— see english below —

Warum man unbedingt auf die Färöer Inseln muss

Die meisten kennen die Färöer Inseln vermutlich nur vom Fussball aber hey, die haben schon ein bisschen mehr zu bieten…

Kurz ein paar Facts:
Die Färöer, ein Land bestehend aus 18 Inseln, liegen im Nordatlantik, zwischen Schottland und Island und gehören dem dänischen Königreich an. Die Währung ist die färöerische Krone, diese ist gleichgesetzt mit der dänischen Krone, und beide werden gleichermaßen als Zahlungsmittel akzeptiert. Es war wohl einer der kleinsten internationalen Flughäfen auf denen wir jemals waren. Wir brauchten nicht mal 10 Minuten um aus dem Flieger, zum Gepäckband und zum Ausgang zu gelangen. Achtung: auf den Färöer Inseln gelten nicht die europäischen Roamingbestimmungen.
Als wir ankamen, hat es geregnet. Während unseres Aufenthalts erlebten wir extrem rasche Wetterumschwünge. Von herrlichem Sonnenschein bis Weltuntergangsstimmung – alles an einem Tag. Die Regenschauer hielten aber immer nur kurz an und jedesmal wurden wir mit unglaublich farbintensiven und nahezu perfekten Regenbögen belohnt.

Was macht man so auf den Färöer Inseln?
An unserem ersten Tag wanderten wir zum größten See der Inseln, Sørvágsvatn und dem zugehörigen Wasserfall. Macht das, wenn ihr auf den Färöer Inseln seid! Der See endet direkt an der Klippe und darunter ist das Meer (wenn man genau schaut, erkennt man, dass die Klippen leicht schräg sind und der See somit über das Meer hinausragt). Das was uns aber am meisten begeisterte war nicht der See an sich, sondern die atemberaubenden hohen Steilklippen die senkrecht ins Meer fallen – aber Obacht (Substantiv, feminin: Vorsicht) einen Schritt zu weit und es macht „Plumps“.
Vom Parkplatz aus, kann man die Tour in gut 2 Stunden gehen, wir empfehlen aber wesentlich mehr Zeit einzuplanen, damit man die Aussicht und die Umgebung auch wirklich genießen kann. Also man geht dort hin um zu schauen und nicht um zu wandern.

Am zweiten Tag sind wir mit unserer Schrottkarre (warum Schrottkarre, lest ihr weiter unten) über die Inseln gefahren. Seid ihr schon durch einen Tunnel gefahren, der unter dem Meer verläuft? Wir da auch zum ersten Mal – ganz komisches Gefühl.
Ähnlich wie beim Wandern, mussten wir auch an diesem Tag alle paar Kilometer anhalten. Gigantische Landschaften, entzückenden kleine Dörfer, unwirkliche Felsformationen oder weisse Adern, die sich als Wasserfälle durch die flaschengrünen Wiesen ziehen. Tórshaven – die Hauptstadt – liegt direkt am Hafen und bietet unglaublich süße Gässchen und Häuser mit Grasdächern. Aber eigentlich ist es egal wo und auf welcher Inseln man gerade ist, wir kamen aus dem Staunen nicht raus.

Zur Unterkunft:
Der Campingplatz den wir uns rausgesucht hatten, war Giljanes Hostel & Camping. Es lag in guter Anbindung zum Flughafen. Weil wir ja ein Budget einhalten müssen, sind wir mit dem Linienbus zum Campingplatz gefahren. Campingplatz ist etwas übertrieben formuliert. Es ist ein Hostel, das auch eine winzige Wiese hat, auf der man sein Zelt aufschlagen konnte. Direkt an der Straße, gut beleuchtet von der Straßenlaterne, aber mit Meerblick. Es kostete dafür nur € 10 pro Nacht. Küche und Sanitäranlagen des Hostels konnten wir mitbenutzen. Wir waren froh, dass wir in unserem eigenem Zelt schliefen, denn leider war das Hostel von innen nicht sehr berauschend. Da der Gastgeber selbst nie vor Ort war, wurde das Hostel quasi sich selbst und den Gästen überlassen. Die Folge waren sehr dreckige Toiletten, die Duschen voll von Handtücher die keine Besitzer mehr hatten oder hinterlassenes Kosmetikzeug. Die Küche war vollgestellt mit mehr oder weniger gründlich abgewaschenen Geschirr, die Herdplatten klebten von undefinierbaren Essensresten.

