— see english below —

Elfen, Vulkane und Nordlichter

Island ist das Land aus Feuer und Eis und Wasserfälle und Elfen und freundlichen Menschen. Man könnte meinen wir sind schon etwas voreingenommen nach Island geflogen. Ein Land mit einer Fußballmannschaft, deren Spieler Fußball nur als Hobby oder Nebentätigkeit sehen und sonst ganz herkömmliche Berufe ausüben. Ein Land das Warnschilder aufstellt, nach wieviel Kilometer die nächste Tankstelle zu finden ist (kann sehr nützlich sein) oder dich darum bittet keine Steine wegzukicken, denn darunter könnten Elfen wohnen. Das ist doch einfach nur sympathisch!

Ein holpriger Anfang
Nun aber von Anfang an. Wir flogen direkt von den Färöer Inseln nach Reykjavik. Jan hatte noch einen Gutschein einer Autovermietung für ein kostenloses Wochenende, welchen wir in Island einlösten. In Reykjavik angekommen, haben wir uns erstmal gewundert, wieso der Flughafen so klein und beengt war. Bei der Autovermietungsstation dann die Aufklärung. Wir sind nicht beim Keflavik International Airport gelandet, sondern beim Reykjavik Domestic Airport. Der Wagen war aber leider beim anderen Flughafen reserviert. Hoppla…
Wir hatten nun zwei Möglichkeiten um von dem einem zum anderen Flughafen zu gelangen. Mit dem Transferbus (€ 26 p.P.) oder Auto stoppen. Ihr könnt euch denken, wer welche Variante vorgezogen hat? Ihr könnt euch vielleicht auch denken, wer seinen Kopf durchgesetzt hat?
Nach nicht mal 5 Minuten am Straßenrand stehend, saßen wir bereits im ersten Wagen. Eine Mutter mit ihrer Tochter hat uns sofort mitgenommen. Sie fuhren zwar nicht bis zum Flughafen, setzten uns aber bei einer Tankstelle ab, die direkt an der Abzweigung zur Flughafenstraße lag. Von dort waren es dann noch ca. 30km, also nochmal hinstellen und Daumen raus. Schwups, nach wenigen Minuten blieb das nächste Auto stehen und wir konnten weiter fahren. Wir quatschen die ganze Fahrt durch und erhielten von unserem Fahrer auch allerlei Empfehlungen was wir uns ansehen sollten.
Endlich bei der richtigen Autovermietung, erhielten wir auch gleich ein Upgrade. Von einem verschrottbaren alten Toyota auf den Faröer zu einem nagelneuen Hyundai Tucson mit sämtlichen Extras – Jackpot, Baby!


Reykjavik und kristallklares Wasser
Die ersten 2 Nächte verbrachten wir im B14 Hostel direkt in Reykjavik. Die Hauptstadt von Island ist etwas Touristen überlaufen, aber trotzdem sehr sehenswert. Wir waren bei der Hallgrímskirkja (Kirche), sind durch die kleinen Gassen geschlendert und haben einen wundervollen Sonnenuntergang am Hafen genossen. Am nächsten Tag sind wir zum Gulfoss Wasserfall gefahren, bevor dann endlich eines der großen Abenteuer statt fand. Kathrin hat darauf schon seit Anfang des Jahres gewartet (bei ihrem ersten Islandbesuch im Jänner 2018 wurde dieser Trip leider wegen schlechten Wetterverhältnissen abgesagt). Schnorcheln in der Silfra-Spalte, also zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen Kontinentalplatte.
Es hatte an dem Tag +8°C Außentemperatur und regnete. Da die Wassertemperatur aber das ganze Jahr über nur +2°C bietet, war das eigentlich egal. Wir erhielten eine Art wärmenden Raumanzug (lange Unterwäsche darunter ist eher aus hygienischen Gründen notwendig) und darüber einen Trockenanzug. Nach einer kurzen Instruktion und dem Vollspucken unserer Taucherbrillen ging es ins Wasser.
Ja, es war kalt. Und für Kathrin so richtig kalt! Aber ganz ehrlich, der Blick in die Silfraspalte unter Wasser lässt es dich sofort vergessen. Außerhalb des Wassers wirkt dieser Fluss sehr unscheinbar, eher wie jedes andere 08-15 Gewässer, aber dann von unten plötzlich WOW! Kristallklares, türkis schimmerndes Wasser, felsartige Strukturen und ein fast unendlicher Weitblick raubten uns den Atmen. Nach gut 30 Minuten und ca. 500 Meter hatten wir die Ausstiegsstelle erreicht. Zum Abschluss und Aufwärmen (so kalt war es draußen dann gar nicht) gab es dann noch heiße Schokolade und Kekse. Wie beeindruckend das war- nicht die Kekse, sondern das Schnorcheln, seht ihr in unserer Island-Galerie.


