstmal in der Sauna auszuschwitzen. Jan hatte seine Badehose dabei, ich lies meinen Bikini im Van. Was eigentlich auch egal war, denn wir waren nur zum Duschen und zum Saunieren dort, und in der Sauna ist man bekanntlich nackt. Jan kam mit Badehose aus der Umkleidekabine, ich hatte mir mein Handtuch um den Körper gewickelt. Wir gingen in die Sauna. Es saßen drei Männer drin. Alle mit Badehose. Da saßen wir nun und schwitzten. Drei kanadische Männer mit Badehose, Jan in Badehose und ich nackt unter meinem Handtuch. Einer der Saunabesucher hörte uns Deutsch reden und verwickelte uns gleich in ein Gespräch – auf Deutsch. Seine Eltern sind vor zig Jahren nach Kanada ausgewandert und er hatte als Kind noch Deutsch gelernt. Er gab uns ein paar Tipps was wir uns alles ansehen sollten, und nach 15 Minuten verließen wir die Sauna und gingen Duschen. Endlich. Nach einer ausgiebigen Dusche trafen Jan und ich uns wieder vor der Rezeption und fuhren zum Walmart Parkplatz zurück – unser kurzfristiger Heimathafen.

Auf Empfehlung des deutschsprachigen Kanadiers hielten wir auf halbem Weg nach Revelstroke. Es ist gerade die richtige Zeit um dort eine Lachswanderung zu beobachten. Wir fuhren auf den großen Parkplatz, wurden von einem freundlichen Park Ranger gefragt ob unsere Big Berta ein Tour Bus oder einfach nur ein fancy Van war und wanderten den Pfad bis zum Wasser. Ein paar der roten großen Fische waren im Wasser gut zu erkennen oder sprangen hoch. Nett anzusehen, aber jetzt auch kein Highlight. Trotzdem wanderten wir den kompletten Wanderweg entlang des Flusses durch. Erst da konnten wir das Ausmaß der Lachswanderung erkennen. Der Fluss wimmelte nur so von den roten Fischen. Wir gingen weiter, stiegen über Bärenkacke (bildete ich mir zumindest ein) und hatten abseits der Lachsbeobachtung ein paar tolle Eindrücke der kanadischen Natur gewonnen. Am Rückweg hielten auf einer Steininsel in der Mitte des Flusses vier Raftingboote und gut 20 Personen stiegen aus. Wir dachten, sie nutzen die Gunst der Stunde, streifen einmal mit einem Netz durch das Wasser und angelten sich so ein ausgiebiges Festmahl. Tatsächlich, fuhren sie mit einem Raftingboot eine kleine Runde und zogen auch ein Netz hinter sich her. Hunderte von Lachse waren darin gefangen. Sofort stiegen alle Fischer ins Wasser. Der Reihe nach wurde ein Fisch herausgehoben, irgendwelche Zahlen und Angaben einer Person die an Land geblieben war zu gerufen und der Fisch wurde wieder in die Freiheit entlassen. Sie zählten die Fische nur und machten eine Bestandsaufnahme. Das war erst recht spannend zu beobachten.

Immer noch auf der Suche nach einem Canadian Tire
Die nächsten Canadian Tire waren in Canmore und Calgary, am Weg dorthin fuhren wir durch den Banff Nationalpark. Dort mussten wir erstmal am Lake Louise anhalten. Ein ultimativer Instagram-Hotspot, aber dennoch sehr sehenswert. Winter war dort bereits eingebrochen und während unserer Runde um den See, stapften wir bereits durch Schnee. Wenn man ein bisschen weiter als nur bis zum Parkplatz Ausgang geht, sind auch nicht mehr wirklich viele Touristen unterwegs und man konnte den Anblick etwas mehr genießen. Am Abend kamen wir dann in der Stadt Banff an. Am Weg dorthin hatten wir gleich eine Reihe von Erlebnissen hintereinander. Am Straßenrand grasten zehn bis zwölf Rentiere, ich am Steuer hielt sofort an, ließ mein Fenster runter und zückte die Kamera. Neben mir hielt ebenfalls ein Auto, und verdeckte uns die Sicht. Ich wollte schon losschimpfen, als der Fahrer die Scheibe ebenfalls runter ließ. Der Polizist meinte mit freundlicher aber sehr bestimmter Stimme, dass ich nicht einfach mitten auf der Straße halten kann und weiterfahren soll. Ups,…