Von anderen Reisenden haben wir gehört, dass dieser „Campingplatz“ aber noch zu den besseren zählte, da man Sanitäranlagen dabei hatte – Yay!

Unser Auto:
Das Hostel bot tageweise Leihautos an, was für uns eine gute Alternative zur klassischen, teureren Miete war. Für umgerechnet € 23 pro Tag konnten wir seinen uralten Toyota – ja die Betonung liegt auf UR ALT – ausleihen. Der Wagen hatte bereits mehr als 300.000 km hinter sich. Die hintere Beifahrertür blieb nur geschlossen, wenn man sie von ihnen absperrte. Das Fenster auf der Beifahrerseite ging nur über den Knopf an der Fahrerseite wieder zu. Der Tankdeckel stand sowieso permanent offen. Und versperrte man das Auto von außen, musste man es auf der Beifahrerseite wieder aufschließen und zur Fahrerseite rüber kriechen. Einmal ist er uns auch nicht mehr angesprungen, weswegen wir zu Fuß zurück gehen mussten.

Unsere Ausgaben:
Unsere Ausgaben beschränkten sich auf Transport und Lebensmittel. Beides sind teure Faktoren. Mit dem öffentlichen Bus kommt man einmal quer über die ganzen Inseln, nimmt natürlich etwas Zeit in Anspruch, ist aber kostengünstig. Eine kostenlose Alternative ist das Autostoppen – funktioniert extrem gut!
Wir haben genau darauf geachtet, was wir die Tage essen werden um keine unnötigen Ausgaben zu haben. Für Lebensmittel haben wir ca. € 27 ausgegeben.
Unsere gesamten Ausgaben (inklusive Flüge, Unterkunft und Extras) für 3 Tage Färöer Inseln betrugen € 582 für zwei Personen.

Warum MUSS man also nun auf die Färöer Inseln?
Für uns gibt es zwei ausschlaggebende Gründe:
Wenn man das Wandern und die Natur mag, dann sind die Inseln genau das Richtige. Es gibt unglaublich viele Wanderrouten und Mini-Bergtouren (natürlich nicht zu vergleichen mit Aufstiegen auf den Großglockner oder das Matterhorn), die Aussichten können aber dennoch mithalten.
Der andere Grund ist, dass es noch nicht sehr überlaufen ist. Obwohl wir eine der bekanntesten Wanderrouten gegangen sind, und das an einem sonnigen und warmen Nachmittag, können wir an beiden Händen abzählen wie viele Leute uns entgegen gekommen sind.

Kurz gesagt: es is‘ afoch nur schee…

Schaut einfach in die Galerie, damit ihr wisst wovon wir reden 😉

— english version —

Why you definitively have to visit Faroe Islands

Most (European) people know Faroe Islands probably only from soccer but hey, they provide much more…

Some facts:
The Faroe are 18 Islands, located in the North Atlantic Ocean, between Scotland and Iceland and they belong to the Kingdom Denmark. The currency is the Faroe kroner, which is directly linked to the Danish kroner and both are accepted to pay with on Faroe. It was probably one of the smallest international airports where we have been so far. It took us not even 10 minutes to get out of the airplane, claim baggage and get to the exit. Attention: the European roaming rules for mobile network do not apply on the Faroe Islands.
When we arrived there was pouring rain. During our stay the weather changed fast every 5 minutes. From bright sunshine to pouring rain you can expect everything within one day. Usually the showers didn’t last long and we got recompense by unbelievable colorful and almost perfect rainbows.