Auf in den Norden
Da wir das kostenlose Auto nur über das Wochenende hatten, mussten wir wieder zum Flughafen zurück, um es in einen bezahlten und kostengünstigen Mietwagen zu tauschen. Selbstverständlich haben wir am Weg dort hin ebenfalls einen Autostopper vom Straßenrand aufgegabelt und mitgenommen.
Dann ging es endlich los mit unserem Island Rundtrip, erstmal hoch Richtung Westfjords und zu unserem ersten Wildcamping Schlafplatz. Wir fanden auf halber Strecke zu den Westfords, neben der Ringstraße einen Feldweg, der sich schlängelnd dahinzog. Das Auto stellten wir in eine kleine Bucht und gingen mit unseren Rucksäcken zu Fuß weiter, bis an die Klippen. Unser Nachtlager war von der Straße kaum erkennbar. Nach einer für Kathrin unerwartet entspannten Nacht (und für Jan unerwartet kalt), einem traumhaften Sonnenaufgang mit einer heißen Tasse Kaffee und warmen Haferbrei, ging es weiter in die Westfjords. Von der asphaltierten Ringroad ging es weiter auf Gravel Roads (Schotterstraßen). Mit unserem kleinen Kia Picanto sehr spannend. Wir schlängelten uns von Fjord zu Fjord über Bergspitzen runter in die Täler und immer so weiter. Sehr beeindruckende wilde Landschaften. In diesem Teil Islands waren kaum Autos unterwegs, eigentlich nur Schafe.
Der morgendliche Sonnenschein hielt nicht lange an. Als wir über den ersten Berggipfel waren, fing es auch schon zu regnen an. Auch der Wind wurde immer stärker. Wir checkten die Wettervorhersage. Wir befanden uns gerade im windigsten Teil von Island – Orkanwarnungen wurden angezeigt, Regen soll stärker werden. Toll – Zelten ausgeschlossen. Hostels alles ausgebucht oder wesentlich über unserem Budget.
Trotzdem. An der Südküste der Westfjords blieben wir erstmal stehen um endlich in unseren ersten Hot Pot zu steigen. Hellulaug, +40°C warm und mit Blick aufs Meer. Himmlisch. Nur das raussteigen war bei +5°C Aussentemperatur und sehr starkem Wind wirklich kalt. Dusche war aber somit heute auch erledigt 😉
Aufgrund des extrem schlechten Wetters beschlossen wir, wieder zurück auf die Ring Road zu gelangen und weiter Richtung Nordisland zu fahren. Wir haben die Distanzen, oder eher die Höhenkilometer etwas unterschätzt und kamen nicht so weit wie erwartet. Vielleicht lag es auch an dem plötzlich aufkommenden Schnee? Allein um wieder auf die Ringroad zu kommen, bedeutete 3-4 Stunden Fahrt.
Somit endete die Fahrt in der Nähe von Bor∂yeri. Wir übernachteten im Auto am Straßenrand. Kleiner Hinweis: Jan ist über 190cm groß und unser Auto war ein Kia Picanto. Jan schlief am Beifahrersitz und Kathrin auf Rückbank und Kofferraum. Sagen wir mal, es war sehr kuschlig…
Irgendwie zog das schlechte Wetter leider mit uns mit. Unsere nächste Station war Akureyri, die Stadt mit den Herz-Ampeln. Bei einem kurzen Abstecher in Húsavik versuchten wir, vom Auto aus Wale zu erkennen. Nein, wir haben keine gesehen. Auch die Wale hatten keine Lust auf dieses Wetter.