Wir fuhren somit weiter, drehten aber gleich nochmal um, um die Rentiere doch noch fotografieren zu können. Es war bereits dunkel und wir hatten die Abende vorher schon den Eindruck, dass unsere Scheinwerfer nicht richtig arbeiten wollten, wir hatten kaum einen Lichtkegel. Nagut, da wir sowieso zur Werkstatt mussten, konnten wir das ebenfalls kontrollieren lassen.
Banff ist ein schmuckes kleines Städtchen. Es besteht im Prinzip aus zwei „Hauptsträßchen“, in denen sich ein Souvenirladen an den anderen reiht. Diese sind jedoch nicht so plump und wenig kreativ gestaltet, wie man es vielleicht aus der Wiener Innenstadt kennt. Jeder einzelne Laden hat den Stil der Stadt beibehalten, von der Außenfassade bis zum Werbeschild, alles ist aus Holz und sehr kanadisch rustikal gestaltet. Wirklich sehr entzückend und es machte uns Spaß durch zu schlendern. Obwohl wir uns gerade mitten im Nationalpark befanden, und in Nationalparks wild campen prinzipiell verboten ist, nächtigten wir auf einem Parkplatz der für Wohnmobile ausgelegt war. Bevor wir am nächsten Tag weiterfuhren, gönnten wir uns noch einen guten Kaffee und ein wenig Internet in einer altbekannten Kaffeehauskette.

Big Berta war startklar
Den nächsten Versuch einen freien Termin in der Werkstatt zu bekommen starteten wir in Canmore. 14 Tage Wartezeit. In Canmore gab es jedoch noch andere Werkstätten, also klapperten wir eine Weitere ab. Diesmal eine Chevrolet Werkstätte. Auch wieder tagelange Wartezeit. Jan bat jedoch den Mechaniker sich das Licht mal anzusehen, und siehe da. Es funktionierte, zumindest halb. Wir hatten einfach den Schieber nicht richtig rausgezogen, weswegen wir nur zwischen Tagfahrlicht oder Fernlicht hin und her schalten konnten. Juhu, endlich im Dunkeln sehen. Naja gut, das Abblendlicht auf der Fahrerseite war defekt, aber das konnten wir relativ schnell in Calgary selbst und kostengünstig austauschen. In Calgary, einer größeren Stadt hatten wir dann auch endlich Erfolg bei Canadian Tire, sie gaben uns einen Termin gleich für den nächsten Morgen. Abgesehen davon, dass unsere Big Berta dort nun winterfit gemacht wurde, gewannen wir von Calgary einen ganz besonderen Eindruck.
Es war bereits Abend. Es schneite. Aber nicht so „oh schau mal, schneit es!“. Sonder richtig Schnee. Richtig fette Schneeflocken von seitlichem Wind wild verblasen. Wir nutzten nochmal die öffentlichen Toiletten im Walmart und wir sahen Frauen in Miniröcken und Flip Flops. Männer in Kurzarmshirts und kleine Mädchen in Sommerkleidchen. Wie bitte? Wir hatten uns nur für den Weg von Auto zum Walmart in unsere Daunenjacken geschmissen und hatten Eile reinzukommen.

