—see English below—

Ankunft und positive Überraschung(en)
Nach Toronto ging es weiter nach Vancouver. Mit über 6 Stunden Flugzeit für mich der längste Inlandsflug, den ich jemals hatte 🙂
Wir landeten wieder spät abends und mit unseren Erfahrungen von Toronto im Hinterkopf, hatten wir tags zuvor noch online einen Mietwagen für die ersten 3 Tage gebucht. Der Mietwagen war sehr günstig, fast schon vergleichbar wenn man mit einem Taxi vom Flughafen in die Innenstadt und zurück fahren würde. In Vancouver angekommen, gab es schon die erste positive Überraschung: statt eines winzigen Chevrolet Sparks (Kathrin würde ihn „Spuckerl“ nennen), gab es ein kostenloses Upgrade auf einen Hyundai Sonata. Ein sehr großes Fahrzeug. Unser komplettes Gepäck -zwei riesengroße Backpacks, zwei Daypacks und noch 1-2 Taschen- passten locker in den Kofferraum. So kann Vancouver gerne starten.

Wir hatten uns für die ersten 3 Nächte ebenfalls ein AirBnB gebucht. Diesmal aber ein wirklich schönes und mit eigenem Badezimmer. Man bedenke: seit den Faröer nächtigten wir bis auf eine Ausnahme in Unterkünften , wo es Gemeinschaftsbäder gab. Wir entschieden uns ganz bewusst für ein etwas besseres und damit auch etwas teurers AirBnB, um unsere inneren Akkus aufzuladen und es uns richtig gut gehen zu lassen. Das war nötig nach den vielen Kilometer sammeln in Island und unserem üblen AirBnB in Toronto. Außerdem stand für die ersten Tage die Internetrecherche für den Autokauf auf den Plan.

Am nächsten Morgen die nächste positive Überraschung: Sonne! Endlich! Wir machten es uns auf der Dachterasse mit einem Kaffee gemütlich und genossen das Wetter. Eine Wohltat, mal endlich ohne 3 Lagen plus Daunenjacke, sondern einfach nur im T-Shirt am Laptop zu sitzen und die Sonne zu genießen. Außer einem kurzen Ausflug zum nächst gelegenen Supermarkt sowie Wäsche waschen, stand sonst nicht auf dem Programm. Herrlich!

Für den darauf folgenden Tag hatten wir insgesamt 3 Besichtigungstermine für den Autokauf ausgemacht. Zunächst trafen wir 2 deutsche Mädels, die ihren Minivan kaufen wollten und gegen nachmittag kamen zunächst ein australisches Paar mit ihrem Bus und später Marie & Nöelle mit ihrem Chevrolet Van vorbei. Letzlich entschieden wir uns recht schnell und spontan für den Van von Marie & Nöelle. Näheres zu unserem Kauf von Big Berta sowie unseren Erfahrungen rund um den Autokauf findet ihr hier.

Achtung Achtung! Aber kein Bär.
Nachdem die große Entscheidung für unseren Van getroffen war, hieß es am dritten Tag auschecken aus dem teureren AirBnB und nun auch endlich mal was von Vancouver bzw. Umgebung zu entdecken. Wir wollten wenigstens am letzten Tag unseren Mietwagen „ausnutzen“ und sind zum Lynn Canyon Park gefahren. Dort machten wir unsere erste kleine Tour in der Natur in Kanada. Und mal wieder: es war zwar kein Kulturschock wie in Toronto, aber dennoch haben wir öfters schmunzeln müssen, wie übertrieben ernst die Kanadier es mit den Warnschildern nehmen. Daran gewöhnten wir uns erst die nächsten Tage und Wochen. Außerdem entdecken wir die ersten bärensicheren Abfallbehälter und Bärenwarnschilder. Für die Kanadier alltäglich, für uns neu und aufregend. Von den eigentlichen Bären aber weit und breit keine Spur.