Game of Thrones und der Teufel hat Blähungen
Nachdem wir 3 Tage fast ausschließlich mit Fahren verbracht hatten, oder uns in unseren netten Hostels verkrochen haben, beschlossen wir in der Gegend vom Myvatn See endlich wieder zu Fuß unterwegs sein. Wind und Regen zum Trotz, hielten wir zuerst beim Go∂afoss Wasserfall. Ein weiterer aus der Liste „einer der Größten von Island“. Will man Wasserfälle sehen, ist Island auf jeden Fall das perfekte Land dafür. Weiter ging es zur Grjótagjá Höhle. Eingefleischte Game of Throne Fans werden diese vermutlich erkennen. Die Höhle ist ein unterirdischer Hot Pot – schön wohlig warm. Aber leider, weil sich einige leider nicht an die Sauberkeitsregeln halten können, mittlerweile fürs Baden gesperrt. Man darf nur noch schauen. Aber auch das Schauen war schön.
Weiter ging es dann auf den Vulkankrater Hverfjall. Mit dem Auto kann man bis zum Anstieg fahren, ob man den Weg aber noch als Straße bezeichnen kann, sind wir uns nicht sicher. Wir hatten teilweise Angst mit unserem kleinen „Spuckerl“ in den tiefen Schlaglöchern hängen zu bleiben. Der kurze Aufstieg zu Fuß hatte es bei dem Wind in sich. Oben auf dem Vulkan was es nicht nur stürmisch, sondern auch irgendwie mystisch. Die ganze Landschaft war in Nebel getaucht, weswegen die Aussicht etwas eingeschränkt war. Dadurch wirkte oben alles wie hinter einem Schwarz/weiss Filter. Wir haben noch nie in das Innere eines (erloschenen) Vulkans geblickt. Wir wollten einmal die komplette Kraterrunde gehen, der Wind wollte das nicht. Nach einem viertel des Weges beschlossen wir, wieder umzukehren. Jan hatte Angst, dass Kathrin von einer starken Böe mitgerissen werden könnte.
Unser letzter Stop bei dieser Tour waren die Hverir Geothermalquellen. Oder anders gesagt, Schlammlöcher die riechen als hätte der Teufel Blähungen. Den intensiven Schwefelgeruch schwer ertragend sind wir durchgewandert. In den tiefen Löcher brodelte heiß der schwarze Lavaschlamm. Die Wege waren von den austretenden Schwefelablagerungen rot und weiss gefärbt. So könnte es am Mars aussehen. Mit beißenden Geruch in der Nase und auf der Kleidung ging es mit dem Auto weiter in unser Hostel in Ei∂ar. Duschen war dringend notwendig!


Endlich Sonne
Immer noch auf der Flucht vor dem schlechten Wetter ging es die Ring Road weiter Richtung Südosten, mit einem kurzen Zwischenstopp in Se∂isfjör∂ur. Hier gibt es den Instagram Hotspot schlechthin: eine Regenbogenstraße die an einer entzückenden kleinen blauen Kirche endet. Abgesehen von den vielen asiatischen Hipster (und Kathrin), die versuchten das beste Instagram-Motiv zu bekommen, eigentlich total süß.
Je näher wir nach Höfn kamen, umso mehr verzogen sich die Wolken. Und da war sie endlich: SONNE! Nach 3 Tagen Sturm, Wolken, Regen und nochmals Regen. Geblendet von so viel Schönheit, Wärme und Licht hielten wir an der Küste um unseren Mittagssnack zu genießen. Wir hatten nur den Wind vergessen. Als beim Aussteigen die Autotüren aufflogen, haben wir uns wieder an ihn erinnert. Die Sonne konnten wir trotzdem genießen, aber im Auto.
Im Südosten Islands war es schwierig eine Unterkunft zu finden, die unserem Budget entsprach. Aber welche Unterkunft tat das in Island auch schon? Um nach endlosen Fahren nicht noch mehr Kilometer zurückzulegen, buchten wir uns in Höfn im Lilja’s Guesthouse, für 168 Euro für ein Doppelzimmer, ein. Wir fühlten uns wie in einem Luxushotel. Eigene Dusche, ein Doppelbett, Aussicht auf den Vatnajökull Gletscher und ein so reich beladenes Frühstücksbuffet. Nur leider keine Kochmöglichkeit, außer einem Wasserkocher am Zimmer. Weil wir unser Budget schon bei Weitem überschritten hatten, wollten wir kein Geld für Essengehen ausgeben. Wir hatten ja bereits Lebensmittel gekauft. Wie kocht man also wenn man nur einen Wasserkocher zur Verfügung hat? Cous Cous mit heißem Wasser übergießen, ein bisschen Gemüsebrühe dazu und quellen lassen. Frankfurter (Deutsch.: Wiener-) Würstchen in den Wasserkocher und zweimal aufkochen lassen. Tomaten aufschneiden, der Vitamine wegen. Voilà, fertig ist das Sternemenü.