Nachdem wir den nächsten Vormittag im Wartebereich der Canadian Tire Werkstatt verbracht hatten, war unsere Big Berta nun endlich startklar und bereit uns in tiefe winterliche Temperaturen zu führen. Das defekte Licht war ausgetauscht. Es konnte losgehen.
Unsere neu gewonnene Freiheit, nichts mehr an unserem neuen Zuhause machen zu müssen, verbrachten wir in Canmore. Einem weiteren entzückenden Städtchen, durch das wir beim ersten Stop nur durchgerauscht waren. Da es weit weniger Touristen überlaufen war als Banff, aber mindestens genauso rustikal und lieblich gestaltet, gefiel es uns noch besser . Außerdem traf man auf dem großen Parkplatz und den öffentlichen Toiletten (auch) andere Wildcamper. Von Canmore aus machten wir, nach einigen Tagen Pause, eine Wanderung zu zwei kleinen Bergseen. Eine viel begangene Tour, aber irgendwie mussten wir uns an das Bärenland erstmal langsam heran tasten. Während wir zurück Richtung Auto gingen, kamen wir an einem Wasserfall vorbei, der sie von Weitem bestaunen lies. Ich entdeckte aber einen kleinen Pfad, etwas verreist und auch etwas rutschig, wollte aber unbedingt zum Fuß des Wasserfalls. Also ich voraus und Jan hinterher. Faszinierend war die Schicht aus Eis die am Felsen entlang glitt, und das weiterhin darunter herabfließende Wasser. Es wirkte als würde der Felsen leben.
Nach zwei Nächten in Canmore füllten wir unseren Lebensmittel- und Wasservorrat nochmal auf, kauften Reservegasflaschen und tankten voll. Big Berta war bereit für die kanadische Wildnis!

Alle Bilder dazu sind in unserer Galerie.

— English version—

During our world trip preparation, we already fixed if it’s some how possible we will buy a van in which we sleep, eat, live and traveling through North America for two or three months. Jan researched in Germany all week long, what facts we have to be aware. He read several blogs and recommendations of others. The more he read, the more it seems to be really complicated. We need an Canadian adress, if we want to buy a car. In which condition would be the car? The list of challenges became long – in his point of view. Kathrin answered always with an unimpressed „it will work, take it easy“.

Count on three
We checked three Vans, all offered by travellers like us. All three vehicles were different. We started with a classic mini van, with a bed over the complete back area. A small bus was the second one. And the last one was our todays „Big Berta“. We are travelling off-season and we already made the experience that just a few kilometers were enough for a change from fall to winter, that’s why we chose the biggest one. The Chevy Van included a queenside double bed, which has almost enough space to sit in it, a kitchen, eating and theoretically a bathing area, too. And a lot of storage space. It was just the right one to spend a rainy day inside in case it’s necessary.
We bought it from two lovely German backpacker girls, who (and that was the main fact) were used to the same standards of car conditions like we do. In Canada exists no annual car check like in Germany or Austria. No matter if the windshield is broken, the bumper is missing or the exhaust smoked like an old steam loco, every car with a valid insurance is allowed to get driven. That was definitely a point we thought about, because we wouldn’t have a breakdown in the middle of nowhere during the winter season. We had a god feeling with Marie and Noelle and they showed us immediately several car garage reports not older than a few days. Big Berta got new winter shoes and an oil change, other defects where listed. Only a change of the coolant flush, but nothing else was needed to be fixed.
Details of our full report about our experiences of buying a car in Canada you can find here.
Spoiler alert: As you may think, it worked out well 😉

Walmart and Thanksgiving
After finalizing the registration we head to the South, to Tsawassen, a small city short before the U.S. border. We spent there two nights and three days, bought ahead some groceries, carpets, bed sheets, fabrics and some frills at Walmart and Ikea. The first afternoon, we parked in front of a coin laundry. During the washing machines were running, we checked the inventory and cleaned up the whole bus. It was the day of thanksgiving, but as European we weren’t really into that, only that most stores closed earlier that day. It became later in the evening and as we still worked on our new home, Kelly came along. A lovely resident of the neighbor house, which we met at the coin laundry earlier that day. She was curios and wanted to know whether we live in that van and how long we going to stay there. But the reason of her asking us was great: It was her birthday and it was thanksgiving, she would be pleased if she could bring us two plates of her thanksgiving dinner. At this moment we realized how hungry we’ve already been and appreciated her invitation. Not even ten minutes later she came back with two plates of hot turkey breast, filling, mashed potatoes, corn and a lot of gravy. As gratitude for that, we put a candle in a Walmart muffin a sang „Happy Birthday“ for her. It was a feast and a great ending for that day. She returned one hour later, collected the dirty dishes and handed over some Halloween sweets. Her willingness to help us was not over before she even took our trash bags and disposed them in her own dumpster.
An this point: THANK YOU KELLY, you saved our evening!