Nase zu und tritt nicht so fest auf
Spätnachmittags ging es weiter zu unserem nächsten AirBnB in Vancouver, welches für die nächsten 7 Tage unser neues Heim sein sollte. Das ständige Ein- & Auschecken und Suchen einer neuen Unterkunft war für uns in den letzten Tagen etwas nerven- & kräfteraubend. Daher sollte es diesmal ein paar mehr Nächte am Stück in der gleichen Unterkunft sein, bevor es im Van weiter geht. So einfach war es nicht, das richtige AirBnB zu finden, weil im Minutentakt die „guten“, „günstigen“ und darüber hinaus auch noch „gut gelegenen“ AirBnBs schlagartig ausgebucht waren. Aber letztlich fanden wir ein günstiges AirBnB und achteten diesmal sehr auf die Bilder und Kommentare, um nicht wieder so einen Reinfall zu erleben wie in Toronto. Leider hatten wir erneut so ein negatives Erlebnis… Wir wären gerne rückwärts rausmarschiert und hätten so gerne das AirBnB aufgesucht, welches wir die letzten 3 Tage hatten. Warum? Zunächst stieg uns ein Hamsterkäfig-Geruch in die Nase, als wir die Haustür aufmachten. Aber der eigentliche Grund war, dass sich in unserem Zimmer die Dielen des Laminats wölbten, krümmten und knarzten wie wahnsinnig. Ich glaube, der Boden darunter gab stark nach (gefährlich?) und damit blieb das Laminat nicht in den Fugen. Wir entschieden uns dennoch, zunächst dort zu bleiben und später mit den Vermietern zu klären, welche Optionen es gab. Wir konnten nach 2 Nächten das Zimmer wechseln und das war dann auch okay. Den Geruch allerdings wurden wir nicht ganz los (aber glücklicherweise hatten die Mieter unseres neuen Zimmers ein Raumdeo benutzt, sodass zumindest in unserem Zimmer kein Hamstergeruch war). Nach dem Check-in brachten wir den Mietwagen zum Flughafen und sind -unserem Budget gerecht- mit dem Vancouver Skytrain (einer füherlosen Hochbahn) sowie Linienbus zu unserem neuen AirBnB zurück.

Die nächsten Tage gingen wir ruhiger an. Wir verbrachten viel Zeit im AirBnB mit alltäglichen Dingen wie Kochen, Wäsche waschen, Blog schreiben und Faulenzen. Zwischendurch machten wir 3 Tagesausflüge, um mehr von Vancouver zu entdecken.

Vancouver entdecken
Einmal erkundeten wir zu Fuss die Stadt, gingen von unserer Unterkunft bis Downtown und legten dabei ganz nebenbei ca. 15 km zurück. Als Belohnung gab’s dafür Bier & Burger in der Innenstadt.

Ein weiteres Mal waren wir im Granville Island Public Market – dort gibt es vom Souvenierladen, wertigem Kunsthandwerk über richtig coole Kleidungsgeschäfte vieles zu bestaunen. Am interessantesten ist dort jedoch die Markthalle, wo an verschiedenen Ständen alle denkbaren Köstlichkeiten frisch angeboten werden – von süß bis salzig, über Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Fisch & Meeresfrüchte und und und… Die Leute und das Treiben dort zu beobachten, ist allein schon ein Besuch wert. Anschließend erkundeten wir noch das angrenzende Hafengebiet und den Stadtstrand von Vancouver.

Unser dritter Tagesausflug ging zum Stanley Park, einer grünen Insel, die Vancouver Innenstadt mit Nord- bzw. Westvancouver verbindet. Von der Insel aus hat man einen guten Blick auf die Skyline von Vancouver und das davor liegende Hafengelände. Auf der anderen Seite konnten wir die Berge in der Ferne sehen und die Wasserflugzeuge beim Starten und Landen beobachten. Ein Fußgängerweg führt einmal um die Insel herum. Abenteurer wie wir es sind, sind wir aber auch zur Inselmitte abgebogen 🙂 Dort befanden uns auf einmal in einem Waldstück mit kaum einer Menschenseele. Ein paar hundert Meter weiter kamen wir aus dem Wald heraus und standen plötzlich am Strand. Genial. Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Stadtteil Gastown, eine sehr hübsche Straßenzeile mit hippen Souvenierläden. Dort gab’s noch einen Hot Dog vom Straßenstand – inklusive der halben Lebensgeschichte vom ukrainischen Hot Dog Verkäufer. Während der Heimfahrt ist unser Linienbus unglücklicherweise liegen geblieben. Also raus aus dem Bus und auf den Nächsten warten. Soweit nicht tragisch, aber der Bus hatte seine Panne ausgerechnet an der berühmt berüchtigsten Ecke von Vancouver, der Hastingsstreet. Das ist der Sammelpunkt schlechthin für alle Obdachlosen, Alkohol- und Drogensüchtigen. Während wir warteten, waren wir gezwungen, so einiges mit anzusehen. Beispielsweise wie ein Heroinsüchtiger sich einen Schuss setzte und dann das Rauschmittel seine Wirkung entfaltete. Direkt neben uns beleidigte ein etwas mitgenommer Mann ausnahmslos alle vorbeilaufenden Frauen auf sehr vulgäre Art. 15-20 Minuten Wartezeit können einem manchmal verdammt lange vorkommen.