Das Knacken von Eis und Vík von Oben
Am Vatnajökull, dem größten Gletscher Islands, lag die Gletscherlagune Jokulsárlón. Eine Lagune die von Gletscherwasser gefüllt wird, mit einem Zulauf zum Meer. Riesige abgebrochene Eisberge schwimmen darin, oder werden je nach Strömung ins Meer getrieben. Um dann am Black Diamond Beach wieder angespült zu werden. Diesmal leider nicht, weil die Strömung die Eisberge wieder in die Lagune zurück spülte. Zwischen den Eisschollen tauchten immer wieder Robben auf und ab. Es war eine eigene Welt in dieser Lagune. Je weniger Luftbläschen, also je komprimierter das Eis ist, umso blauer wirken sie. Aber wir fangen hier jetzt nicht mit physikalischen Erklärungen an. Nur damit ihr nicht denkt, auf den Fotos liegt ein Filter 😉
Wenn man ganz leise war, konnte man hören wie das Eis knackste und aneinander krachte, wenn die Strömung sie an Land spülte. Wir konnten stundenlang dort sitzen und die Eisberge beobachten.

Die letzten 3 Tage verbrachten wir dann im Süden Islands, mit mehr Sonnenschein und weniger Regen. Wir wanderten in Vík die Klippen hoch um dem Tourismus zu entfliehen und beobachteten von oben in völliger Ruhe die Menschen am Black Sand Beach. Vík ist ein beschauliches kleines Städtchen, mit einer herzigen rot-weissen Kirche am Hügel. Der Wanderweg auf die Klippen geht direkt von der Dorfmitte weg, leicht oberhalb des Black Sand Beaches. Aus diesem anderen Blickwinkel, lassen sich auch wunderbar die felsigen Formationen, die aus dem Meer ragen, bestaunen. Der Austieg dauert ca. 40 Minuten, und man hat einen herrlichen Rundumblick auf die Landschaft. Wir können es sehr empfehlen.


Zwischen den Vulkanen, immer den Fluss entlang
Unsere zweite Wanderung, und unser absolutes Highlight der Reise, war entlang des Skogarflusses. Der Skógarfoss Wasserfall ist schon von der Ring Road zu erkennen und trotz der vielen Touristen definitiv sehenswert. Unbedingt eine Regenjacke anziehen, man kommt ziemlich nah an den Wasserfall ran – sofern man sich traut ;). Eine Treppe (Österr.: Stiege) führt zum Fluss hoch, auf eine Aussichtsplattform. Ein kleiner Weg führt am Fluss entlang und nach ca. 500 Meter gibt auch der letzte Foto-Tourist in weissen Nike Turnschuhen auf und kehrt um. Ab da fängt der Wanderweg an. Der Fluss frisst sich in einer tiefen Schlucht durch die karge Landschaft. Immer wieder unterbrochen durch imposante Wasserfälle, die uns zwangen anzuhalten, weil sie so beeindruckend sind. Was ebenfalls total spannend war, der Wanderweg verläuft zwischen den beiden Vulkangletschern Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull, und man sieht schon nach kurzer Zeit die beiden weissen Spitzen der beiden Gletscher vor sich. Oben auf den Gipfel gibt es eine kleine Hütte (ca. 25km Wanderweg), auf der man übernachten kann (aber Vorsicht, Kartenzahlung nicht möglich). Wir waren jedoch durch unsere vielen Stops viel zu langsam unterwegs, weswegen wir es von Anfang ausgeschlossen hatten, bis dort hin zu gelangen. Aber die Tatsache, dass wir zwischen zwei mit Schnee bedeckten Vulkanen wanderten, sorgte bei uns für Begeisterung genug. Auch das schnell wechselnde Wetter machte uns nichts aus. Wir waren auf alles vorbereitet. Und das war auch gut so. In der einen Sekunde strahlte die Sonne vom blauen Himmel, in der nächsten kämpften wir gegen ein Schneegestöber an. Fünf Minuten später kam wieder die Sonne hervor.
Die ersten zwei Nächte in Südisland nächtigten wir in einem Guesthouse in Hella. Und in einer Nacht passierte es. Wir wussten, dass die Wahrscheinlichkeit für Nordlichter gerade sehr hoch sein sollte (die App AuroraNow ist sehr empfehlenswert). Wir saßen gerade beim späten Abendessen als die grünen Lichter am Fenster vorbeizogen. Wir ließen alles liegen und stehen, sprangen in unseren Mietwagen und fuhren zum nächsten Feld ohne störende Lichtquellen. Es war mittlerweile eisig kalt geworden. Es war uns egal. In grellem Grün und intensivem Lila tanzten die Farbspiele direkt über uns am Himmel. Es war atemberaubend. Wir wussten gar nicht in welche Richtung wir uns zuerst drehen sollten. In unserer Galerie könnt ihr es selbst sehen.