We built our nest
Jan used the free wifi of surrounding Starbucks, Walmarts and Canadian Tires to research the right heating and cooking systems for our van. We are road tripping in the cold season, that’s why a heater is a must. Everything has to run by propane tanks, we will not have electricity anywhere. In an unbelievable impressive, outdoor- and hunting store we got everything we needed. This huge shop looked more like a museum than a normal shop. Flames blazed in a huge fireplace in the imposing entrance hall. Taxidermied bears, elks, foxes and cougars were starring at us from the ceiling of the main corridor. Ducks and other wild birds were draped in flight position right above us. The corridor ended up at a big tank with living salmons. The offer ranges from boats, tank type vehicles, hunting guns to fishing rods as well as from a complete survival equipment to the bathroom decoration for your extendable mobile home – you will find everything what you need. We did as well. We bought our heater and our stove with two hobs.
In some areas in Canada snow felt already and the coolant of our van had a freezing point of just a bit lower than 0 degrees Celsius and we had to change it. We tried to make an appointment at Canadian Tire in Tsawassen. The next possible date was four days later. Hmpf… we didn’t want to stay that long at one place und decided to head on. There are a lot more stores of Canadian Tire in Canada. We made a few kilometers, and had a second try in Kamloops. Same as in Tsawassen. We had to wait 4 days for the next available appointment. Little by little our positive mood changed. However, we stayed in Kamloops for two nights. One day we spent in the parking lot of „Home Depot“, a home improvement center. Jan had the chance to rent some tools and could build up our „kitchen“. I took the chance to coat Big Berta’s interior with new fabrics. She couldn’t hide her age, so a little beauty treatment was necessary. Fortunately we took a big part of the inventory over from our predecessors, like the shelve with the drawers, boxes underneath the bed and the cooling box.

In Canada you don’t enter the sauna naked, but you will get good recommendations
In Kamloops we had the chance to visit a Community Center to have a shower. A bathroom with a shower is the only missing thing in our new home, but because of the low temperature we sweat not that much ;). Community Center offers often a fitness center, sauna and a swimming pool, small but budget friendly. We just wanted to pay the drop in fee for using the shower only, but decided to use the sauna, too. Jan took his swim shorts, I left my bikini in the van. Who cares, you don’t need your bathing suits in a sauna. Jan went out of the changing rooms in his swim shorts, I wrapped my towel around my body. We stepped in the sauna, and there were three men sitting, in their swim shorts. That moment when you sit in a sauna, next to three male Canadians in swim shorts, next to Jan in his swim short but yourself naked underneath your towel. One of the other visitors started a conversation with us, in German. His parents moved to Canada years ago, and he learned German when he was a child. He gave us a few recommendations about places we should visit and 15 minutes later we left the sauna. Finally. After a long refreshing shower Jan and me met each other at the reception again and we drove back to the Walmart parking lot – our short term home base.

On the recommendation of the German speaking Canadian we stopped half the way to Revelstoke. It should be the perfect time to watch a salmon run. We drove in the big parking lot, a friendly park ranger asked us if our Big Berta is a tour bus or just a fancy van and then we hiked the trail to the water. A few red salmons were well visible or it jumped out the water. Nice to watch, but no big thing. We hiked the whole trail along the river. Now we were able to notice the total intensity of the salmon run. The river was full filled with the red fishes. We moved on, across bear poop (at least I imagined that) and won some beautiful impressions of the Canadian nature. While hiking back we saw that on the small island inside the river some rafting boats were stopping and around 20 people jumped out. We thought, they would take the chance grapping a net full of fresh salmons out of the water for their dinner. However one of the boat drove a small circle through the river towing a fishing net behind. Hundreds of salmons were caught. Suddenly all the other people run into the water. One salmon by another was lifted out, some numbers and datas were yelled to a person standing on the land und then the fish was threw back into the open water. They counted the the salmons and made an evaluation. That was kind of exciting watching.