What did we do there:
On our first day we hiked to the biggest Lake of Faroe Sørvágsvatn and the according waterfall. You have to do that! The lake ends up directly at the cliffs. Above the sea (if you look clearly you can see that the cliffs slightly slope down, so it seems that the lake is protruding over the sea). The most fascinating part for us wasn’t the lake at all, but rather the breathtaking high cliffs vertically falling down. But take care – one step too far you may fall down 😉
The hike takes two hours, beginning at the parking lot, but we highly recommend to plan much more time to enjoy the views and the surroundings. So you walk there for watching not for walking.
The second day we drove with our junk car (see below why it’s a junk car) across the islands. Are you ever drove through a tunnel running under the ocean? We now did it the first time – strange feeling. As like during the hike we had to stop every few kilometers. Awesome landscapes, charming tiny villages, surreal rock formation or white veins, winding one’s way as a waterfall through the bottle green meadows. Tórshaven – the capital city – is located directly next to a harbor and offers cute little alleys and houses with roof tops made of gras. But actually it doesn’t really matter on which island you are, we were astonished everywhere.

Accommodation:
The campsite which we booked in advance was Giljanes Hostel & Camping, located in good connection to the airport. We took the public bus, which dropped us off at the hostel with the campsite. Okay, the expression campsite sounds more than it was in reality. It was a hostel with a very small meadow where you can pitch your tent. Directly next to the street and well lighted by the street lamp but nice sea view included. We paid only 10 € per night and had access to kitchen and washrooms of the hostel. We were really glad sleeping in our own tent, because the hostel was rather underwhelming. The host has never been in-house, the hostel was left by itself. The consequences were dirty bathrooms, ownerless towels and cosmetic products. The kitchen was overfilled with leftover food, unwashed (or maybe washed) dishes and the stove was sticky. We’ve been told from others, that this was one of the better campsites cause you can use the sanitary facilities – Yay!

Car:
The hostel owner offered his car for rent on a daily base. It was a good alternative to a usual, more expensive
car rental. For € 23 per day we could have his very old car – it was as old as dirt! This vehicle had more than 300.000km . The back passenger door only closes when you lock it from inside. The passenger window was only able to close from the driver’s side. The gas cap stands open anyway. And if you lock the car from outside, you can only unlock it from the passengers side. Once it wouldn’t start anymore why we had to walk back.

Spendings:
Our spendings were limited on transportation and groceries. Both are expensive factors. You can cross the whole islands with the public bus. This takes time but it’s a cheap alternative. A zero-priced alternative is hitch-hiking – works extremely well!
We tried having no unnecessary spendings on food, why we strictly paid attention on what we would eat these days. We spent € 27 for grocery.
Our total amount (inclusive flights, accommodation and extras) for 3 days Faroe Island were € 582 for 2 pax.

So, why you should now visit Faroe Islands?
There are two decisive reasons for us:
If you are a hiking nut and a nature lover it’s definitely the right place for you. The Islands provide a great number of hiking routes and mini-mountain tours (of course, not comparable with Großglockner or Matterhorn). The views definitely match up with it.
The other reason, it’s not overcrowded at all. Although we hiked the most famous route on a sunny warm afternoon, we can count on two hands how many people crossed our way.

If we think about it, we should write something like: the Faroe Islands are super unworthy visiting, nothing to do and nothing to see. Never go there!

Check out our gallery and you know what we are talking about 😉

2 comments

    1. Hallo Maik, warte auf unseren Beitrag aus Kanada, da werden dann sicher ein paar Tipps für Wohnmobil-Reisen kommen ? Schön zu sehen, dass unser Blog auch in Spanien gelesen wird ?
      Liebe Grüße Kathrin

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