Ein Frauengefängnis und unser Fazit
Die letzte Nacht in Island verbrachten wir wieder in einem neuen Guesthouse. Warum wir dieses besonders erwähnen? Weil es irgendwie etwas besonderes war. Das Bitra Guesthouse liegt bei Selfoss. Ein unscheinbares Haus an der Ring Road. Von Außen sehr idyllisch, von Innen eine Mischung aus original Flohmarkt-Vintage Möbeln und modernen Statement-Schildern. Unser Zimmer war gerade mal so groß wie das Doppelbett. Selbst unsere großen Rucksäcke hatten Probleme, darin Platz zu finden. Dafür gab es aber ein großes Fenster raus in die Weite (ja, Kathrin hat in der Nacht öfters versucht, Nordlichter vom Fenster aus zu sehen, weswegen Jan nicht schlafen konnte). Das besondere an diesem charmanten Häuschen ist, dass es irgendwann mal ein Frauengefängnis war. Die Frauen-Kriminalitätsrate war zu dieser Zeit mehr als gering, weswegen nur zwei Frauen insgesamt in dem Gefängnis inhaftiert waren. Kathrin bildete sich ein, noch ein paar Fragmente aus dieser Zeit zu erkennen. Heute wird es von einer Familie mit Hingabe als Guesthouse betrieben.

Nach aufregenden 10 Tagen in Island war es für uns an der Zeit weiter zufliegen. Diesmal schafften wir es gleich beim ersten Mal, den richtigen Flughafen zu erwischen 😉

Unsere Empfehlung: Möchte man auch ein paar abgelegene Winkel entlang der Ring Road sehen oder ausgedehnte Wanderungen unternehmen, empfehlen wir mehr als 10 Tage einzuplanen. Island bietet so viele Möglichkeiten einfach mal rechts ranzufahren, weil es hier wieder einen wunderschönen Ausblick zu genießen gibt, weil es da wieder einen beeindruckenden Wasserfall zu sehen gibt. Diese Zeit sollte man sich auch einfach nehmen. Wir hatten häufig das Gefühl, zu viel Zeit mit Fahren zu verbringen nur um zum nächsten Ort zu kommen, erst recht, wenn man auch weniger Glück mit dem Wetter hat.

Unsere Ausgaben
Das war jetzt etwas mehr Text als ursprünglich geplant, aber irgendetwas davon zu streichen, wäre nicht fair gewesen.
Trotzdem wollen wir noch kurz unsere Ausgaben ansprechen. Den einzigen Luxus, den wir uns gönnten – und hier ist wirklich von Luxus die Rede, war der Schnorcheltrip zwischen den Kontinentalplatten. Ansonsten beschränkten sich auch hier unsere Ausgaben auf Lebensmittel, Auto und Unterkünfte. Den Schnorcheltrip haben wir bereits vorab online gebucht (Nachmittagstermine sind meistens günstiger), und konnten von einem 10% Gutschein profitieren, € 198 für zwei Personen. Für Lebensmittel/Essen haben wir ca. € 134 ausgegeben. Das Mietauto war im Vergleich zu den Färöer Inseln, recht günstig und mit dem Wochenendgutschein mussten wir auch nur für 8 Tage buchen, was nicht mal € 200 kam. Tanken (und einmal Maut) waren jedoch in Summe fast € 300. Bei den weiten Strecken aber auch kein Wunder. Leider ging unser Plan mit ganz viel Campen wegen des Sturms nicht wirklich auf, sodass wir bis auf 2 Nächte (1x im Zelt, 1x im Auto) immer im Hostel bzw. Guesthouse nächtigten. Unsere Gesamtkosten für 10 Tage Island (inklusive Flüge, Mietwagen, Unterkünfte und allen Extras) betrugen daher € 1900 für zwei Personen.

So, und bevor Island nun auch den letzten Instagram-Reiseblogger erreicht hat, schnell Flüge buchen und selbst anschauen. Die Flugzeit reicht aus, um die korrekte Aussprache von Eyjafjallajökull zu trainieren {ääj-ja-fjatt-la-jöch-küt-ll}
Viel Spaß dabei!

Vergesst nicht, euch die gesamte Island-Galerie anzusehen!