Nach 6 erholsamen Tagen, war es dann soweit. Wir checkten aus unserem AirBnB aus und trafen uns mit Marie und Nöelle beim Versicherungsmakler zur Van-Übergabe.

Unsere Empfehlungen und unser Fazit:
In Vancouver sind wir bestens mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, also dem Skytrain und den Linienbussen zurecht gekommen. Das spart Geld. Kauft euch die sogenannte Compass-Card, ladet diese mit Guthaben auf und schon kann’s losgehen.
Als Ausflugstipps können wir euch bedenkenlos die Dinge empfehlen, die wir selber unternommen haben: ein Ausflug zum Lynn Canyon Park (hier eventuell noch ein extra Schleife zum Grouse Mountain dran hängen – man kann dort mit der Gondel hoch fahren und soll einen hervorragenden Blick auf Vancouver haben), der Granville Island Market sowie der Stanley Park. Aber einfach nur durch Downtown und am Hafengelände entlang spazieren ist schon faszinierend genug.
Obwohl eine Großstadt, versprüht Vancouver ein entspanntes urbanes Flair. In Kombination mit den nahe gelegen Bergen, Parks und Strand definitiv eine Stadt zum Wohl fühlen (Kathrin hat es ein bißchen an Salzburg erinnert, wo man ebenfalls die Berge im Hintergrund sehen kann.).

Mehr Bilder seht ihr in unserer Galerie.

—English Version—

Arrival and positive surprise(s)
After Toronto we headed on to Vancouver. With over 6 hours flight time the longest inner country flight which I have ever experienced 🙂

Again we arrived late in the evening and with our experiences from Toronto in our head, we booked the day before a rental car for our first 3 days in Vancouver. The rental car was quite cheap, almost comparable if you go by taxi from airport to downtown and back. After arriving in Vancouver, we had our first positive surprise: instead of a tiny Chevrolet Spark, we got a free upgrade for a Hyundai Sonata. Compared to what we’ve booked a really big car. Our complete baggage -two huge backpacks, two daypacks and some other bags- fitted easily in the trunk. We liked this kind of start in Vancouver.

We booked an AirBnB for the first 3 nights, too. But this time a really nice one with our own bathroom. Remind: since Faroer Islands we always stayed in accomodations with shared bathroom (with only one exception in Iceland). We wittingly decided for a better and a bit more expensive AirBnB, cause we wanted to recover and have some relaxing time. This was somehow necessary after driving plenty of kilometers in Iceland as well as our unpleasant AirBnB in Toronto. Furthermore the internet research for buying the car was on our to-do list.

On the next morning we had our next positive surprise: The sun! Finally! We enjoyed the nice weather on the roof terrace by drinking a coffee. This was a real pleasure to sit in the sun without waering 3 layers plus down jacket but just with a T-Shirt. Except a quick trip to the next supermarket as well as washing clothes there was nothing to do. Awesome!

For the following day we arranged 3 meetings for checking some cars. First we met 2 German girls who wanted to sell their converted minivan. In the afternoon an Australian couple with their bus and later Marie & Nöelle came by with their Chevrolet Van. Details of our purchase of Big Bertha as well as all our experience about buying a car you can find here.

Warning Warning! But no bear.
After the big decision for our Van was made, now on our third day in Vancouver it was time to check out of our bit more expensive AirBnB and to finally explore Vancouver and surrounded area. At least on our last day of the rental we wanted to utilize the rental car, that’s why we drove to the Lynn Canyon Park. Over there we made our first little tour in the nature of Canada. And again: this time it wasn’t a culture shock as it was in Toronto, but still we often were smiling about the Canadian warning signs. We got used to it only after several days and weeks. Additionally we saw first time the bear-safe waste bins and bear warning signs. For Canadians a trivial thing, but for us something new and exciting. But a real bear was not seen anywhere.