Still searching for a Canadian Tire
The next two Canadian Tire stores were in Canmore and Calgary, to get there we crossed the Banff Nationalpark. We had to stop at Lake Louise, an ultimate Instagram hotspot, but beside that, really worth to see it. Winter already started there and during our hike along the lake we trudged trough snow fields. If you walk a little farther than the surrounding of the parking lot, you will be able to enjoy the lake view without plenty other tourists. We arrived the village of Banff in the evening. But right before we entered Banff we had a series of things to wittness. About ten to twelve mountain caribous browsed at the roadside. I was driving and I stopped immediately to take some pictures. Next to our van another car stopped and blocked our view. Just before I started to grumble about it, the driver opened his side window and the officer asked us friendly but determinedly to move on, because we can’t stop on the road. Oops…


We moved on, but made a u-turn and catched the caribous with our camera. It was getting darker and darker, and we already mentioned that the head light of our car didn’t worked like it should. The light cone was barely recognizable. Cause we anyway wanted to go to the garage, we could check this, too. Banff is a charming little village, mainly consisting two tiny „main streets“, where gift shops are located next to each other. Though not in a clumsy uncreative way, which you might know from Vienna down town. Every single shop kept up the rustic Canadian country style from front side to the shop sign. We enjoyed strolling around. Although we were in a national park, and in national parks wild camping is not permitted, we spent the night on parking lot expecially for camper vans. The following day, before we head on we treated ourselfes with some free wifi and a cup of coffee in a popular coffee shop.

Big Berta was ready to go
In Canmore we had another try of getting an appointment at Canadian Tire. 14 days to wait. In Canmore some other car garages were based, so we tried our luck in a garage for Chevrolets. Same situation. Jan asked the mechanic to check the light at least. It worked, almost. We didn’t pull out the slider correctly, that’s why we switched between daylight or high beam only. Yay, finally seeing in the dark! Only the low beam on the driver side was broken, but we changed it quick and affordable in Calgary by ourself. In Calgary, which is the next bigger city in this area, we were finally successful with an appointment at Canadian Tire for the next morning for flushing the coolant. Except that our Big Berta was getting ready for the winter, we made some other special experiences in Calgary. It was evening. Heavy snow was falling. But not like „Watch! Snow is falling!“. It was rather heavy snowfall with huge flakes and an ice cold wind was blowing. As usual we visited Walmart for the public washrooms and we saw women in mini skirts and flip flops, men wearing t-shirts and girls running around with summer dresses. What? We wore our down jackets and even hurried up getting inside the store.

After spending the next morning inside the waiting area of the Canadian Tire garage our Big Berta was finally ready to go and to bring us into the deep winter. The broken light was fixed. Let the adventure begin.
Our reclaimed freedom of not doing anything on our new home, we drove back to Canmore, a small village where we just drove through on our first stop there. Canmore was less touristic crowded than Banff, but at least offered the same beauty. Furthermore we met some other wild campers at the parking lots and public washroom. After a few days of break, we made a short day trip hike to some small mountain lakes in the surrounding area of Canmore. An often visited path, but we had to get used to the bear country first. While we hiked back, we passed a waterfall. Nice to watch from far away. I found a small path freezed and slippery, but wanted to see the end of the waterfall. I went on the path and Jan followed. The rock was covered in ice but underneath the ice sheet the water was still running. It seemed that the rock was alive, fascinating!
After two nights in Canmoore we refilled our water tanks, stocked up our food and bought extra propane tanks. Big Berta was ready for the Canadian wilderness!

All pics are in our gallery.

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