Anmerkung von Kathrin:
Ich war bereits im Januar 2018 das erste Mal in Island. Ja es war kalt, eiskalt sogar. Aber zum einen haben die isländischen Autos alle Sitzheizung und zum anderen war die ganze Inseln mit Eis und Schnee bedeckt. Das war wunderschön und es hatte etwas Magisches durch diese unendliche weiße Landschaft zu reisen. Außerdem: kaum Touristen! Also einfach warme Sachen einpacken, dann geht das schon 🙂

— english version —

Elfs, Vulcanos and Northern Lights

Iceland is the land of fire and ice and elfs and waterfalls and friendly people. Somebody may think we were prejudiced when we flew to Iceland. A country with a soccer national team, whose player do normal jobs and play soccer just as a „hobby“. A country which setting warn signs for the next fuel station (could be very helpful) and friendly ask you not kicking stones, an elf could live underneath. Isn’t it likable?

A bumpy beginning
Let’s start at the beginning. We directly headed from Faroe Islands to Reykjavik. Jan had a car rental voucher for a free weekend, which we redeemed in Iceland. When we arrived in Reykjavik we wondered why the airport was such small and cramped. The clarification followed at the car rental station. We didn’t arrive at Keflavik international airport, we arrived at the Reykjavik domestic airport. Unfortunately the car was booked from Keflavik. Oooops…
We had two opportunities to get to the other one. We could use the bus (€ 26) or we do hitch hiking.
You know who of us preferred which opportunity. And you can imagine who of us had the opinion enforced?
Five minutes later we were sitting in the first car. A mother with her daughter picked us up immediately. They didn’t drive to the airport but dropped us off at a fuel station in a side road to the airport. We had 30 km left, so back on the street, thumbs up. As fast as the first time the next car stopped and we jumped in. We talked the whole time and got a lot of recommendations from our friendly driver.
Finally at the right car rental station we received an upgrade. From an old junker to a brand-new Hyundai Tucson with all extras – Jackpot!


Reykjavik and crystal clear water
We spent the first two nights in B14 hostel in Reykjavik. The capital city is unfortunately a little crowded by tourists but definitely worth seeing it. We visited the Hallgrímskirkja (church), strolled through the small streets and enjoyed a beautiful sunset at the harbor. The next day we visited Gulfoss waterfall before one of our big adventures finally took place – Kathrin waited for it since beginning of the year (during her first stay in Iceland, January 2018, this trip got cancelled because of bad weather conditions). A snorkeling trip at Silfra, between the Eurasian and Northamerican continental plates.
The outside temperature was +8°C and it was raining. Because of the +2°C water temperature it didn’t really matter. The tour guide handed us some warming space-suit and a dry suit over it (we really recommend long underclothes because of the hygienic factor). After a quick instruction and spitting in our diving goggles we stepped into the water.
Yep, it was cold. Freezing cold for Kathrin. But honestly, the underwater view let you forget the cold. From above the river seems to be quite unimpressive, like any other river. But underwater it was just „wow“. Crystal clear, turquoise glimmering water, rocky underwater landscape and an endless view were simply breath taking. 500 meter and 30 minutes later we reached the exit. For wam up we had some hot chocolate and cookies.
Very impressive – not the cookies, the snorkeling trip. Check out our gallery to get impressed too!


Heading to the North
Cause we had the rental car for free only for the weekend, we had to go back to airport in order to change with another paid and cheaper rental car. Of course we picked up a hitchhiker on our way to the airport, too.
Then our Iceland roundtrip started. First up to the Westfjords and to our first wild camping spot. Half way in the direction of the Westfjords, nearby the ring route we found a lane. We parked the car in a small bay and went further by feet with our backpacks until we reached the cliffs. Our spot was almost not visible from the main street. After an unexpectedly relaxed night for Kathrin (and unexpectedly cold one for Jan), a fantastic sunrise with a hot coffee and warm porridge we went on to the Westfjords. The road changed from asphalted ring route into gravel road. Quite thrilling with our small Kia Picanto. We wriggled from fjord to fjord across mountain tops and down to the valleys and always so on. Really impressive wild landscapes over there. In this part of Iceland there hardly any cars on the way. The sun from the morning was not lasting very long. As we made it over the first mountain tops, it started raining. And the wind became stronger and stronger. We checked the forecast and we ended up being in the most windy part of Iceland – hurricane warnings were displayed and rain will get stronger. Great – we could forget about camping then. All the hostels were fully booked or much over our budget.
Still. At the south coast of the Westfjords we stopped, in order to finally go to our first Hot Pot called Hellulaug, which was pleasant 40 °C warm and offered us a nice sea view. Awesome! Only getting out of the pool at 5 °C temperature and heavy wind was really cold. But showering was done for that day 😉
Because of the very bad weather situation we decided to go back to the ring route and move on the North Iceland. We underestimated the distances or maybe the height-kilometer a little bit, that’s why we did not come as far as expected. Or maybe it was the sudden snowfall? It took us 3-4 hours of driving until we were back on the ring road. The drive ended up near Bor∂year. We slept in the car on the roadside (hint: Jan is more than 190cm tall and our car was a Kia Picanto). Jan slept on the passengers side, Kathrin slept on the folded backseats and the trunk. Let’s say it was quite cosy….
Sadly the bad weather followed us. Our next stop was Akuyeri, the city with heart shaped traffic lights. During a short side trip in Hùsavik, we tried to watch some whales from our car. We failed.