Keep your nose closed and don’t tread
In the late afternoon we went on to our next AirBnB in Vancouver, which should be our new home for the next 7 days. The ongoing check-in and check-out and searching for the next lodging was a bit annoying the last days. That’s why we wanted to stay some more nights in the same accomodation until we hit the road with our van. It wasn’t quite easy to find the right AirBnB, cause the „good“ and „cheap“ ones and moreover in a „good neighborhood“ were suddenly booked out with each passing minute. Finally we found a reasonable AirBnB, but this time with checking more in detail the pictures and comments about it, just to avoid such a flop like in Toronto. Unfortunately we had a similar negative experience… we likely wanted to step backwards out the house and really would like to go back to our old AirBnB where we stayed the last 3 days. Why? First, a hamster-like smell was there when we stepped in the house. Secondly, and this was the actual reason, the laminat planks arched up and creaked heavily. I believe the floor below was sinking (somehow dangerous?) and that’s why the laminat did not stay in form. Though we decided to stay there for a while and to check possible options with the landlord. We could move to another room after 2 nights and this was okay for us. However, we could not really get rid off the bad smell (luckily the previous lodgers of our new room were using a room odor before, so at least there was no hamster-like smell in our room). After the check-in we returned the rental car at the airport and -in order to meet the budget-we went back to our new AirBnB by the Vancouver Skytrain (a driver-less train) and by public bus.

The next days were more relaxing for us. We spend much time in the AirBnB with everyday things like cooking, laundry and chilling as well as writing the blog. In between we made 3 daytrips to discover more of Vancouver.

Discover Vancouver
Once we explored the city by feet, went from our house till downtown and made approx. 15Km by the way. As recompense we had beer & burger in downtown.

Another time we were at Granville Public Market – there you can find souvenier shops, arts and crafts and cool clothings shops. But most interesting is probably the market hall, in which you find several stalls with all kind of fresh delicacies you could think of. From sweet to salty, over fruits, vegetables, meat, cheese, fish & seafood and and and… Watching the people and the hustle and bustle is worth a visit anyway. Afterwards we went to the harbour next to the market and later to the city beach of Vancouver.

Our third day trip was to the Stanley Park, a green island which connects Vancouver downtown with North- and Westvancouver. From the island you have a beutiful view to the skyline and the harbour in front of it. On the other side we saw the mountains in the distance and we watched the landing and starting water aircrafts. A walkway is leading around the island. But as adventurers we went to the middle of the island 😉 There we suddenly were in a piece of forest with almost no one else. Some hundread meters further we left the forest and found ourself at the beach. Nice. On the way back we made a detour to Gastown, a small district with a very beautiful street with cool souvenier shops. There we got a Hot Dog at a snack stand – including half the story of the Ukranian snack seller’s life. During our trip home the bus had a little breakdown. Theat means out of the bus and waiting for the next one. No problem at all, but the bus was stopping at the most infamous corner of Vancouver – the Hastings Street. The is the ultimate meeting place of all homeless, alcohol addicts and junkies. As we were waiting, we were somehow forced to watch something over there. For example a herion junkie who was taking his shot and soon after the drug was starting making him high. Very close to us a man was heavily insulting literally every women who passed. Sometimes 20 minutes waiting time can appear very very long.

But the side story of the Hastings-Street should not give you a wrong impression. After 6 quite relaxing days it started: we checked out the AirBnB and we met Marie and Noelle at the insurance agency to receive the van.

Our recommendation and our conclusion:
In Vancouver we get along very easy with the local public transport, means with the skytrain and the public busses. That saves money. Buy yourself a so-called Compass-Card, charge it and you’re on the go.
Concerning some trips, we can recommend those trips we did in Vancouver: a trip to Lynn Canyon Park (maybe you can add a detour to the Grouse Mountain – there you can go up the mountain with the gondola and it was said on top you have a great view of Vancouver), the Granville Island Market as well as the Stanley Park. But just stroll around downtown or at the harbour is fascinating anyway.
Though it is a big city, Vancouver provides a relaxing urban flair. Combined with the mountains close by, parks and the beach, it is definitively a city where you feel comfortable. (Vancouver has reminded Kathrin to Salzburg, where you can see the mountains very close, too 🙂

Don’t forget to check out the full gallery.

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