Game of Thrones and the stinky devil
After three days of driving and spending most time in our hostels, we decided to go for a hike at the Myvatn Lake area. Despite the wind and the rain, we stopped at the Go∂afoss waterfall. Another „one of the biggest one’s of Iceland“. If you love chasing waterfalls, Iceland is your place to go. We headed on to visit the Grjótagjá cave. Hardcore fans of Game of Thrones will recognize it. This cave is an underground hot pot – comforting warm. But because some people couldn’t follow the cleanliness rules, it got closed for public bathing. Only watching is allowed – but still beautiful.
We went on to the volcano crater Hverfjall. You can drive until the beginning of the hiking path, but we are unsure if we should call it a street. On some section we were afraid to get stuck in the huge deep potholes with our tiny little car. But we did it. On the top of the volcano it wasn’t only stormy but also kind of mystical. The whole landscape was covered with dense fog, wherefore the view was limited. We wanted to go the entire crater round, but the storm wouldn’t let us. We decided to return, after a quarter of the path. Jan was frightened that Kathrin could be blown away.
Our last stop of this tour was at the Hverir geothermal springs. In other words: Mud holes which smell like the devil’s flatulences. Standing the heavy smell of sulfur, we went on hiking. The black lava mud simmered in the deep holes. The paths were coloured red and white from leaking sulfur sedimentation. We could be on the Mars as well right now. Having the smell of rotten eggs in the nose and on clothing we drove on to our hostel in Ei∂ar. We definitely needed a shower!


Finally sunshine
Still on the run of the bad weather, we followed the ring road to the South East area. We had a short stopover in Se∂isfjör∂ur – one of the instagram hot spots: a rainbow colored road ended at a lovely blue little church. Apart from the Asian hipster (and Kathrin), who tried to capture the best photo, really cute.
The closer we get to Höfn, the more the clouds disappeared. And finally we saw it: THE SUN! After three days of storm, wind, rain and again rain. Dazzled by so much beauty, warmth and light we stopped at the coast for our lunch break. We forgot about the wind. When we opened the doors of the car, we remembered. We enjoyed the sun anyway, but in the car.
In the South East of Iceland it was not easy finding an accommodation matching our budget (But which one did it Iceland at all?). But after endless driving we didn’t want to do more kilometers anymore, that’s why we booked a room for 168 Euro in Lilja’s Guesthouse in Höfn. It was a feeling of pure luxury. We had our own bathroom, a double bed, view to the Vatnajökull glacier and a richly loaded breakfast buffet. Only a kitchen area was missing. We already exceeded our budget, that’s why we wouldn’t spend more money on going out for dinner. And we already bought food. How to you cook your dinner only using a kettle? Pour hot water over the cous cous, add a tea spoon of vegetable stock and let it soak. Put Wiener sausages into the kettle and boil it twice. Cut some tomatoes (because of some vitamins). Voilà, dinner is ready!


Ice cracking and a bird’s eye view of Vìk
The glacier lagoon Jokulsárlón is located at the biggest glacier of Iceland, Vatnajökull. The lagoon is filled up with glacier water with an inflow to the ocean. Huge broken icebergs floating inside the lagoon or depending on the stream get swelled out to the sea to be washed up on land afterwards at the Black Diamond Beach. But not this time, the stream swelled them back into the lagoon. Between the ice seals dived up and down. The less oxygen an ice berg has, the more they glimmering blue. But we will not start with some physical explanations, just that you don’t think we put a filter on the photos 😉
When you are silent, you can hear the ice cracking. We could have sit there for hours watching the icebergs floating.

We spent our last three days in the South of Iceland, including more sunshine and less rain. We were hiking on the cliffs in Vìk to escape the tourism and observed in total privacy the people at the Black Sand Beach. Vìk is a tranquil tiny village, with a sweet red-white church on a hill. The hiking path to the cliffs starts from the middle of the village, nearby the black sand beach.


Between vuclanos, along the river
Our second hike, and one of the absolutely highlights during our trip, was along the Skogar river. Skógarfoss is a waterfall you can see right from the Ring Road but apart from all the tourist still worth seeing it. Don’t forget your rain jacket, you can get very close if you want to. Stairs will guide you up the hill to the river and a viewing platform. A small path lead along the river, and after 500 meters even the last photo-tourist wearing white Nike sneakers gives up and returns to the platform. From there, the hiking path starts. The river eats it’s way through the barren landscape in a gorge. Repeatedly interrupted by imposing waterfalls, which forced us to stop, cause they were so much impressive. Another exciting part of this was, the hiking path runs between the the two volcano glaciers Eyjafjallajökull and Mýrdalsjökull. We saw the white peaks already after a short time. There is a small mountain hut on the top (aprox. 25km hiking path), and it’s possible to stay overnight (no card paying). Because we made plenty of stops we were too slow to get there in time, that’s why we excluded it right from the beginning to get there. The fact, that we walked along between two snow covered volcanos was exciting anyway. Even the fast changing weather couldn’t bother us. We were prepared for every situation, which was really good. In one second the sun was shining from the blue sky, the next second we struggled through a snow storm. Five minutes later the sun was back.

In South Iceland we stayed two nights in a guesthouse in Hella. During the first night it happened: We knew that the forecast showed a high probability for northern lights (we recommend the app AuroraNow). We were having dinner, when green lights flashed outside the house. We left everything lying, jumped in our rental car and headed to the next possible field without light interruption. It was now freezing cold, but we didn’t care. Green and purple color shades danced right above us in the sky. It was breathtaking. We didn’t know in which direction we should watch first. Have a look in our Iceland gallery.


A women’s jail and our conclusion
The last night we stayed in a new guesthouse. Why we mention it? Because it had something special. The Bitra Guesthouse is located near Selfoss. An inconspicuous house along the ring road. Idyllic from outside, from inside a mixture of flea market vintage and modern statement signs. Our room had almost exact the size of the double bed. We had even trouble to find space for our big backpacks. Yet it had a big window with a distance view (Yes, Kathrin tried to see some northern lights from the bed). The special thing of this charming guesthouse is, that it was a women’s jail a long time ago. The women’s crime rate that time was more than low, that’s why only two women were imprisoned in this jail. Today it is run by a family as a guesthouse.

After ten thrilling days it was time to head over to Toronto. Now we reached the correct airport right the first time 😉
Our advice: if you wish to see some secluded spots along the ring road or do some longer hikes, we recommend to plan more than ten days. Iceland offers a lot of opportunities to stop next to the road, because of another beautiful view or another stunning waterfall, wherefore you need take your time, because it’s definitely worth seeing. We often had the feeling of spending the time with just driving in order to get to the next place.

Our spendings
It’s a little more text then planned, but deleting something wouldn’t be fair.
Anyway we shortly summarize our spendings. The only luxury was the snorkeling trip in Silfra, between the continental plates. Besides that, our expenses were limited to grocery, car and accommodations. We booked the snorkeling weeks before online, and had a benefit of a 10% voucher. We paid for the afternoon trip (which is generally a little cheaper) € 198 per 2 pax. For food we spent approx. € 134. In comparison to Faroe Island the rental car was quite cheap and including the weekend voucher we only paid € 200 for eight days. Fuel (and once toll) was almost € 300. No wonder considering these distances. Unfortunately our plan of camping a lot didn’t work out because of the storm. We ended up spending eight nights in hostels/guesthouses and only two days in the tent or in the car. The total costs for ten days Iceland (including flights, cars, accommodation and extras) was € 1900 für 2 pax.

Before now the last instagram travel blogger hit Iceland, you have to book the next flight immediately. The flight duration is enough to practice your pronunciation of Eyjafjallajökull {ääj-ja-fjatt-la-jöch-küt-ll}
Have fun!

Don’t forget to check out the whole gallery.

Comment of Kathrin:
The first time I’ve been in Iceland January 2018. Yes it was freezing cold. But on one hand, all Icelandic cars come with seat heating, and on the other hand the complete island was covered with snow and ice. It was stunning and it had something magical traveling through this white distances. Another point: Rarely tourists! Just pack some warm clothing and it will work 🙂

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